Kathrin Möckel
- Hays
- Glücksteinallee 67
- 68163 Mannheim
Fachkräfte-Index
Gesamtauswertung
Der Hays-Fachkräfte-Index beschreibt die aktuelle Nachfrage nach Spezialisten in den Bereichen Engineering, Finance, IT, Vertrieb und Marketing.
Überdurchschnittlich gut entwickelt sich die Nachfrage nach IT-Fachkräften, Finanzexperten, Einkäufern und Juristen. In diesen Berufsgruppen zeigt der Fachkräfteindex im ersten Quartal eine positive Tendenz. Besonders deutlich fällt die Erholung im IT-Bereich aus: Der Index stieg um 37 Prozentpunkte auf 96 Prozent. Getrieben wird diese Entwicklung vor allem durch den starken Zuwachs bei SAP-Entwicklern mit plus 118 Prozentpunkten, IT-Security-Spezialisten mit plus 108 Prozentpunkten sowie Datenbankentwicklern mit plus 78 Prozentpunkten. Auch bei IT-Architekten und IT-Beratern ist ein leichtes Nachfrageplus zu beobachten. Dies dürfte unter anderem mit der stärkeren Integration künstlicher Intelligenz in bestehende IT-Infrastrukturen zusammenhängen. Unternehmen benötigen dafür belastbare Systemarchitekturen, sichere Datenumgebungen und Schnittstellenkompetenz. „Unternehmen stellen wieder vermehrt ein, konzentrieren sich dabei aber klar auf strategisch kritische Profile wie IT-Security, IT-Architekten oder SAP-Spezialisten, so Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays.
Auch bei Finanzfachkräften zeigt der Fachkräfteindex im ersten Quartal wieder nach oben: Die Nachfrage stieg um 35 Prozentpunkte, bleibt jedoch weiterhin unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Besonders stark gefragt waren Finanzberater, deren Indexwert um 79 Prozentpunkte zulegte. Das deutet auf einen wachsenden Beratungs- und Projektbedarf in den Unternehmen hin. Zudem wurden Tax Manager deutlich häufiger gesucht; hier lag das Plus bei 70 Prozentpunkten. „Das selektive Einstellungsverhalten führen wir in erster Linie auf eine kurzfristig ausgerichtete Marktdynamik zurück“, sagt Erich Schwinghammer, Bereichsleiter Finance bei Hays.
Der deutliche Anstieg bei Einkaufspositionen zeigt, dass der Einkauf in der schwachen Wirtschaftslage weiter an strategischer Bedeutung gewinnt. Die Nachfrage stieg im ersten Quartal um 39 Prozentpunkte auf 81 Prozent. In einem verhaltenen Marktumfeld rücken Kostenkontrolle, Einsparpotenziale und bessere Vertragsbedingungen stärker in den Fokus. Einkäufer werden damit nicht nur operativ gebraucht, sondern zunehmend als relevante Partner des Managements. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung bei strategischen Einkäufern, deren Nachfrage gegenüber dem Vorquartal um 55 Prozentpunkte zulegte. Auch Lieferanten-Manager wurden deutlich häufiger gesucht; hier lag das Plus bei 54 Prozentpunkten. Auch bei Juristen zeigt der Fachkräfteindex nach oben: Die Gesamtnachfrage stieg um 23 Prozentpunkte auf 137 Prozent. Besonders gefragt sind erfahrene Senior-Juristen, deren Nachfrage um 94 Prozentpunkte zulegte. „Schlüsselpositionen mit Kompetenzen im Change-Management werden zunehmend strategischer besetzt,“ so Christof Kroczek, Principal Consultant Procurement.
Auch die Branchenauswertung zeigt mehrheitlich positive Signale. Mit 101 Prozentpunkten verzeichnet das Baugewerbe den größten Anstieg, und schaffte es auf einen Indexwert von 242 Prozent. Auch die öffentliche Verwaltung schreibt wieder vermehrt aus (+ 3 Prozentpunkte). Banken und Versicherungen (+ 39 Prozentpunkte), Unternehmensdienstleister (+ 37 Prozentpunkte) und Personaldienstleister (+ 33 Prozentpunkte) folgen. Die IT-Branche erreichte mit plus 16 Prozentpunkten einen Indexwert von 67 Prozent. Lediglich der Handel und das verarbeitende Gewerbe wuchsen unterdurchschnittlich.
Beim Blick auf die schwache Ausschreibungsdynamik sind erneut die Positionen im Bereich Human Resources betroffen. Zwar hat sich die Nachfrage nach HR-Fachkräften mit einem Anstieg um 19 Prozentpunkte auf 34 Prozent leicht erholt. Im Vergleich zu anderen Berufsgruppen zählt HR jedoch weiterhin zu den schwächeren Bereichen und liegt deutlich unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Auf der Ebene einzelner Positionen zeigen sich dennoch positive Entwicklungen. Den stärksten Zuwachs verzeichnen HR Business Partner mit einem Plus von 46 Prozentpunkten. Es folgen Personalberater mit einem Anstieg um 26 Prozentpunkte sowie Personalreferenten mit einem Plus von 19 Prozentpunkten bei den Stellenausschreibungen. Insgesamt deutet die Entwicklung auf eine vorsichtige Belebung hin, bleibt jedoch von einem nachhaltigen Nachfrageaufschwung noch deutlich entfernt. „HR Business Partner und Personalreferenten sind gefragt, weil sie operative Stabilität sichern und Veränderung mitgestalten müssen,“ weiß Sebastian Georg, Senior Abteilungsleiter HR.
Für das verarbeitende Gewerbe zeigt der Fachkräfteindex im ersten Quartal 2026 eine leicht veränderte Nachfragestruktur. Zwar ist der Index saisonbedingt um 10 Prozentpunkte auf minus 26 Prozent gestiegen, das Niveau bleibt jedoch weiterhin verhalten. Besonders anhand der Stellenprofile, die von diesem Zuwachs profitieren, wird deutlich, dass sich die Nachfrage zunehmend von konkreten Investitionsfeldern abhängt. Den stärksten Anstieg verzeichnen mit 42 Prozentpunkten die Planungsingenieure. Bauingenieure, Automatisierungs-, Betriebs-, und Elektroingenieure folgen mit jeweils 39, 32 und 21 Prozentpunkten.
