Burnout-Prävention: 10 Tipps, mit denen Sie einem Burnout vorbeugen
Burnout-Prävention: 10 Tipps, mit denen Sie einem Burnout vorbeugen

Gestresst bei der Arbeit? Das geht laut dem Global Workforce 2026 Report von Gallup mittlerweile 38 Prozent der deutschen Arbeitnehmenden so. Die Gefahr steigt, an einem Burnout-Syndrom zu erkranken – umso wichtiger ist die Burnout-Prävention für Personen, die bereits unter erhöhtem Stress leiden.
Inhaltsverzeichnis
1. Burnout Definition: Was ist ein Burnout?
3. Burnout-Anzeichen – Symptome und Warnsignale
4. 10 Tipps zur Burnout-Prävention
Das Wichtigste in Kürze:
- Burnout ist ein Zustand tiefer mentaler und körperlicher Erschöpfung, der sich meist schleichend entwickelt.
- Dauerhafter Stress, hohe Ansprüche und fehlende Erholung erhöhen das Burnout‑Risiko deutlich.
- Typische Warnsignale sind anhaltende Müdigkeit, Leistungsabfall, Schlafstörungen und emotionale Distanz.
- Gezielte Burnout‑Prävention wie Pausen, klare Grenzen und bewusste Selbstfürsorge kann vorbeugen.
- Bei anhaltenden Beschwerden ist professionelle Hilfe wichtig und sollte frühzeitig in Anspruch genommen werden.
Der Prozess ist oft schleichend: Was mit ein paar Überstunden beginnt, kann in einer lähmenden Erschöpfungsphase, geprägt von Handlungs- und Arbeitsunfähigkeit, enden. Burnout-Syndrom lautet dann oft die Diagnose. Das Gefühl, ausgebrannt zu sein und nicht mehr zur Ruhe zu kommen, führt jährlich ca. 190.000 Beschäftigte zum Arzt bzw. zur Ärztin, die dann prompt mit einer Krankschreibung reagieren – die Anzahl der Krankheitstage steigt dabei stetig. 2024 zählte die AOK 7,7 Arbeitsunfähigkeitsfälle pro 1.000 AOK-Mitglieder aufgrund von Burnout in Deutschland.
Burnout kann jeden treffen. Druck bei der Arbeit, private Sorgen und der eigene Anspruch daran, immer Bestleistung bringen zu wollen, sind nur wenige Ursachen, die zu einem Zustand emotionaler und körperlicher Erschöpfung führen können. Die Burnout-Anzeichen wahrzunehmen und Burnout-Prävention durchzuführen, sollten für alle Angestellten und jedes Unternehmen von grundlegender Bedeutung sein. Nur so gelingt es, kontinuierlich zufriedenstellende Arbeit zu leisten und vor allem die eigene Gesundheit bzw. die Gesundheit der eigenen Mitarbeitenden zu schützen.
Burnout-Definition: Was ist ein Burnout?
Mit dem Burnout-Syndrom lässt sich der Zustand starker psychischer Erschöpfung beschreiben. Das regelrechte „Ausgebrannt sein“ zeigt sich anhand einer Vielzahl von Symptomen:
- emotionaler Erschöpfung,
- Antriebslosigkeit,
- Gleichgültigkeit,
- Misserfolgen,
- oder der Angst vor dem Scheitern.
Diese Symptome führen dazu, dass die eigene Leistungsfähigkeit abnimmt und Betroffene sich damit überfordert fühlen, jeden Tag den Erwartungen gerecht zu werden.
Der Prozess ist immer schleichend. So kann es Wochen oder auch Monate dauern, bis sich ein Burnout-Syndrom bemerkbar macht und von Betroffenen als ernsthaftes Problem angesehen wird.
Wie kommt es zu Burnout?
Vor Überarbeitung und scheinbar nie endenden To-do-Listen ist niemand sicher. Und doch ist es vor allem die Einstellung zur eigenen Arbeit und der Bewältigung des Alltags, die viele an ihre Belastungsgrenzen bringt – psychisch wie physisch.
Kommen dann noch Persönlichkeitsmerkmale wie Perfektionismus, geringes Selbstvertrauen, großes Harmoniebedürfnis oder das Gefühl, nicht selbstbestimmt arbeiten zu können hinzu, besteht ein erhöhtes Risiko für ein Burnout-Syndrom.
