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22.04.26
20.04.26
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Arbeitswelt & Karriere

Anschreiben für Ihre Bewerbung – Leitfaden, Beispiele & kostenfreie Vorlage

Junge Frau sitzt zu Hause am Esstisch an ihrem Laptop
© 1131374781 / GettyImages

Ein gutes Anschreiben öffnet Türen - und Sie können es mit wenigen Bausteinen professionell gestalten. Nutzen Sie unsere kostenfreien Vorlagen, Beispiele und den passenden KI-Prompt, um Ihr Bewerbungsschreiben schnell und individuell auf den Punkt zu bringen.


 

Es ist die Bühne für Ihre Persönlichkeit: Ihr Anschreiben zeigt, wer Sie sind, was Sie antreibt und welche Haltung Sie mitbringen. Doch wie bauen Sie Ihr Bewerbungsschreiben professionell auf? Was ist ein guter erster Satz für ein Anschreiben? Und was gilt es, in Sachen KI-Systeme zu beachten? Gemeinsam mit der Hays-Karriere-Expertin Melanie Berchtold zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt anhand von Beispielen und Vorlagen, wie Sie ein überzeugendes Anschreiben formulieren – egal, in welcher Phase Ihrer Karriere Sie sich gerade befinden.
 

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Was ist ein Anschreiben?

Das Bewerbungsanschreiben ist Ihre Bühne, auf der Sie eindrucksvoll darstellen, welche Persönlichkeit sich hinter dem Lebenslauf verbirgt und was Sie wirklich für diese Aufgabe brennen lässt. Das Schreiben beantwortet eine zentrale Frage: Warum sind genau Sie die richtige Person für diese Position?

Im Gegensatz zum Lebenslauf, der Fakten auflistet, bietet Ihnen das Anschreiben die Möglichkeit, mit einer persönlichen Note und einem klaren Mehrwert zu überzeugen. Denn es verbindet Ihre Qualifikationen mit den Anforderungen des Unternehmens – und zeigt, dass Sie sich wirklich mit der Stelle beschäftigt haben. Trotz KI-Tools und One-Click-Bewerbungen bleibt es in vielen Branchen entscheidend.

Das Bewerbungsschreiben hat drei zentrale Funktionen:

1. Motivation: Warum möchten Sie genau diesen Job?
2. Eignung: Was qualifiziert Sie fachlich und menschlich?
3. Passung: Wie fügen Sie sich in das Team und die Unternehmenskultur?

Ein starkes Anschreiben hilft Personalverantwortlichen, schnell einzuschätzen, ob Sie ins Unternehmen passen – und erhöht damit nachhaltig Ihre Chancen auf eine Einladung.
 

Melanie Berchtold vor einem weißen Hintergrund„Geben Sie Recruitern mit Ihrem Anschreiben die Chance, ein Gefühl und im besten Fall Sympathie für den Menschen hinter dem Anschreiben zu entwickeln”, empfiehlt Hays-Karriere-Expertin Melanie Berchtold. © narmovisuals

 

Aufbau des perfekten Bewerbungsschreibens

Ein gutes Anschreiben folgt einer klaren Struktur im Geschäftsbrieformat. Es umfasst idealerweise eine DIN‑A4‑Seite und ist in sieben Bereiche gegliedert:

  • Briefkopf
  • Betreffzeile
  • Einleitung
  • Hauptteil
  • Schluss
  • Grußformel und Unterschrift
  • Anlagenverzeichnis
     

Briefkopf und Datum

Der obere Bereich des Anschreibens enthält:

  • Ihren vollständigen Namen
  • Ihre Adresse
  • Ihre Telefonnummer
  • Ihre E‑Mail-Adresse

Darunter folgt:

  • Unternehmensname inklusive Rechtsform
  • Vor- und Nachname der Kontaktperson
  • Abteilung
  • Straße und Hausnummer
  • Postleitzahl und Ort

Melanie Berchtold - Profilbild


„Verwenden Sie eine seriöse E-Mail-Adresse und achten Sie auf ein klares, ruhiges Layout, das in Schriftart und -größe, Farbgebung und Gestaltung zum Rest Ihrer Bewerbungsunterlagen passt. Prüfen Sie, dass der Briefkopf keine Flüchtigkeitsfehler wie zum Beispiel Zahlendreher enthält. Und verlinken Sie gern Ihr LinkedIn-Profil, das Sie zuvor natürlich aktualisiert haben.“

Tipp von Melanie Berchtold
Karriere-Expertin bei Hays


In einem professionellen Bewerbungsschreiben gehören auch Ort und Datum in die Kopfzeile. Sie stehen rechtsbündig neben oder unter der Empfängerin bzw. dem Empfänger.
 