Im Branchenvergleich zählt vor allem die Energiewirtschaft weiterhin zu den zentralen Treibern der Nachfrage nach Ingenieurberufen. Zwar sinkt der Index in diesem Segment um 32 Prozentpunkte auf 93 Prozent, dennoch zeigt sich, wie stark der Fachkräftebedarf von konkreten Infrastruktur- und Transformationsprojekten geprägt ist. Insbesondere technische Spezialprofile bleiben beim Netzausbau, den erneuerbaren Energien, Umspannwerken und Wasserstoff gefragt. „Energie- und Infrastrukturprojekte setzen klare Impulse für die Suche nach Elektroingenieurinnen und Elektroingenieuren – trotz schwacher Gesamtnachfrage. Im verarbeitenden Gewerbe entscheidet immer stärker die Investitionsagenda einzelner Unternehmen und Branchen über den Personalbedarf“, so René Gruner, verantwortlich für den Bereich Engineering bei Hays.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc (die "Gruppe") ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen und Personalbeschaffung, wie RPO und MSP. Die Gruppe ist der Experte für die Rekrutierung von qualifizierten, professionellen und qualifizierten Mitarbeitern weltweit und ist Marktführer in Großbritannien, Deutschland und Australien sowie einer der Marktführer in Kontinentaleuropa, Lateinamerika und Asien. Die Gruppe ist sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor tätig und bietet Festanstellungen, Vertragsrollen und befristete Einsätze an. Zum 30. Juni 2024 beschäftigte die Gruppe über 11.100 Mitarbeiter in 236 Niederlassungen in 33 Ländern. Für das Jahr bis zum 30. Juni 2024:
Die Nachfrage nach Fachkräften in Deutschland ist im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahresquartal mit einem Rückgang von 47 Prozentpunkten deutlich eingebrochen. Auch im Vergleich zum direkten Vorquartal setzt sich der Abwärtstrend fort: Die Zahl der Stellenausschreibungen sank nochmals um 12 Prozentpunkte auf nun 35 Prozent. Im Jahresvergleich zeigt sich die Entwicklung besonders deutlich: Gegenüber 2024 hat sich die Entwicklung der Stellenausschreibungen im Jahr 2025 pro Quartal nahezu halbiert. Damit bestätigt sich ein klarer konjunkturzyklischer Abschwung, ausgelöst durch anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit – insbesondere bei Personalinvestitionen und Neueinstellungen.
Abermals hat es den Bereich Human Resources am stärksten getroffen. Mit einem Minus von 23 Prozentpunkten auf 15 Prozent ist die Nachfrage nach Fach- und Führungskräften in diesem Berufsfeld besonders deutlich gesunken. Die Gesamtnachfrage nach HR-Positionen im vierten Quartal 2025 liegt damit rund 47 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Dieser Berufszweig reagiert besonders sensibel auf konjunkturelle Abschwünge, da er eng an Neueinstellungen, Personalentwicklung und der Veränderung von Organisationen insgesamt gekoppelt ist. Fahren Unternehmen ihre Rekrutierungsaktivitäten zurück und frieren ihre Personalplanung vorübergehend ein, sinkt auch der Bedarf an HR-Fachkräften.
Auf den einzelnen Positionen verzeichnen die HR-Business Partner mit einem Rückgang von minus 78 Prozentpunkten, wenn auch auf hohem Niveau, die stärkste negative Veränderung. Auch Personalberater werden nochmals weniger gesucht. Mit minus 32 Prozentpunkten zum Vorquartal nimmt die Nachfrage spürbar ab. Auf Platz drei folgen die HR-Manager mit minus 31 Prozentpunkten. „HR trifft die Krise am härtesten. Sobald Unternehmen Einstellungen stoppen und HR-Planstellen auf Eis legen, wird strategische HR-Arbeit automatisch zurückgefahren. Das hat gravierende Folgen für die Zukunftsfähigkeit der Organisationen“, sagt Florian Wagner, Lead Interim & HR-Projects.
Die Jobgesuche nach IT-Fachkräften sind im vierten Quartal 2025 zwar ebenfalls rückläufig (- 13 Prozentpunkte auf 59 Prozent), zeigen sich insgesamt jedoch robuster als die Berufsgruppen HR oder Engineering. Das verdeutlicht der Vorjahresvergleich. Im vierten Quartal 2025 liegt die IT-Nachfrage bei den absoluten Zahlen rund 18 Prozent unter dem Vorjahresquartal, womit dieser Rückgang geringer als der Gesamtmarkt ausfällt. Strukturell gesehen bleibt IT aufgrund von Digitalisierung, KI-Einführung und Automatisierung auch im Jahr 2025 einer der nachfragestärksten Fachkräftebereiche. Trotz des Nachfragerückgangs haben beispielsweise IT-Entwickler (-7 PP) oder IT-Architekten (-20 PP) nach wie vor eine hohe Relevanz in Unternehmen. „Unternehmen reduzieren zwar ihre Einstellungsvolumina, verzichten jedoch nicht auf kritische IT-Kompetenzen. Insbesondere in den Bereichen Softwareentwicklung, SAP, IT-Architektur, Automatisierung und KI/Data bleibt der Bedarf strukturell hoch. Digitale Transformation wird daher auch in konjunkturell angespannten Phasen nicht ausgesetzt, sondern nur selektiver und strategischer betrieben“, so Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays.
In den weiteren Berufsgruppen gibt es im vierten Quartal deutliche bis moderate Nachfragerückgänge. Im Bereich Procurement verliert der Index minus 16 Prozentpunkte und kommt auf einen Endwert von 41 Prozent. Ähnlich trüb entwickelt sich die Nachfrage nach Vertriebs- und Marketing-Fachkräften. Hier nimmt der Index nochmals um 15 Prozentpunkte ab und springt von 18 Prozent im dritten Quartal auf das geringe Niveau von drei Prozent zum Jahresende. Besonders sensibel auf die anhaltende konjunkturelle Abkühlung gestaltet sich die Nachfrage nach Ingenieursberufen. Zwar verzeichnet der Index mit minus sechs Prozentpunkten im vierten Quartal einen vergleichsweisen moderaten Rückgang, im Vergleich zum Vorjahresquartal fällt er allerdings um satte 28 Prozentpunkte ab. Der Rückgang ist vor allem auf die schwache Entwicklung in der Industrieproduktion, dem Maschinen- und Anlagebau sowie der Automobilwirtschaft zurückzuführen. Worauf auch die Einzelwerte in den am stärksten veränderten Positionen hindeuten. Elektronikingenieure werden weniger (-6 PP) ausgeschrieben, Entwicklungsingenieure Mechatronik (-7 PP) und Antriebstechnik (-7 PP) ebenso. „Der Index zeigt: Wenn industrielle Schlüsselbranchen wie Maschinenbau und Automobilwirtschaft weniger Entwicklungs- und Antriebskompetenz nachfragen, wird Investitionszurückhaltung unmittelbar spürbar“, konstatiert René Gruner, verantwortlich für den Bereich Engineering bei Hays.
Die Nachfrage nach Finanzfachkräften ist im gesamten Jahr 2025 deutlich unter das Niveau von 2024 gefallen. Im vierten Quartal 2025 liegt sie in absoluten Zahlen rund 26 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Das Quartalsminus beläuft sich bei den Finanzern auf minus 11 Prozentpunkte auf den Indexwert von 58 Prozent. Leichte Zuwächse (+5 PP) verzeichnen lediglich die Wirtschaftsprüfer sowie die Finanzanalysten. Vergleichsweise stabil bleibt die Nachfrage auch bei den Finanz- (-5 PP) und Bilanzbuchhaltern (-6 PP). „Dass Wirtschaftsprüfer und Finanzanalysten leicht zulegen, während klassische Finanzrollen stagnieren, unterstreicht, dass aktuell vor allem Transparenz, Kontrolle und belastbare Entscheidungsgrundlagen gefragt sind“, so Erich Schwinghammer, Bereichsleiter Finance bei Hays.
Auf einem ähnlichen Nachfrageniveau bewegen sich die Ausschreibungen im Bereich Life Science. Das vierte Quartal beläuft sich hier mit einem Minus von 11 Prozentpunkten auf einen Indexwert von 54 Prozent. Die Juristen verzeichnen den geringsten Rückgang. Der Index ist von 116 im dritten Quartal auf 113 im vierten Quartal nur gering gefallen. Anders als in vielen anderen Funktionsbereichen reagieren juristische Tätigkeiten weniger anfällig auf Konjunkturschwankungen. Der stabile Bedarf lässt sich mit einer Kombination aus regulatorischem Druck, strukturellem Beratungsbedarf und Unternehmenskrisen erklären.
