Social Media-Knigge

Verhaltensregeln für den richtigen Umgang mit den sozialen Netzwerken

Die sozialen Netzwerke, Social Media, bieten neue Möglichkeiten zur Unterhaltung, Informationsgewinnung und Selbstdarstellung. Im Gegensatz zu den klassischen Medien wie beispielsweise Radio, TV und Print haben die Nutzer der Social Media einen direkten Einfluss auf die Inhalte.

Inhalte können im gegenseitigen Austausch gemeinsam geschaffen, umgestaltet und verbreitet werden. Die Inhaltserstellung geht somit weit über die Verbreitung von Texten, Bildern oder Videos hinaus und ist maßgeblich durch den sozialen Charakter bestimmt.

Vier goldene Regeln für den Umgang mit den sozialen Netzwerken

Durch Blogs, Facebook, Twitter und Co. ist die Möglichkeit zu einer zweiseitigen Kommunikation gegeben, bei der es einige Spielregeln zu beachten gibt:

  • Das Internet ist kein rechtsfreier Raum: Die Streuwirkung und die Haltbarkeit virtueller Aussagen sind deutlich größer und länger, als es bei einer mündlichen Aussage der Fall ist. Schnell werden taktlose Bemerkungen oder unvorteilhafte Fotos geteilt oder mit spitzer Zunge kommentiert und entwickeln eine Eigendynamik. Beachten Sie auch bei virtuellen Äußerungen stets die rechtlichen Folgen und bleiben Sie deshalb bei Diskussionen immer auf der sachlichen Ebene. Zeigen Sie Respekt im Umgang mit Dritten und sehen Sie davon ab, (ehemalige) Kollegen oder Ihren aktuellen Arbeitgeber zu diffamieren. Antworten Sie nicht im Affekt, sondern überlegt und bewusst, da Sie für Ihr Handeln die entsprechenden Konsequenzen tragen müssen.
  • Gruppenregeln: Achten Sie unbedingt auf Ihren Stil und Ihre Ausdrucksweise innerhalb der entsprechenden Zielgruppen. Informieren Sie sich auf den jeweiligen Plattformen über Gruppenregeln oder Knigge – und denken Sie stets daran, wie Sie selbst angesprochen werden wollen. Schnell können die falsche Tonalität oder eine nicht zusammenhängende Text-Bild-Sprache einen Shitstorm auslösen, der nicht selten eine immense Rufschädigung nach sich zieht.
  • Trennen Sie berufliche von privaten Kontakten: Auf jeder Plattform und bei jedem Netzwerk können Sie bei den Privatsphäre-Einstellungen einstellen, wer Ihre Inhalte sehen darf. Nehmen Sie nicht jeden Kontakt an, sondern hinterfragen Sie, welche Absichten die Person mit ihrer Anfrage haben könnte.
  • Bleiben Sie professionell: Aufgrund des ungezwungenen Charakters der Social Media bietet sich ein „Du“ durchaus an und ist bei Kanälen mit einem ausgeprägten Freizeitcharakter, beispielsweise Facebook oder Snapchat, eher erlaubt als bei Business-Netzwerken wie XING oder LinkedIn, welches Business-Netzwerke sind. Hier sollten Sie beim „Sie“ bleiben. Fragen Sie sich stets: „Welchen Umgang würde ich mir selbst wünschen?“ Denken Sie bei Postings oder Retweets auch daran, dass das Netz nichts vergisst und Inhalte auch noch nach Jahren abrufbar sind. Für ein Posting, das Jahre zurückliegt, möchte man sich in einer späteren beruflichen Stellung nicht schämen.

Die Netzwerke im Überblick

Gerade die Business-Netzwerke werden von vielen Unternehmen aktiv zur Personalsuche genutzt.

Wer hier als Bewerber präsent ist, entscheidet mit seinem Auftritt und seinen Diskussionsbeiträgen darüber, ob er ein potenzieller Kandidat für den Job ist. Ca. 70 Prozent der Unternehmen prüfen die Bewerber auf ihre Selbstdarstellung im Internet und auf ihr Kontaktnetzwerk.

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die populärsten Social-Media-Kanäle:

  • XING:
    Achten Sie bei XING auf die korrekte Unternehmens- und Positionsbezeichnung sowie auf die Nutzung eines professionellen Bildes. Denn gleicht ein Unternehmen Ihre Unterlagen und Ihren Social-Media-Auftritt ab, kann dies zu Unstimmigkeiten führen. Auf XING können Sie Firmen-Updates interessant finden oder sie mit Ihren direkten Kontakten teilen. Treten Sie einer der zahlreichen Gruppen auf XING bei und werden Sie ein kompetenter und meinungsstarker Diskussionsteilnehmer.
     
  • LinkedIn:
    Mit LinkedIn können Sie sich beruflich auch auf dem internationalen Parkett vernetzen. Hier gelten dieselben Vorgaben wie bei XING. Achten Sie darauf, dass neue Kontakte nicht unbedingt Ihre bereits bestehenden Kontakte einsehen können. Vermeiden Sie unbedingt Rechtschreibfehler und denken Sie darüber nach, wie Unternehmensmitteilungen oder Status-Updates, die Sie teilen, auf andere User wirken können.
     
  • Facebook:
    Als Medium mit einem sozialen Charakter eignet sich Facebook nur begrenzt für geschäftliche Aktivitäten. Vordergründig handelt es sich um einen sozialen Treffpunkt, der von Infotainment (Information und Entertainment) geprägt ist, beispielsweise von News, Bilderstrecken, Infografiken und Videos. Informieren Sie sich vor einem Bewerbungsgespräch jedoch unbedingt auf der Facebook-Seite Ihres Wunschunternehmens. Hier finden Sie neben Unternehmensneuigkeiten oftmals auch wertvolle Hintergrundinformationen, die Ihnen einen ersten Einblick in den Firmenalltag und in die Unternehmensphilosophie geben.
     
  • Twitter:
    Auf Twitter dominieren Neuigkeiten und aktuelle Nachrichten aus aller Welt. Haben Sie bereits einmal versucht, einen Kommentar in einem 140 Zeichen langen „Tweet“ zu verfassen? Hier gilt das Motto „In der Kürze liegt die Würze“. Beteiligen Sie sich an aktuellen wirtschaftlichen Fragestellungen oder versehen Sie Ihre Aussagen, sogenannte Tweets, mit entsprechenden Hashtags (#), die als Kategorisierungen helfen.

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