Burnout-Anzeichen – Symptome und Warnsignale
Aktuell sind ca. 130 Anzeichen für Burnout bekannt und die meisten Erkrankten beschreiben das Syndrom damit, „ausgebrannt“ zu sein. Was alle gemein haben, ist eine tiefe Erschöpfung, die auch nach längeren Pausen oder Erholungsphasen besteht. Sollten Sie mehrere dieser Burnout-Symptome bei sich feststellen, sollten Sie sich dringend Hilfe suchen.
Burnout Symptome und Warnsignale © Hays
Emotionale und mentale Symptome
Diese betreffen das innere Erleben und die psychische Belastung:
- Gefühl der inneren Leere oder Erschöpfung
- Gleichgültigkeit und Desinteresse
- Verlust von Empathie
- Zynismus oder negative Grundhaltung
- Niedergeschlagenheit und Neigung zum Weinen
- Selbstmitleid
- Unzufriedenheit mit der eigenen Leistungsfähigkeit
Kognitive Einschränkungen und Leistungsabfall
Hier geht es um Denkfähigkeit, Fokus und Arbeitsergebnisse:
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Gedächtnisprobleme
- Verminderte Leistungsfähigkeit
- Ungenauigkeit bei der Aufgabenbewältigung
- Schwierigkeiten, klare Entscheidungen zu treffen
Verhaltensänderungen im Alltag und Beruf
Typisch sind Veränderungen im Umgang mit Arbeit und anderen Menschen:
- Gefühl, nie ausreichend Zeit zu haben
- Unfähigkeit, „Nein“ zu sagen
- Übermäßige Verausgabung (z. B. unbezahlte Mehrarbeit)
- Hyperaktivität oder innere Unruhe
- Rückzug oder Konflikte im privaten Umfeld
- Humorlosigkeit
Körperliche Beschwerden (psychosomatische Symptome)
Burnout äußert sich häufig auch körperlich:
- Anhaltender Energiemangel und Müdigkeit
- Schlafstörungen
- Häufige Infekte (geschwächtes Immunsystem)
- Muskelverspannungen
- Kopf- und Rückenschmerzen
- Engegefühl in der Brust oder Atembeschwerden
- Magen- und Darmprobleme
- Tinnitus
Kritische Warnsignale (frühe Alarmzeichen)
Diese Hinweise deuten darauf hin, dass sich ein Burnout entwickeln kann oder bereits fortgeschritten ist:
- Dauerhafte Überforderung und Stressgefühl
- Ruhelosigkeit ohne echte Erholung
- Zunehmender Konsum von Alkohol oder Medikamenten
- Starke emotionale Erschöpfung trotz Pausen
- Gefühl, den eigenen Anforderungen nicht mehr gerecht zu werden
“Wer Warnsignale früh erkennt und gegensteuert, kann im besten Fall eine Erkrankung verhindern. Das ist entscheidend, da psychische Erkrankungen oft lange dauern und Therapieplätze schwer zu bekommen sind.”
Anne Herbert
Expert Wellbeing bei Hays
Anne Herbert verantwortet bei Hays in Deutschland das Thema Wellbeing. Sie ist Diplom-Psychologin, zertifizierte BGM-Managerin (IHK) und Mental Health First Aider.
10 Tipps zur Burnout-Prävention
Da der Weg zum Burnout vor allem durch eigene Verhaltensweisen vorbestimmt ist, können Sie dem Gefühl der völligen Erschöpfung mit vorbeugenden Maßnahmen entgegenwirken:
1. Burnout-Prävention durch Prioritäten
Kennen Sie das Gefühl, am Ende des Tages wenig bis gar nichts geschafft zu haben? Das Gefühl, wichtige Aufgaben nicht erledigen zu können, kann ein gefährlicher Burnout-Faktor werden.
Ihre Maßnahme: Etablieren Sie für sich ein besseres Zeitmanagement mit genügend Zeitpuffer. Ordnen Sie dabei Ihre Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit.