Der Fachkräfte-Index für die Branchen zeigt, dass sich die Nachfrage im gesamten Jahr 2025 in nahezu allen Wirtschaftsbereichen weiter abgeschwächt hat. Besonders deutlich fällt der Rückgang in den industriellen und unternehmensnahen Dienstleistungsbranchen aus. Besonders der Handel (-60 PP), Bau (-41 PP) und Finanzdienstleistungen (-30 PP) verzeichnen gegenüber dem Vorjahr deutliche Nachfrageverluste. Bezogen auf das Nachfrageniveau bleiben das Baugebewerbe und die öffentliche Verwaltung vergleichsweise stabil.
„Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich, wie groß derzeit die Zurückhaltung bei Neueinstellungen ist. Unternehmen priorisieren kurzfristige Stabilität vor langfristigem Personalaufbau. Besonders deutlich wird dies im HR-Bereich, der als Frühindikator konjunktureller Entwicklungen fungiert. Gleichzeitig sehen wir, dass strukturell getriebene Bereiche wie IT trotz Rückgängen resilient bleiben. Das unterstreicht, dass Themen wie Digitalisierung, Automatisierung und KI auch in einem schwierigen Umfeld keine optionalen Investitionen sind, sondern zentrale Zukunftsfaktoren für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen“, resümiert Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA.
Die Nachfrage nach Fachkräften in Deutschland ist im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahresquartal mit einem Rückgang von 47 Prozentpunkten deutlich eingebrochen. Auch im Vergleich zum direkten Vorquartal setzt sich der Abwärtstrend fort: Die Zahl der Stellenausschreibungen sank nochmals um 12 Prozentpunkte auf nun 35 Prozent. Im Jahresvergleich zeigt sich die Entwicklung besonders deutlich: Gegenüber 2024 hat sich die Entwicklung der Stellenausschreibungen im Jahr 2025 pro Quartal nahezu halbiert. Damit bestätigt sich ein klarer konjunkturzyklischer Abschwung, ausgelöst durch anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit – insbesondere bei Personalinvestitionen und Neueinstellungen.
Abermals hat es den Bereich Human Resources am stärksten getroffen. Mit einem Minus von 23 Prozentpunkten auf 15 Prozent ist die Nachfrage nach Fach- und Führungskräften in diesem Berufsfeld besonders deutlich gesunken. Die Gesamtnachfrage nach HR-Positionen im vierten Quartal 2025 liegt damit rund 47 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Dieser Berufszweig reagiert besonders sensibel auf konjunkturelle Abschwünge, da er eng an Neueinstellungen, Personalentwicklung und der Veränderung von Organisationen insgesamt gekoppelt ist. Fahren Unternehmen ihre Rekrutierungsaktivitäten zurück und frieren ihre Personalplanung vorübergehend ein, sinkt auch der Bedarf an HR-Fachkräften.
Auf den einzelnen Positionen verzeichnen die HR-Business Partner mit einem Rückgang von minus 78 Prozentpunkten, wenn auch auf hohem Niveau, die stärkste negative Veränderung. Auch Personalberater werden nochmals weniger gesucht. Mit minus 32 Prozentpunkten zum Vorquartal nimmt die Nachfrage spürbar ab. Auf Platz drei folgen die HR-Manager mit minus 31 Prozentpunkten. „HR trifft die Krise am härtesten. Sobald Unternehmen Einstellungen stoppen und HR-Planstellen auf Eis legen, wird strategische HR-Arbeit automatisch zurückgefahren. Das hat gravierende Folgen für die Zukunftsfähigkeit der Organisationen“, sagt Florian Wagner, Lead Interim & HR-Projects.
Die Jobgesuche nach IT-Fachkräften sind im vierten Quartal 2025 zwar ebenfalls rückläufig (- 13 Prozentpunkte auf 59 Prozent), zeigen sich insgesamt jedoch robuster als die Berufsgruppen HR oder Engineering. Das verdeutlicht der Vorjahresvergleich. Im vierten Quartal 2025 liegt die IT-Nachfrage bei den absoluten Zahlen rund 18 Prozent unter dem Vorjahresquartal, womit dieser Rückgang geringer als der Gesamtmarkt ausfällt. Strukturell gesehen bleibt IT aufgrund von Digitalisierung, KI-Einführung und Automatisierung auch im Jahr 2025 einer der nachfragestärksten Fachkräftebereiche. Trotz des Nachfragerückgangs haben beispielsweise IT-Entwickler (-7 PP) oder IT-Architekten (-20 PP) nach wie vor eine hohe Relevanz in Unternehmen. „Unternehmen reduzieren zwar ihre Einstellungsvolumina, verzichten jedoch nicht auf kritische IT-Kompetenzen. Insbesondere in den Bereichen Softwareentwicklung, SAP, IT-Architektur, Automatisierung und KI/Data bleibt der Bedarf strukturell hoch. Digitale Transformation wird daher auch in konjunkturell angespannten Phasen nicht ausgesetzt, sondern nur selektiver und strategischer betrieben“, so Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays.
In den weiteren Berufsgruppen gibt es im vierten Quartal deutliche bis moderate Nachfragerückgänge. Im Bereich Procurement verliert der Index minus 16 Prozentpunkte und kommt auf einen Endwert von 41 Prozent. Ähnlich trüb entwickelt sich die Nachfrage nach Vertriebs- und Marketing-Fachkräften. Hier nimmt der Index nochmals um 15 Prozentpunkte ab und springt von 18 Prozent im dritten Quartal auf das geringe Niveau von drei Prozent zum Jahresende. Besonders sensibel auf die anhaltende konjunkturelle Abkühlung gestaltet sich die Nachfrage nach Ingenieursberufen. Zwar verzeichnet der Index mit minus sechs Prozentpunkten im vierten Quartal einen vergleichsweisen moderaten Rückgang, im Vergleich zum Vorjahresquartal fällt er allerdings um satte 28 Prozentpunkte ab. Der Rückgang ist vor allem auf die schwache Entwicklung in der Industrieproduktion, dem Maschinen- und Anlagebau sowie der Automobilwirtschaft zurückzuführen. Worauf auch die Einzelwerte in den am stärksten veränderten Positionen hindeuten. Elektronikingenieure werden weniger (-6 PP) ausgeschrieben, Entwicklungsingenieure Mechatronik (-7 PP) und Antriebstechnik (-7 PP) ebenso. „Der Index zeigt: Wenn industrielle Schlüsselbranchen wie Maschinenbau und Automobilwirtschaft weniger Entwicklungs- und Antriebskompetenz nachfragen, wird Investitionszurückhaltung unmittelbar spürbar“, konstatiert René Gruner, verantwortlich für den Bereich Engineering bei Hays.
Die Nachfrage nach Finanzfachkräften ist im gesamten Jahr 2025 deutlich unter das Niveau von 2024 gefallen. Im vierten Quartal 2025 liegt sie in absoluten Zahlen rund 26 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Das Quartalsminus beläuft sich bei den Finanzern auf minus 11 Prozentpunkte auf den Indexwert von 58 Prozent. Leichte Zuwächse (+5 PP) verzeichnen lediglich die Wirtschaftsprüfer sowie die Finanzanalysten. Vergleichsweise stabil bleibt die Nachfrage auch bei den Finanz- (-5 PP) und Bilanzbuchhaltern (-6 PP). „Dass Wirtschaftsprüfer und Finanzanalysten leicht zulegen, während klassische Finanzrollen stagnieren, unterstreicht, dass aktuell vor allem Transparenz, Kontrolle und belastbare Entscheidungsgrundlagen gefragt sind“, so Erich Schwinghammer, Bereichsleiter Finance bei Hays.