Betreffzeile – so formulieren Sie sie richtig

Der Betreff dient der Zuordnung Ihrer Bewerbung und sollte folgende Informationen enthalten: das Wort „Bewerbung“, die korrekte Stellenbezeichnung, ggf. die Quelle und das Datum der Stellenausschreibung sowie die Referenznummer.

Die Betreffzeile wird gefettet und sollte die Länge einer Zeile nicht überschreiten.

Beispiele:

Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Fachinformatiker (m/w/d)

Bewerbung als Junior Projektmanagerin (Ref.-Nr. 2026‑45)

Initiativbewerbung als Social Media Manager in Ihrem Unternehmen
 

Sollte eine Zeile nicht ausreichen, um alle Informationen unterzubringen, können Sie eine zweite, sogenannte Bezugszeile, ergänzen. Sie enthält das Datum und das Medium, in dem die Stellenanzeige veröffentlicht wurde, zum Beispiel:

Bewerbung als Bauingenieurin, Ref.-Nr. 12068, 
auf Ihr Stellenangebot vom 17.04.2026 in der FAZ

 

Das Wort „Betreff“ oder seine Abkürzung „Betr.“ gilt mittlerweile als veraltet und wird deshalb nicht mehr vorangestellt.


Melanie Berchtold - Profilbild


„Hatten Sie vor Ihrer Bewerbung bereits Kontakt zu der Recruiterin oder dem Recruiter (zum Beispiel auf einer Messe oder in einem Telefonat), nehmen Sie schon in der Betreffzeile darauf Bezug.“

Tipp von Melanie Berchtold
Karriere-Expertin bei Hays
 

Junger Mann sitzt am Esstisch am LaptopZeigen Sie, wer Sie sind -  mit gutem Storytelling, sprechenden Bildern und treffenden Metaphern. © fizkes / Shutterstock
 

Persönliche Anrede

Beginnen Sie Ihr Bewerbungsschreiben mit einer persönlichen Anrede. Sollte in der Stellenanzeige keine Ansprechperson genannt sein, recherchieren Sie sie oder rufen Sie im Unternehmen an – das zahlt sich aus, denn es zeigt, dass Sie sich mit dem Unternehmen zuvor beschäftigt haben.

Richtig:
„Sehr geehrte Frau Schneider,“
„Sehr geehrter Herr Dr. Müller,“

Nur im Notfall:
„Sehr geehrte Damen und Herren,“
 

Einleitung – wie beginnen Sie ein gutes Anschreiben?

Mit Ihrem ersten Satz wecken Sie Interesse und heben sich von anderen ab. Er entscheidet, ob Ihr Schreiben weitergelesen wird. Phrasen und Floskeln haben hier nichts zu suchen. Stattdessen sollten Sie in der Einleitung:

  • Begeisterung für die Position/das Unternehmen zeigen – erklären Sie, warum die ausgeschriebene Stelle Sie reizt und warum gerade dieses Unternehmen interessant für Sie ist.
  • Einen konkreten Bezug herstellen – zum Beispiel zur aktuellen Unternehmensentwicklung oder zu einem neuen Produkt.
  • Mit einem klaren Satz oder einer Frage Interesse wecken – zum Beispiel: Warum Sie diese Bewerbung auf keinen Fall aussortieren sollten? Weil ich [eine spezifische Erfahrung oder Kompetenz] mitbringe und damit eine gute Ergänzung für Ihr Team sein könnte.