2. Ziehen Sie bewusst Grenzen
Sie können unglaublich viel und Ihre Hilfe wird von Ihren Kolleginnen und Kollegen gerne in Anspruch genommen? Das sogenannte „Helfersyndrom“ kann ebenfalls zur Erschöpfung beitragen, denn dabei werden die eigenen Aufgaben und Bedürfnisse häufig zurückgestellt.
Ihre Maßnahme: Ziehen Sie bewusst Grenzen und lernen Sie, „Nein“ zu sagen. Gerade, wenn es um Aufgaben geht, die über Ihre Fähigkeiten oder Ihren Verantwortungsbereich hinausgehen.
3. Burnout vorbeugen mit Zeit für sich
Ihre Arbeit ist voll mit To-dos und auch danach finden Sie nur selten Zeit für sich, weil Sie private Dinge erledigen, ehrenamtlich tätig sind, Sport treiben wollen und sich in einem Verein engagieren? Doch langfristig stellt sich die Frage, ob diese Auslastung nachhaltig ist.
Ihre Maßnahme: Hinterfragen Sie bewusst Ihre Verpflichtungen und identifizieren Sie gezielt Ihre persönlichen Stressquellen. Schenken Sie sich 15 bis 30 Minuten am Tag, in denen Sie nur etwas für sich tun. Hören Sie Musik oder Podcasts, lesen Sie ein Buch, machen Sie einen Spaziergang oder machen Sie ein Nickerchen. Schaffen Sie sich eine „Ruheinsel“, auf der Sie Kraft tanken.
4. Burnout vermeiden durch Entspannungstechniken
Gerade in Phasen hoher Arbeitsbelastung kann es passieren, dass Sie von einer Aufgabe zur nächsten wechseln und kaum Zeit für Pausen bleibt. Doch was, wenn Sie durch die richtige Entspannungstechnik neue Energie tanken und diese gleichzeitig als perfekte Burnout-Prävention nutzen?
Ihre Maßnahme: Suchen Sie sich eine Entspannungstechnik, die Ihnen Spaß macht. Ob Qi Gong, Yoga, Meditation, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung: Fragen Sie auch bei Ihrer Krankenkasse nach, welche Programme Sie zur Vorbeugung von Burnout unterstützen und finden Sie die Technik, bei der Sie komplett abschalten können.
5. Burnout-Prävention durch weniger Stress bei der Arbeit
Sie hetzen von einem Termin zum anderen, nehmen keine Pause mehr wahr und vergessen sogar zu essen. Auf Dauer kann dieser Zustand nur zur totalen Erschöpfung führen.
Ihre Maßnahme: Strukturieren Sie Ihren Tag. Planen Sie bewusst Termine für Pausen, zum Bearbeiten Ihrer Mails oder für Kundinnen und Kunden ein. Sie müssen nicht jede kleine Pause mit Telefonaten oder unwichtigen To-dos füllen. Eventuell hilft es Ihnen auch, bewusst Ihre Arbeitszeit zu verkürzen oder betriebsintern die Stelle zu wechseln. Sprechen Sie mit Ihren Vorgesetzen und finden Sie gemeinsam einen Weg, gegen Ihre Überlastung vorzugehen.
6. Burnout vorbeugen durch Achtsamkeit für Ihren Körper
Ihr Körper sendet Ihnen permanent Signale zu seinem erdrückenden Zustand. Hören Sie darauf und gehen Sie achtsam damit um.
Ihre Maßnahmen: Verlangt Ihr Körper nach Schlaf, dann gönnen Sie sich ein Nickerchen. Achten Sie außerdem auf eine bewusste, ausgewogene Ernährung. Verzichten Sie auf die kleinen (ungesunden) Snacks zwischendurch und nehmen Sie sich stattdessen Zeit für eine richtige Mahlzeit. Frisch zubereitet und an einem anderen Ort als Ihren Arbeitsplatz eingenommen, freut sich nicht nur Ihr Gaumen, sondern Ihr gesamter Körper über die gesunde Auszeit.
7. Bringen Sie Ihren Körper in Bewegung
Der Tag war anstrengend und dann sollen Sie sich noch bewegen? Richtig. Denn wer den ganzen Tag sitzt, braucht einen Bewegungsausgleich.