Auf einem ähnlichen Nachfrageniveau bewegen sich die Ausschreibungen im Bereich Life Science. Das vierte Quartal beläuft sich hier mit einem Minus von 11 Prozentpunkten auf einen Indexwert von 54 Prozent. Die Juristen verzeichnen den geringsten Rückgang. Der Index ist von 116 im dritten Quartal auf 113 im vierten Quartal nur gering gefallen. Anders als in vielen anderen Funktionsbereichen reagieren juristische Tätigkeiten weniger anfällig auf Konjunkturschwankungen. Der stabile Bedarf lässt sich mit einer Kombination aus regulatorischem Druck, strukturellem Beratungsbedarf und Unternehmenskrisen erklären.
Der Fachkräfte-Index für die Branchen zeigt, dass sich die Nachfrage im gesamten Jahr 2025 in nahezu allen Wirtschaftsbereichen weiter abgeschwächt hat. Besonders deutlich fällt der Rückgang in den industriellen und unternehmensnahen Dienstleistungsbranchen aus. Besonders der Handel (-60 PP), Bau (-41 PP) und Finanzdienstleistungen (-30 PP) verzeichnen gegenüber dem Vorjahr deutliche Nachfrageverluste. Bezogen auf das Nachfrageniveau bleiben das Baugebewerbe und die öffentliche Verwaltung vergleichsweise stabil.
„Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich, wie groß derzeit die Zurückhaltung bei Neueinstellungen ist. Unternehmen priorisieren kurzfristige Stabilität vor langfristigem Personalaufbau. Besonders deutlich wird dies im HR-Bereich, der als Frühindikator konjunktureller Entwicklungen fungiert. Gleichzeitig sehen wir, dass strukturell getriebene Bereiche wie IT trotz Rückgängen resilient bleiben. Das unterstreicht, dass Themen wie Digitalisierung, Automatisierung und KI auch in einem schwierigen Umfeld keine optionalen Investitionen sind, sondern zentrale Zukunftsfaktoren für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen“, resümiert Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA.
Wie bereits im vorherigen Quartal, ist die Nachfrage nach Fachkräften in Deutschland auch im dritten Quartal 2025 weiter zurückgegangen. Der Hays Fachkräfte-Index ist im Vergleich zum Vorquartal um rund 20 Prozentpunkte1 auf 47 Prozent gesunken und verzeichnet damit den niedrigsten Stand seit Ende 2020. Damit setzt sich die verhaltene Entwicklung bei den Stellenausschreibungen aus dem ersten Halbjahr fort und bestätigt: Viele Unternehmen bleiben angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten bei Neueinstellungen vorsichtig.
Mit einem Minus von 51 Prozentpunkten auf 38 Prozent ist die Nachfrage nach Fach- und Führungskräften im Bereich Human Resources besonders stark gesunken. Unternehmen berichten von intern besetzten Projekten und zurückhaltender Personalplanung. Den stärksten Rückgang gibt es mit einem Minus von 111 Prozentpunkten für die HR-Business Partner, gefolgt von den HR-Managern mit 68 Prozentpunkten sowie den Recruitern mit 58 Prozentpunkten. Der Blick auf das allgemeine Nachfrageniveau zeichnet ein differenziertes Bild. Mit einem Suchvolumen von 197 Prozent liegen die HR Business Partner deutlich über dem berufsgruppenübergreifenden Wert, während hingegen Employer Branding Manager (1 Prozent) deutlich darunter liegen. „Wenn HR-Abteilungen im Bewerbungsstapel ersticken, leidet am Ende vor allem eines: die Candidate Experience. Und das kann niemandem recht sein“, so Florian Wagner, Abteilungsleiter HR Interim & Projekte bei Hays.
Auch in den Supportfunktionen Sales & Marketing geht die Nachfrage spürbar zurück. Der Index verliert 41 Prozentpunkte und landet auf einem Wert von 18 Prozent. Und das, obwohl vertriebliche wie Vermarktungsaktivitäten gerade in der Krise essenziell sind. Im Finanzwesen büßt der Index um 29 Prozentpunkte ein. Am deutlichsten wird die zurückhaltende Suche bei den Positionen Finanzbuchhalter (- 49 Prozentpunkte) sowie bei der Suche nach Tax-Managern (- 44 Prozentpunkte), deren Nachfrage bereits im vergangenen Quartal stark abgenommen hatte. Auch im Bereich Procurement werden weiterhin weniger Fachkräfte gesucht. Zu einem Minus von 27 Prozentpunkten aus dem Vorquartal kommen nochmals 30 Prozentpunkte hinzu. Im Bereich Life Science fiel der Rückgang in der Nachfrage mit - 12 Prozentpunkten auf 65 Prozent etwas geringer aus.
Im Bereich IT weist der Index mit einem Minus von sieben Prozentpunkten einen vergleichsweise geringen Rückgang auf, zumal das Suchvolumen von 72 Prozent für IT-Stellen nach wie vor hoch ist. Mit einem Plus von 34 Prozentpunkten bzw. 19 Prozentpunkten sind SAP-Entwickler und Datenbankentwickler am stärksten nachgefragt. Trotz der allgemeinen Investitionszurückhaltung halten Unternehmen offenbar dennoch an ihren laufenden technischen Projekten fest. Die Stellenanzeigen für Ingenieure erfahren ebenfalls nur einen geringen Rückgang in der Nachfrage (- 6 Prozentpunkte), allerdings liegt das Niveau mit 15 Prozent deutlich unter dem indexweiten Durchschnitt. Am stabilsten bleibt der Fachkräfte-Index bei den Jobgesuchen für Juristen, hier gibt die Nachfrage mit einem Minus von zwei Prozentpunkten auf 116 Prozent nur leicht nach.
Der Blick auf die Branchen zeigt: Alle betrachteten Wirtschaftssektoren stellen weniger ein, jedoch gibt es deutliche Unterschiede im Suchvolumen. So liegen öffentliche Verwaltung und Baugewerbe, trotz Rückgang, mit Werten von 173 und 141 Prozent weit vor dem Gesamtindex von 47 Prozent. Unternehmensdienstleister verzeichneten im dritten Quartal einen Indexwert von 32 Prozent, ein Rückgang um 10 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal. Am wenigsten büßt der Index mit einem Minus von acht Prozentpunkten bei den IT-Unternehmen ein. Im Handel hingegen ist der Einbruch besonders ausgeprägt: Der Index fiel auf 26 Prozent, was einem Minus von 37 Prozentpunkten entspricht. Kostendruck, Kaufzurückhaltung und vorsichtige Personalplanungen belasten hier die Nachfrage deutlich. Besonders gravierend ist das geringe Suchvolumen im verarbeitenden Gewerbe. Hier fällt der Index um weitere 12 Prozentpunkte auf ein Nachfrageniveau von - 32 Prozent. Die anhaltend schwache Industriekonjunktur, Energiepreise und Unsicherheiten in globalen Lieferketten dämpfen weiterhin die Bereitschaft, neue Stellen zu schaffen
„Auch wenn wir nach wie vor eine Verringerung an Stellenausschreibungen sehen, bleibt der Fachkräftemangel für eine Reihe von Berufen bestehen. Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, wer vorausschauend handelt. Daher gilt: Wer jetzt in wichtige Fähigkeiten investiert, sichert sich morgen einen Vorsprung“, erläutert Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA.