Vermeiden Sie Standardphrasen wie diese:
„Hiermit bewerbe ich mich auf die Stelle als …“
„Mit großem Interesse habe ich Ihre Stelle xy bei Indeed gelesen …“
 

Wählen Sie stattdessen einen motivierten und nutzenorientierten Einstieg:
„Wie Sie bei [Unternehmen] Innovation und Kundenorientierung verbinden, hat mich sofort angesprochen. Als Ingenieur mit tiefem Verständnis für zukunftsweisende Technologien brenne ich dafür, Ideen schnell in kundenrelevante Produkte zu übersetzen – denn genau so entsteht heute der entscheidende Wettbewerbsvorsprung.“


Melanie Berchtold - Profilbild


„Starten Sie mit einer Brücke zum Unternehmen. Greifen Sie dessen Werte auf (z.B. ‚Sie sind innovativ – ich bin es auch!‘), arbeiten Sie mit Metaphern oder Bildern (‚Ihr Projekt entspricht der Blaupause meiner beruflichen Motivation‘) und setzen Sie bewusst auf Storytelling. Wer sich zum Beispiel auf einen Ausbildungsplatz für Fachinformatik bewirbt, könnte so einsteigen: ‚Schon als Kind habe ich Technik auseinandergebaut und musste den Dingen auf den Grund gehen. Und auch heute bin ich stets gefragt, wenn es etwas zu reparieren gibt.‘“

Tipp von Melanie Berchtold
Karriere-Expertin bei Hays


Hauptteil – Qualifikationen, berufliche Erfolge, Mehrwert

Im Hauptteil, der meist zwei bis drei Absätze umfasst, belegen Sie anhand relevanter Beispiele, warum gerade Sie zu der ausgeschriebenen Stelle passen – sowohl von Ihren Hard als auch von Ihren Soft Skills.

Der Hauptteil sollte folgende Fragen beantworten:

  • Was bringen Sie konkret an Hard und Soft Skills mit und welchen Mehrwert hat dies für das Unternehmen?
  • Wie passt Ihre Erfahrung zu den Anforderungen?
  • Welche Ergebnisse konnten Sie bislang erzielen?
  • Wie ergänzen Sie das Team?
     

Mann und Frau haben online ein BewerbungsgesprächKonkretisieren Sie Ihre Erfolge anhand ganz konkreter Beispiele – das öffnet Türen. © Ground Picture / Shutterstock


Vermeiden Sie Wiederholungen aus dem Lebenslauf. Wählen Sie stattdessen 3 – 4 konkrete Projekte oder Erfolge, die direkt auf die in der Anzeige genannten Anforderungen einzahlen, und untermauern Sie diese mit den entsprechenden Zahlen.

Beispiel:

„Gemeinsam mit meinem dreiköpfigen Social-Media-Team konnte ich die Reichweite unserer LinkedIn-Posts um xy Prozent und unseres YouTube-Kanals um xy Prozent vergrößern. Dies hat zu einem Besucheranstieg von xy Prozent auf unserer Website geführt und die Zahl der eingehenden Bewerbungen um xy Prozent erhöht.“
 

Präsentieren Sie auch Ihre Soft Skills nach dieser Logik:

Statt:
„Ich bin kommunikativ.“

Besser:
„Als Produktmanagerin habe ich wöchentliche Abstimmungen zwischen Entwicklung, Marketing und Vertrieb moderiert – dadurch konnte ich Konflikte früh auflösen und Projekte termingerecht voranbringen.“
 

Auch Berufseinsteigende können überzeugen – durch:

  • Studienprojekte
  • Werkstudententätigkeiten
  • Praktika
  • Ehrenamt
  • Wettbewerbserfolge

Melanie Berchtold - Profilbild


„Aufgepasst, wer einen Branchenwechsel oder Quereinstieg anstrebt: Hier im Hauptteil lohnt es sich, zu erklären, warum man eine Leidenschaft für eine neue Branche oder ein neues Thema entwickelt hat. Führen Sie praktische Erfahrungen und Soft Skills mit entsprechenden Beispielen und Erfolgen an, die auch auf das neue Thema einzahlen.“

Tipp von Melanie Berchtold
Karriere-Expertin bei Hays


Schluss – Call to Action

Der Schluss vermittelt Professionalität, Selbstbewusstsein und Ihr Interesse an einem persönlichen Kennenlernen im Vorstellungsgespräch. Schreiben Sie ihn deshalb nie im Konjunktiv.