Ihre Maßnahme: Machen Sie regelmäßige Bewegung zur Gewohnheit. Sie müssen keinen Leistungssport betreiben. Zwei bis dreimal die Woche 30 Minuten Bewegung reichen für den Anfang schon aus. Gehen Sie spazieren, fahren Sie Fahrrad oder nehmen Sie die Walking-Stöcke oder Federballschläger in die Hand und animieren Sie Freunde oder Bekannte zum Mitmachen. Langfristig zeigt sich: Ihr Kopf schaltet komplett ab und Ihr Energielevel steigt.
8. Burnout vermeiden durch soziale Kontakte
Wann haben Sie das letzte Mal eine entspannte Zeit mit Ihrem Partner, Ihrer Partnerin oder Ihren Freunden verbracht? Finden Sie darauf nur nach langem Überlegen eine Antwort, dann sollten Sie diese „Quality-Time“ dringend nachholen. Denn vor allem durch positive soziale Kontakte, Umarmungen oder entspannte gemeinsame Zeit stellt sich Ruhe ein und Sie können ein Burnout vermeiden.
Ihre Maßnahme: Planen Sie auch soziale Kontakte in Ihren Terminplan ein. Ein fester Abend oder der geblockte Samstagnachmittag hilft Ihnen, genügend Zeit mit Ihren Liebsten zu verbringen. Ebenso hilfreich sind Rituale wie gemeinsames Kochen, Spieleabende oder der regelmäßige Gang ins Lieblingsrestaurant. Tauschen Sie sich dabei darüber aus, was Sie beschäftigt, und vergessen Sie nicht den Spaß an der Sache.
9. Burnout vorbeugen durch Spaß und gute Laune
Ihre Gedanken drehen sich permanent um die Arbeit oder Dinge, die Sie am Feierabend erledigen müssen? Damit Ihre Zornesfalte nicht zu tief wird, entspannen Sie sich und suchen Sie bewusst nach Umgebungen, in denen Sie loslassen können und einfach nur Spaß haben.
Ihre Maßnahmen: Sie haben diese eine Freundin oder den einen Freund, die oder der Sie ganz einfach zum Lachen bringt und mit dem Sie ganz unbeschwert über belanglose Dinge quatschen können? Super. Dann treffen Sie sich regelmäßig mit dieser Person und lernen Sie die Leichtigkeit zu schätzen. Alternativ können Sie sich auch lustige Filme anschauen, zu einer Comedy-Show gehen oder Freunde einladen. Egal wie: Lachen baut Stress ab und stärkt gleichzeitig Ihr Immunsystem.
10. Seien Sie nicht ständig erreichbar
E-Mail, Telefon, Messenger oder Social-Media. Bei Ihnen ist immer alles aktiv und Sie sind rund um die Uhr mit privaten wie beruflichen Nachrichten konfrontiert? Ständige Erreichbarkeit und der Druck, direkt zu reagieren, hält Ihr Stresslevel auf einem dauerhaft hohen Niveau. Ihr Burnout-Risiko steigt.
Ihre Maßnahme: Bestimmen Sie, wann und wie Sie für wen erreichbar sind. Müssen alle beruflichen Nachrichten auf Ihrem privaten Telefon abrufbar sein? Ist es nötig, dass der PC 24/7 im Standby ist? Räumen Sie sich bewusst Zeiten ein, in denen Sie nicht auf Ihr Handy schauen, schalten Sie es nachts lautlos und nehmen Sie es möglichst nicht mit ins Schlafzimmer. Auch Ihren PC sollten Sie am Wochenende abschalten.
Die Burnout-Anzeichen sind da?
Sollten Sie trotz Burnout-Präventionsmaßnahmen einfach nicht zur Ruhe kommen, versuchen Sie herauszufinden, worin die Ursachen genau liegen. Gehen Sie zum Arzt, holen Sie sich professionelle Beratung und finden Sie eine geeignete Therapie, um Ihr Stresslevel zu reduzieren. Falls Sie die Ansprechperson für betriebliches Gesundheitsmanagement in Ihrer Firma kennen, können Sie hier ebenfalls Kontakt aufnehmen und nach Lösungen für Ihr gesundes Arbeiten suchen.