Wie bereits im vorherigen Quartal, ist die Nachfrage nach Fachkräften in Deutschland auch im dritten Quartal 2025 weiter zurückgegangen. Der Hays Fachkräfte-Index ist im Vergleich zum Vorquartal um rund 20 Prozentpunkte1 auf 47 Prozent gesunken und verzeichnet damit den niedrigsten Stand seit Ende 2020. Damit setzt sich die verhaltene Entwicklung bei den Stellenausschreibungen aus dem ersten Halbjahr fort und bestätigt: Viele Unternehmen bleiben angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten bei Neueinstellungen vorsichtig.
Mit einem Minus von 51 Prozentpunkten auf 38 Prozent ist die Nachfrage nach Fach- und Führungskräften im Bereich Human Resources besonders stark gesunken. Unternehmen berichten von intern besetzten Projekten und zurückhaltender Personalplanung. Den stärksten Rückgang gibt es mit einem Minus von 111 Prozentpunkten für die HR-Business Partner, gefolgt von den HR-Managern mit 68 Prozentpunkten sowie den Recruitern mit 58 Prozentpunkten. Der Blick auf das allgemeine Nachfrageniveau zeichnet ein differenziertes Bild. Mit einem Suchvolumen von 197 Prozent liegen die HR Business Partner deutlich über dem berufsgruppenübergreifenden Wert, während hingegen Employer Branding Manager (1 Prozent) deutlich darunter liegen. „Wenn HR-Abteilungen im Bewerbungsstapel ersticken, leidet am Ende vor allem eines: die Candidate Experience. Und das kann niemandem recht sein“, so Florian Wagner, Abteilungsleiter HR Interim & Projekte bei Hays.
Auch in den Supportfunktionen Sales & Marketing geht die Nachfrage spürbar zurück. Der Index verliert 41 Prozentpunkte und landet auf einem Wert von 18 Prozent. Und das, obwohl vertriebliche wie Vermarktungsaktivitäten gerade in der Krise essenziell sind. Im Finanzwesen büßt der Index um 29 Prozentpunkte ein. Am deutlichsten wird die zurückhaltende Suche bei den Positionen Finanzbuchhalter (- 49 Prozentpunkte) sowie bei der Suche nach Tax-Managern (- 44 Prozentpunkte), deren Nachfrage bereits im vergangenen Quartal stark abgenommen hatte. Auch im Bereich Procurement werden weiterhin weniger Fachkräfte gesucht. Zu einem Minus von 27 Prozentpunkten aus dem Vorquartal kommen nochmals 30 Prozentpunkte hinzu. Im Bereich Life Science fiel der Rückgang in der Nachfrage mit - 12 Prozentpunkten auf 65 Prozent etwas geringer aus.
Im Bereich IT weist der Index mit einem Minus von sieben Prozentpunkten einen vergleichsweise geringen Rückgang auf, zumal das Suchvolumen von 72 Prozent für IT-Stellen nach wie vor hoch ist. Mit einem Plus von 34 Prozentpunkten bzw. 19 Prozentpunkten sind SAP-Entwickler und Datenbankentwickler am stärksten nachgefragt. Trotz der allgemeinen Investitionszurückhaltung halten Unternehmen offenbar dennoch an ihren laufenden technischen Projekten fest. Die Stellenanzeigen für Ingenieure erfahren ebenfalls nur einen geringen Rückgang in der Nachfrage (- 6 Prozentpunkte), allerdings liegt das Niveau mit 15 Prozent deutlich unter dem indexweiten Durchschnitt. Am stabilsten bleibt der Fachkräfte-Index bei den Jobgesuchen für Juristen, hier gibt die Nachfrage mit einem Minus von zwei Prozentpunkten auf 116 Prozent nur leicht nach.
Der Blick auf die Branchen zeigt: Alle betrachteten Wirtschaftssektoren stellen weniger ein, jedoch gibt es deutliche Unterschiede im Suchvolumen. So liegen öffentliche Verwaltung und Baugewerbe, trotz Rückgang, mit Werten von 173 und 141 Prozent weit vor dem Gesamtindex von 47 Prozent. Unternehmensdienstleister verzeichneten im dritten Quartal einen Indexwert von 32 Prozent, ein Rückgang um 10 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal. Am wenigsten büßt der Index mit einem Minus von acht Prozentpunkten bei den IT-Unternehmen ein. Im Handel hingegen ist der Einbruch besonders ausgeprägt: Der Index fiel auf 26 Prozent, was einem Minus von 37 Prozentpunkten entspricht. Kostendruck, Kaufzurückhaltung und vorsichtige Personalplanungen belasten hier die Nachfrage deutlich. Besonders gravierend ist das geringe Suchvolumen im verarbeitenden Gewerbe. Hier fällt der Index um weitere 12 Prozentpunkte auf ein Nachfrageniveau von - 32 Prozent. Die anhaltend schwache Industriekonjunktur, Energiepreise und Unsicherheiten in globalen Lieferketten dämpfen weiterhin die Bereitschaft, neue Stellen zu schaffen
„Auch wenn wir nach wie vor eine Verringerung an Stellenausschreibungen sehen, bleibt der Fachkräftemangel für eine Reihe von Berufen bestehen. Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, wer vorausschauend handelt. Daher gilt: Wer jetzt in wichtige Fähigkeiten investiert, sichert sich morgen einen Vorsprung“, erläutert Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA.
Führende deutsche Wirtschaftsinstitute haben im zweiten Quartal des Jahres die BIP-Prognose nach unten revidiert. Unternehmen reagieren auf diese unsichere Lage erneut mit Zurückhaltung bei Neueinstellungen. Der Hays Fachkräfte-Index bestätigt diese Entwicklung und weist sinkende Nachfragewerte aus. Die Gesamtnachfrage geht deutlich um 22 Prozentpunkte auf 65 Prozent1 im zweiten Quartal 2025 zurück.
Der Bedarf an HR-Fachkräften ist im aktuellen Quartal um 33 Prozentpunkte auf 89 Prozent gefallen und erreicht damit den niedrigsten Wert seit dem ersten Quartal 2021. Besonders betroffen von diesem Einbruch sind HR Manager mit einem Rückgang von 52 Prozentpunkten. Auch die Nachfrage nach Personalreferenten (- 33 Prozentpunkte) und Recruitern (- 31 Prozentpunkte) hat sich deutlich verringert. Ein anderes Bild zeigt sich jedoch im Bereich der Personalentwicklung: Hier ist der Rückgang mit 13 Prozentpunkten vergleichsweise moderat ausgefallen.
„Obwohl der demografische Wandel die defensive Einstellungspolitik insgesamt etwas ausbremst, gehen die Stellenangebote für Personalerinnen und Personaler aufgrund der Unsicherheiten auf dem Markt im zweiten Quartal deutlich zurück“, erklärt Florian Wagner, Abteilungsleiter HR Interim & Projekte bei Hays.