Statt:
„Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.“

Besser:
„Lassen Sie uns in einem persönlichen Gespräch prüfen, welchen Mehrwert ich in Ihrer Organisation schaffen kann. Mein aktuelles Anstellungsverhältnis besteht weiterhin, ein Einstieg ist jedoch ab [Datum] möglich.“

Wenn verlangt, unbedingt mit angeben:

  • Frühester Starttermin
  • Gehaltsvorstellungen (genannt wird immer das Bruttogehalt; gerne auch als Spanne, um Verhandlungsbereitschaft zu signalisieren)
     

Grußformel & Unterschrift

Beenden Sie Ihr Anschreiben mit einer klassischen Grußformel und Ihrer handgeschriebenen Unterschrift – beides linksbündig gesetzt. Damit unterstreichen Sie noch einmal den persönlichen Charakter Ihres Anschreibens und signalisieren zugleich, dass alle Angaben der Wahrheit entsprechen:

„Mit freundlichen Grüßen
[Vorname Nachname]“

Bei Online-Bewerbungen empfiehlt sich ein Scan der handschriftlichen oder eine digitale Signatur.
 

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Wie formuliere ich ein Anschreiben?

Ein wirkungsvolles Anschreiben lebt von:

1. Klarheit
Einfache Sätze, aktiver Sprachstil, klare Botschaften.

2. Relevanz
Jede Aussage zahlt auf die Anforderungen der Stelle ein.

3. Persönlichkeit
Wählen Sie Beispiele, die nicht nur zeigen, was Sie können, sondern auch wie und mit welchen Resultaten Sie arbeiten.

4. Präzision
Vermeiden Sie Floskeln, Füllwörter und Wiederholungen.

5. Storytelling
Zeigen Sie anhand eines kleinen Beispiels, wie Sie Herausforderungen lösen oder warum gerade Sie die oder der Richtige für die Stelle sind.
 

Mini‑Beispiel:
„Als wir im Projektteam kurzfristig eine Präsentation neu strukturieren mussten, habe ich die Verantwortung übernommen, Inhalte zu priorisieren und das Team zu koordinieren. Die Präsentation wurde am Tag darauf als Best Practice ins interne Wiki übernommen.“


Melanie Berchtold - Profilbild


„Analysieren Sie die Stellenausschreibung auf Schlüsselanforderungen und gehen Sie auf diese in Ihrem Schreiben ein. Bleiben Sie dabei immer authentisch und übertreiben Sie nicht. Stellen Sie keine Behauptungen auf, sondern lassen Sie Ihre Erfolge für sich sprechen. Nutzen Sie Ich-Botschaften, um Ihrer Motivation Ausdruck zu verleihen.“

Tipp von Melanie Berchtold
Karriere-Expertin bei Hays


Anschreiben-Vorlagen

Das ist Ihnen alles zu theoretisch? Dann haben wir hier ganz praktisch zwei kostenfreie Vorlagen für Sie erstellt, mit denen Sie ganz schnell starten können. Die erste richtet sich an Berufseinsteigende, die zweite an Berufserfahrene.

Doch Achtung: Das Anschreiben dient als Spiegel Ihrer Persönlichkeit. Umso wichtiger ist es, dass Sie diese Vorlage individualisieren und auf sich, Ihre Skills, Ihre Motivation und das Unternehmen, an das Sie sich mit dem Schreiben wenden, anpassen.
 

Download Anschreiben-Vorlagen


Dort finden Sie auch weitere Bewerbungschecklisten und Mustervorlagen für Ihren Lebenslauf.


Mockup - Anschreiben Vorlage


 

KI beim Anschreiben – Prompts & Tipps

KI kann Ihnen helfen, glaubwürdig eine Brücke zwischen den in der Stellenanzeige genannten Anforderungen und Ihren eigenen, im Lebenslauf dokumentierten Kompetenzen zu schlagen. Aber: die KI kennt Sie und Ihre Persönlichkeit nicht. Starten Sie deshalb mit KI und nutzen Sie die Ergebnisse als Rohmaterial, das Sie anschließend individualisieren und mit Storytelling und der Quantifizierung von Erfolgen auf sich anpassen.