Wenn Sie feststellen, dass strukturelle oder organisatorische Faktoren dauerhaft zu Ihrer Belastung beitragen, kann auch ein Arbeitgeberwechsel eine sinnvolle Option sein. Gerne unterstützen wir Sie dabei, eine Position zu finden, die besser zu Ihren Bedürfnissen und Ihrer persönlichen Situation passt.
Burnout-Prävention im Unternehmen
Auch Unternehmen tragen eine wichtige Verantwortung, die mentale Gesundheit ihrer Mitarbeitenden zu fördern und Burnout vorzubeugen. Durch gezielte Maßnahmen können sie Belastungen reduzieren, die Zufriedenheit steigern und langfristig die Leistungsfähigkeit ihrer Teams sichern.
Bewährte Maßnahmen zur Burnout-Prävention im Unternehmen:
- Klare Arbeitsorganisation: Transparente Strukturen, realistische Zielsetzungen und eine faire Aufgabenverteilung helfen, Überlastung zu vermeiden.
- Mental Health First Aider: Geschulte Ansprechpersonen im Unternehmen bieten Mitarbeitenden eine erste Unterstützung bei psychischen Belastungen.
- Geschulte Führungskräfte: Sensibilisierte Führungskräfte erkennen frühzeitig Warnsignale und schaffen ein offenes, vertrauensvolles Arbeitsumfeld.
- Gesundheits- und Sportangebote: Betriebliche Angebote wie Sportkurse, Workshops oder Gesundheitsprogramme fördern die körperliche und mentale Balance.
- Informations- und Weiterbildungsangebote: Schulungen zu Themen wie Stressmanagement oder Resilienz stärken die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden.
“Bei Hays haben wir ein standortübergreifendes Netzwerk von Mental Health First Aidern aufgebaut, das Mitarbeitenden bei psychischen Herausforderungen jederzeit niedrigschwellige Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen bietet. Ergänzend dazu setzen wir ein umfassendes Employee Assistance Programme ein, das bei vielfältigen Themen unterstützt und das Wohlbefinden sowie die Vereinbarkeit von beruflichen und privaten Anforderungen stärkt. Darüber hinaus motivieren wir mit verschiedenen – teils dauerhaften, teils saisonalen – Angeboten dazu, aktiv in die eigene Gesundheit zu investieren. Auch auf struktureller Ebene setzen wir an, etwa durch die Förderung gesunder Führung.”
Anne Herbert
Expert Wellbeing bei Hays
Fazit
Burnout entwickelt sich meist schleichend – umso wichtiger ist es, frühzeitig gegenzusteuern. Wer eigene Belastungsgrenzen erkennt, bewusst Prioritäten setzt und regelmäßig für Ausgleich sorgt, kann das Risiko deutlich reduzieren. Gleichzeitig sind auch Unternehmen gefragt, gesunde Rahmenbedingungen für ihre Mitarbeitenden zu schaffen. Nur im Zusammenspiel aus individueller Achtsamkeit und struktureller Unterstützung lässt sich Burnout nachhaltig vorbeugen.
FAQ – Burnout und Prävention
Wie geht es weiter nach einem Burnout?
Nach einem Burnout steht die Erholung im Vordergrund. Ärztliche oder therapeutische Unterstützung hilft dabei, die Ursachen zu erkennen, Belastungen zu reduzieren und schrittweise neue, gesunde Routinen im Arbeits‑ und Privatleben aufzubauen.
Soll ich meinen Arbeitgeber über Burnout informieren?
Das kann sinnvoll sein, wenn arbeitsbedingte Faktoren zur Überlastung beitragen. Ein offenes Gespräch ermöglicht Anpassungen wie reduzierte Arbeitszeiten, klare Prioritäten oder Unterstützung durch betriebliches Gesundheitsmanagement.
Ist Burnout eine anerkannte Krankheit?
Burnout gilt nicht als eigenständige medizinische Diagnose, wird aber als ernstzunehmender Risikozustand betrachtet, der häufig mit stressbedingten psychischen oder körperlichen Erkrankungen einhergeht.
Wann sollte ich bei Burnout‑Anzeichen Hilfe suchen?
Wenn Erschöpfung, Leistungsabfall oder körperliche Beschwerden über Wochen anhalten und sich durch Pausen nicht bessern, ist es wichtig, frühzeitig ärztlichen oder therapeutischen Rat einzuholen.