Im aktuellen Quartal hat sich die Einstellung von Ingenieurberufen moderat um 16 Prozentpunkte reduziert und liegt nun bei 21 Prozent. Besonders betroffen sind Planungs- und Automatisierungsingenieure, deren Bedarf um 31 bzw. 30 Prozentpunkte sank. Auch Projektingenieure verzeichnen mit einem Rückgang von 29 Prozentpunkten eine deutliche Abnahme der Nachfrage, direkt verursacht durch die Verzögerungen oder das Pausieren von Projekten. Ein differenziertes Bild zeigt sich bei den Entwicklungsingenieuren: Insgesamt verbleibt ihre Nachfrage mit einem Minus von 9 Prozentpunkten relativ stabil. Einen positiven Ausreißer stellt die Berufsgruppe der Entwicklungsingenieure Elektrik mit einem Zuwachs von 16 Prozentpunkten dar.
"Die rückläufige Nachfrage nach Planungs- und Projektingenieuren ist ein klares Zeichen für die derzeitige Investitionszurückhaltung – gleichzeitig steigt der Bedarf an Entwicklungsingenieuren mit Fokus auf Elektrik. Das zeigt, wie die fortschreitende Elektrifizierung und Digitalisierung die Anforderungen an Ingenieurprofile neu definieren und wie zukunftsrelevante Kompetenzen an Bedeutung gewinnen", so René Gruner, Bereichsleiter Digital Technology & Engineering bei Hays.
Unternehmen zeigen einen durchschnittlichen Rückgang beim Bedarf an Finanz-Fachkräften um 23 Prozentpunkte auf ein weiterhin hohes Niveau von 98 Prozent. Eine besondere Entwicklung gibt es bei den Tax Managern, deren Nachfrage nach einem Anstieg im Vorquartal nun signifikant um 70 Prozentpunkte einbricht. Der deutliche Rückgang an Stellengesuchen zeigt sich auch bei den Controllern, deren Bedarf um 28 Prozentpunkte sinkt. Im Gegensatz dazu bleiben Finanzberater weiterhin gefragt, mit einem geringen Rückgang von lediglich einem Prozentpunkt. „Verzögerte Umsetzung politischer Maßnahmen bremst aktuell die Nachfrage nach spezifischen Rollen wie Tax Managern aus. Gleichzeitig sind in unsicheren Zeiten vor allem strategische Positionen im Accounting für Unternehmen unverzichtbar“, ordnet Erich Schwinghammer, Bereichsleiter Finance & HR bei Hays, die aktuellen Entwicklungen ein.
Der IT-Sektor verzeichnet aktuell ebenfalls einen durchschnittlichen Nachfragerückgang von 22 Prozentpunkten auf 79 Prozent. Eine besonders auffällige Entwicklung betrifft die IT-Security Spezialisten: Nachdem diese Berufsgruppe in den Vorquartalen eine stabile Nachfrageentwicklung zeigte, verzeichnet die Nachfrage nun ein deutliches Minus von 91 Prozentpunkten. Auch die IT-Berater sind mit einem Minus von 26 Prozentpunkten signifikant betroffen. Demgegenüber steht ein moderaterer Rückgang bei den IT-Entwicklern insgesamt, deren Nachfrage um 18 Prozentpunkte zurückgeht. Eine positive Ausnahme bilden hier die .NET-Entwickler, die einen Zuwachs von 7 Prozentpunkten verzeichnen.
Auch im Bereich Einkauf ist die Nachfrage mit einem Minus von 27 Prozentpunkten auf 87 Prozent rückläufig. Dieser Trend spiegelt eine vorsichtigere Beschaffungsstrategie der Unternehmen wider, die ihre Ausgaben angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage und Unsicherheiten genau überprüfen. Besonders betroffen von dieser Entwicklung sind Lieferantenmanager, deren Bedarf um 32 Prozentpunkte sinkt. Auch die Nachfrage nach strategischen Einkäufern und Category Managern geht mit einem Minus von jeweils 28 Prozentpunkten deutlich zurück.
Die Bereiche Legal und Life Sciences verzeichnen im aktuellen Quartal den stärksten Rückgang unter allen analysierten Berufsgruppen. So sinkt die Nachfrage in Legal um 38 Prozentpunkte auf 118 Prozent und im Bereich Life Science um 35 Prozentpunkte auf ein Niveau von 77 Prozent. Besonders drastisch zeigt sich der Einbruch bei Contract Managern, deren Bedarf um 89 Prozentpunkte fällt. Auch für Data Scientists (- 92 Prozentpunkte) und Chemiker (- 59 Prozentpunkte) ist die Nachfrage erheblich gesunken. Gleichzeitig gibt es jedoch eine gegenläufige Entwicklung: Die Nachfrage nach Senior Juristen steigt deutlich um 27 Prozentpunkte an.
Die Gesamtnachfrage im Bereich Sales & Marketing sinkt um 19 Prozentpunkte auf 54 Prozent. Ein klarer Fokus auf digitale Reichweitensteigerung prägt das Bild: So steigt die Nachfrage nach Social Media Managern deutlich um 88 Prozentpunkte. Auch Online Marketing Manager bleiben mit einem Minus von nur 12 Prozentpunkten relativ stabil. PR-Manager hingegen werden mit einem Rückgang von 33 Prozentpunkten weniger gesucht. Diese Entwicklung unterstreicht die zunehmende Bedeutung digitaler Kanäle. Die Nachfrage nach Vertriebsmitarbeitern verzeichnete einen Verlust von 18 Prozentpunkten.
Die Fachkräftenachfrage zeigt sich branchenübergreifend rückläufig. Besonders stark betroffen sind dabei Personaldienstleister, die einen Rückgang von 29 Prozentpunkten verzeichnen. Auch in der öffentlichen Verwaltung sinkt die Nachfrage erheblich um 24 Prozentpunkte, gefolgt vom Baugewerbe mit einem Minus von 23 Prozentpunkten. Im Vergleich dazu fällt der Rückgang im verarbeitenden Gewerbe deutlich moderater aus, wo die Nachfrage lediglich um 9 Prozentpunkte abnimmt.
„Nach einem von Unsicherheiten geprägten zweiten Quartal, in dem die Unternehmen bei Neueinstellungen zurückhaltend agierten, blicken wir nun mit vorsichtigem Optimismus auf die zweite Jahreshälfte. Die jüngst beschlossene Zollpolitik schafft die dringend benötigte Planbarkeit und Sicherheit, die für eine Erholung des Arbeitsmarktes entscheidend ist. Das schafft Rahmenbedingungen, unter denen sich die Fachkräftenachfrage im dritten Quartal und darüber hinaus stabilisieren kann“, so Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA.
Führende deutsche Wirtschaftsinstitute haben im zweiten Quartal des Jahres die BIP-Prognose nach unten revidiert. Unternehmen reagieren auf diese unsichere Lage erneut mit Zurückhaltung bei Neueinstellungen. Der Hays Fachkräfte-Index bestätigt diese Entwicklung und weist sinkende Nachfragewerte aus. Die Gesamtnachfrage geht deutlich um 22 Prozentpunkte auf 65 Prozent1 im zweiten Quartal 2025 zurück.
Der Bedarf an HR-Fachkräften ist im aktuellen Quartal um 33 Prozentpunkte auf 89 Prozent gefallen und erreicht damit den niedrigsten Wert seit dem ersten Quartal 2021. Besonders betroffen von diesem Einbruch sind HR Manager mit einem Rückgang von 52 Prozentpunkten. Auch die Nachfrage nach Personalreferenten (- 33 Prozentpunkte) und Recruitern (- 31 Prozentpunkte) hat sich deutlich verringert. Ein anderes Bild zeigt sich jedoch im Bereich der Personalentwicklung: Hier ist der Rückgang mit 13 Prozentpunkten vergleichsweise moderat ausgefallen.