Mehr Tipps für den Einsatz von KI bei Ihrer Bewerbung sowie zwei präzise Prompts finden Sie hier: Vom Prompt zum Traumjob: Wie KI die Bewerbung und das Vorstellungsgespräch revolutioniert


Melanie Berchtold - Profilbild


„Immer mehr HR-Abteilungen arbeiten mit KI- und ATS-Filtern. Doch während ein ATS-optimierter Lebenslauf (klare Struktur, maschinenlesbar und Keywords wie Berufsbezeichnung, Tools, Skills, Zertifikate exakt aus der Stellenanzeige) inzwischen ein MUSS ist, um von den Maschinen nicht gleich aussortiert zu werden, geht es im Anschreiben stärker um Argumentation, Motivation und Authentizität. Konkret heißt das: Im Anschreiben dürfen Keywords vorkommen, allerdings nur organisch, indem man zum Beispiel direkt auf Anforderungen eingeht.“

Tipp von Melanie Berchtold
Karriere-Expertin bei Hays


Wichtige Hinweise:

Überprüfen Sie alle Angaben, Beispiele und Fakten sorgfältig – KI kann Fehler machen oder Inhalte erfinden. Stellen Sie sicher, dass das Anschreiben authentisch wirkt und wirklich zu Ihnen passt.

Und denken Sie an datenschutzrechtliche Aspekte: Viele KI-Tools, vor allem die großen amerikanischen Modelle, speichern und analysieren Ihre Eingaben, um ihr Modell zu trainieren. Wenn Sie also Ihren kompletten Lebenslauf oder vertrauliche persönliche Daten in einen freien KI-Chat eingeben, könnten diese Informationen in fremde Hände gelangen. Tippen Sie daher keine sensiblen wie Namen, Adressen oder aktuelle Arbeitgeber in die Prompt-Zeile und laden Sie auch keine Dokumente wie Zeugnisse ungefiltert hoch.

 

Häufige Fehler im Anschreiben

Viele Bewerbungen scheitern nicht an mangelnder Erfahrung – sondern an vermeidbaren Formfehlern. Die häufigsten Stolperfallen:

1. Wiederholung des Lebenslaufs
Das Anschreiben soll ergänzen, nicht kopieren.

2. Floskeln und Standardformulierungen
„Ich bin teamfähig, motiviert und belastbar“ – solche Behauptungen sind ohne Beispiel wertlos.

3. Keine klare Struktur
Zu lange Absätze, fehlende Logik, keine Priorisierung.

4. Falsche oder fehlende Anrede
Zeigt mangelnde Mühe.

5. Fehlende Individualität
Personalverantwortliche erkennen Copy‑Paste‑Texte sofort.

6. Falsche Adressaten
Ein absolutes No-Go, das häufiger vorkommt als man denken mag: Anschreiben A geht an Unternehmen B.

7. Übertreibungen und Unwahrheiten
Zu viel Selbstbewusstsein wirkt schnell arrogant. Glaubwürdiger ist es, Ihre Qualifikation an konkreten Beispielen festzumachen. Und dabei immer ehrlich zu bleiben. Denn spätestens in der Probezeit müssen Sie Ihr Können unter Beweis stellen.

8. Wechselgründe aufführen
Wechselgründe gehören ins Vorstellungsgespräch, nicht in ein Bewerbungsschreiben, das Ihre Motivation zeigen soll.

9. Grammatik- und Rechtschreibfehler
Unbedingt Korrektur lesen – am besten nach dem 4-Augen-Prinzip

 

Fazit

„Ein überzeugendes Bewerbungsanschreiben ist Ihre Chance, zu zeigen, wer Sie sind – und warum Sie in genau dieses Unternehmen gehören. Es verbindet Motivation, Leidenschaft, Qualifikationen und Persönlichkeit in einem klar strukturierten Dokument, das Lust auf ein Gespräch macht“, sagt Hays-Karriere-Expertin Melanie Berchtold. „Ich freue mich, wenn ich aus einem Anschreiben herauslesen kann, dass die Person dahinter wirklich für die Aufgabe brennt. Das motiviert mich, die Bewerberin oder den Bewerber auch persönlich kennenzulernen.“
 

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Weitere Tipps für Ihr Anschreiben und ob es überhaupt immer ein solches braucht, erfahren Sie in diesem Video mit Melanie Berchthold:


 

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Alexandra Maier
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