„Obwohl der demografische Wandel die defensive Einstellungspolitik insgesamt etwas ausbremst, gehen die Stellenangebote für Personalerinnen und Personaler aufgrund der Unsicherheiten auf dem Markt im zweiten Quartal deutlich zurück“, erklärt Florian Wagner, Abteilungsleiter HR Interim & Projekte bei Hays.
Im aktuellen Quartal hat sich die Einstellung von Ingenieurberufen moderat um 16 Prozentpunkte reduziert und liegt nun bei 21 Prozent. Besonders betroffen sind Planungs- und Automatisierungsingenieure, deren Bedarf um 31 bzw. 30 Prozentpunkte sank. Auch Projektingenieure verzeichnen mit einem Rückgang von 29 Prozentpunkten eine deutliche Abnahme der Nachfrage, direkt verursacht durch die Verzögerungen oder das Pausieren von Projekten. Ein differenziertes Bild zeigt sich bei den Entwicklungsingenieuren: Insgesamt verbleibt ihre Nachfrage mit einem Minus von 9 Prozentpunkten relativ stabil. Einen positiven Ausreißer stellt die Berufsgruppe der Entwicklungsingenieure Elektrik mit einem Zuwachs von 16 Prozentpunkten dar.
"Die rückläufige Nachfrage nach Planungs- und Projektingenieuren ist ein klares Zeichen für die derzeitige Investitionszurückhaltung – gleichzeitig steigt der Bedarf an Entwicklungsingenieuren mit Fokus auf Elektrik. Das zeigt, wie die fortschreitende Elektrifizierung und Digitalisierung die Anforderungen an Ingenieurprofile neu definieren und wie zukunftsrelevante Kompetenzen an Bedeutung gewinnen", so René Gruner, Bereichsleiter Digital Technology & Engineering bei Hays.
Unternehmen zeigen einen durchschnittlichen Rückgang beim Bedarf an Finanz-Fachkräften um 23 Prozentpunkte auf ein weiterhin hohes Niveau von 98 Prozent. Eine besondere Entwicklung gibt es bei den Tax Managern, deren Nachfrage nach einem Anstieg im Vorquartal nun signifikant um 70 Prozentpunkte einbricht. Der deutliche Rückgang an Stellengesuchen zeigt sich auch bei den Controllern, deren Bedarf um 28 Prozentpunkte sinkt. Im Gegensatz dazu bleiben Finanzberater weiterhin gefragt, mit einem geringen Rückgang von lediglich einem Prozentpunkt. „Verzögerte Umsetzung politischer Maßnahmen bremst aktuell die Nachfrage nach spezifischen Rollen wie Tax Managern aus. Gleichzeitig sind in unsicheren Zeiten vor allem strategische Positionen im Accounting für Unternehmen unverzichtbar“, ordnet Erich Schwinghammer, Bereichsleiter Finance & HR bei Hays, die aktuellen Entwicklungen ein.
Der IT-Sektor verzeichnet aktuell ebenfalls einen durchschnittlichen Nachfragerückgang von 22 Prozentpunkten auf 79 Prozent. Eine besonders auffällige Entwicklung betrifft die IT-Security Spezialisten: Nachdem diese Berufsgruppe in den Vorquartalen eine stabile Nachfrageentwicklung zeigte, verzeichnet die Nachfrage nun ein deutliches Minus von 91 Prozentpunkten. Auch die IT-Berater sind mit einem Minus von 26 Prozentpunkten signifikant betroffen. Demgegenüber steht ein moderaterer Rückgang bei den IT-Entwicklern insgesamt, deren Nachfrage um 18 Prozentpunkte zurückgeht. Eine positive Ausnahme bilden hier die .NET-Entwickler, die einen Zuwachs von 7 Prozentpunkten verzeichnen.
Auch im Bereich Einkauf ist die Nachfrage mit einem Minus von 27 Prozentpunkten auf 87 Prozent rückläufig. Dieser Trend spiegelt eine vorsichtigere Beschaffungsstrategie der Unternehmen wider, die ihre Ausgaben angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage und Unsicherheiten genau überprüfen. Besonders betroffen von dieser Entwicklung sind Lieferantenmanager, deren Bedarf um 32 Prozentpunkte sinkt. Auch die Nachfrage nach strategischen Einkäufern und Category Managern geht mit einem Minus von jeweils 28 Prozentpunkten deutlich zurück.
Die Bereiche Legal und Life Sciences verzeichnen im aktuellen Quartal den stärksten Rückgang unter allen analysierten Berufsgruppen. So sinkt die Nachfrage in Legal um 38 Prozentpunkte auf 118 Prozent und im Bereich Life Science um 35 Prozentpunkte auf ein Niveau von 77 Prozent. Besonders drastisch zeigt sich der Einbruch bei Contract Managern, deren Bedarf um 89 Prozentpunkte fällt. Auch für Data Scientists (- 92 Prozentpunkte) und Chemiker (- 59 Prozentpunkte) ist die Nachfrage erheblich gesunken. Gleichzeitig gibt es jedoch eine gegenläufige Entwicklung: Die Nachfrage nach Senior Juristen steigt deutlich um 27 Prozentpunkte an.
Die Gesamtnachfrage im Bereich Sales & Marketing sinkt um 19 Prozentpunkte auf 54 Prozent. Ein klarer Fokus auf digitale Reichweitensteigerung prägt das Bild: So steigt die Nachfrage nach Social Media Managern deutlich um 88 Prozentpunkte. Auch Online Marketing Manager bleiben mit einem Minus von nur 12 Prozentpunkten relativ stabil. PR-Manager hingegen werden mit einem Rückgang von 33 Prozentpunkten weniger gesucht. Diese Entwicklung unterstreicht die zunehmende Bedeutung digitaler Kanäle. Die Nachfrage nach Vertriebsmitarbeitern verzeichnete einen Verlust von 18 Prozentpunkten.
Die Fachkräftenachfrage zeigt sich branchenübergreifend rückläufig. Besonders stark betroffen sind dabei Personaldienstleister, die einen Rückgang von 29 Prozentpunkten verzeichnen. Auch in der öffentlichen Verwaltung sinkt die Nachfrage erheblich um 24 Prozentpunkte, gefolgt vom Baugewerbe mit einem Minus von 23 Prozentpunkten. Im Vergleich dazu fällt der Rückgang im verarbeitenden Gewerbe deutlich moderater aus, wo die Nachfrage lediglich um 9 Prozentpunkte abnimmt.
„Nach einem von Unsicherheiten geprägten zweiten Quartal, in dem die Unternehmen bei Neueinstellungen zurückhaltend agierten, blicken wir nun mit vorsichtigem Optimismus auf die zweite Jahreshälfte. Die jüngst beschlossene Zollpolitik schafft die dringend benötigte Planbarkeit und Sicherheit, die für eine Erholung des Arbeitsmarktes entscheidend ist. Das schafft Rahmenbedingungen, unter denen sich die Fachkräftenachfrage im dritten Quartal und darüber hinaus stabilisieren kann“, so Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA.
Laut Analyse-Instituten hat sich die Stimmung in deutschen Unternehmen im ersten Quartal 2025 leicht aufgehellt – ein Trend, der sich auch in der gestiegenen Einstellungsmotivation der Unternehmen widerspiegelt. So verzeichnet der Fachkräfte-Index von Hays nach dem Rückgang im Vorquartal wieder einen Anstieg und kletterte zwischen Januar und März um 7 Prozentpunkte auf 87 Prozent.
Im ersten Jahresviertel 2025 zeigt sich eine leicht steigende Tendenz: Unternehmen schreiben verstärkt Positionen aus, die angesichts globaler Unsicherheiten strategisch entscheidend für eine stabile und vorausschauende Unternehmensführung sind. Den stärksten Zuwachs verzeichnet dementsprechend der Bereich Procurement – hier steigt der Indexwert um 22 Prozentpunkte auf 114 Prozent. Es folgen Fachkräfte aus Life Sciences mit einem Plus von 14 Prozentpunkten auf 112 Prozent sowie Juristen mit einem Anstieg von 12 Prozentpunkten auf 156 Prozent.
Im Detail bedeutet das: Die Nachfrage nach operativen Fachkräften im Einkauf stieg um 60 Prozentpunkte, die nach strategischen Einkäufern um 31 Prozentpunkte. Auch das Interesse an Lieferantenmanagern legte deutlich zu. In wirtschaftlich angespannten Zeiten kommt dem Einkaufsmanagement eine zentrale Rolle für das Liquiditäts- und Cashflow-Management zu. Erfahrung und spezialisiertes Know-how in Lieferantenaussteuerung und Konditionsverhandlungen sind gefragt – ebenso wie im Vertragsmanagement. Entsprechend stark steigt auch der Bedarf an Unternehmensjuristen und Contract-Managern, letztere mit einem Plus von 57 Prozentpunkten. Ebenso werden juristische Fachkräfte für Datenschutz (+ 44 PP) und Compliance (+ 33 PP) zunehmend stark gesucht. Im Bereich Life Sciences wurden vor allem die Qualitätsmanager nachgefragt (+ 43 PP), was für den gesteigerten Fokus auf strategisch wichtige Posten spricht.
Ein Blick auf die IT-Positionen verdeutlicht, wie stark Unternehmen derzeit auf die technische Integration Künstlicher Intelligenz setzen. Besonders stark nachgefragt wird der Datenbankentwickler – der Indexwert steigt hier um 115 Prozentpunkte. Hintergrund: Der effektive Einsatz von KI erfordert eine strukturierte und belastbare Datenbasis, die laut aktuellen Studien in vielen Unternehmen noch nicht ausreichend vorhanden ist. Auch klassische IT-Berater verzeichnen ein deutliches Plus von 26 Prozentpunkten. Ihre strategische Rolle bei der Einführung und Umsetzung technologischer Innovationen dürfte diesen Anstieg unter anderem erklären.
Angesichts weltpolitischer Spannungen und drohender Handelskonflikte ist es für Unternehmen wichtig mit Experten zusammenzuarbeiten, die sich im Dickicht der globalen Steuerregeln auskennen und Risiken für die eigene Geschäftstätigkeit bewerten und abwenden können. Dieser Fokus zeigt sich an den gestiegenen Ausschreibungen für Tax-Manager (+ 25 PP) und Compliance-Manager (+ 16 PP).
Zwar bleibt die Nachfrage nach Personalern im ersten Quartal weitgehend auf dem Niveau des Vorquartals (+ 1 PP von 121 auf 122 P). Dennoch zeigt sich beim Blick in die gesuchten Positionen, dass Unternehmen sich zunehmend auf das Wachstum von innen konzentrieren und die Personalentwicklung bzw. das Talentmanagement (+ 12 PP) stärker gewichten als bisher. Anstatt neue Positionen auszuschreiben, konzentrieren sie sich offenbar auf die interne Weiterqualifizierung ihrer Belegschaft und stocken ihre Learning & Development Units auf.
Während die Anzahl der Stellengesuche nach Ingenieuren positionsübergreifend auf dem gleichen Niveau bleibt (37 P), gab es bei einzelnen Positionen ein Nachfrageplus. Am stärksten war die Nachfrage nach Bauingenieuren mit plus 29 Prozentpunkten, gefolgt von den Versuchsingenieuren mit immerhin plus 14 Prozentpunkten. Ersteres ist klar durch den alljährlichen Frühjahrsboom in der Baubranche zu begründen.
„Die aktuell steigenden Ergebnisse des Fachkräfte-Index zeigen, dass die Wirtschaft wieder Mut fasst und nach vorne blickt. Vor dem Hintergrund der globalen Herausforderungen durch geopolitische Instabilität und technologische Transformationen stehen langfristig ausgerichtete Kompetenzen im Vordergrund. Das zeigt, dass die Unternehmen in der Krise klug agieren und sich strategisch neu aufstellen“, so Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA.
Laut Analyse-Instituten hat sich die Stimmung in deutschen Unternehmen im ersten Quartal 2025 leicht aufgehellt – ein Trend, der sich auch in der gestiegenen Einstellungsmotivation der Unternehmen widerspiegelt. So verzeichnet der Fachkräfte-Index von Hays nach dem Rückgang im Vorquartal wieder einen Anstieg und kletterte zwischen Januar und März um 7 Prozentpunkte auf 87 Prozent.
Im ersten Jahresviertel 2025 zeigt sich eine leicht steigende Tendenz: Unternehmen schreiben verstärkt Positionen aus, die angesichts globaler Unsicherheiten strategisch entscheidend für eine stabile und vorausschauende Unternehmensführung sind. Den stärksten Zuwachs verzeichnet dementsprechend der Bereich Procurement – hier steigt der Indexwert um 22 Prozentpunkte auf 114 Prozent. Es folgen Fachkräfte aus Life Sciences mit einem Plus von 14 Prozentpunkten auf 112 Prozent sowie Juristen mit einem Anstieg von 12 Prozentpunkten auf 156 Prozent.
Im Detail bedeutet das: Die Nachfrage nach operativen Fachkräften im Einkauf stieg um 60 Prozentpunkte, die nach strategischen Einkäufern um 31 Prozentpunkte. Auch das Interesse an Lieferantenmanagern legte deutlich zu. In wirtschaftlich angespannten Zeiten kommt dem Einkaufsmanagement eine zentrale Rolle für das Liquiditäts- und Cashflow-Management zu. Erfahrung und spezialisiertes Know-how in Lieferantenaussteuerung und Konditionsverhandlungen sind gefragt – ebenso wie im Vertragsmanagement. Entsprechend stark steigt auch der Bedarf an Unternehmensjuristen und Contract-Managern, letztere mit einem Plus von 57 Prozentpunkten. Ebenso werden juristische Fachkräfte für Datenschutz (+ 44 PP) und Compliance (+ 33 PP) zunehmend stark gesucht. Im Bereich Life Sciences wurden vor allem die Qualitätsmanager nachgefragt (+ 43 PP), was für den gesteigerten Fokus auf strategisch wichtige Posten spricht.
Ein Blick auf die IT-Positionen verdeutlicht, wie stark Unternehmen derzeit auf die technische Integration Künstlicher Intelligenz setzen. Besonders stark nachgefragt wird der Datenbankentwickler – der Indexwert steigt hier um 115 Prozentpunkte. Hintergrund: Der effektive Einsatz von KI erfordert eine strukturierte und belastbare Datenbasis, die laut aktuellen Studien in vielen Unternehmen noch nicht ausreichend vorhanden ist. Auch klassische IT-Berater verzeichnen ein deutliches Plus von 26 Prozentpunkten. Ihre strategische Rolle bei der Einführung und Umsetzung technologischer Innovationen dürfte diesen Anstieg unter anderem erklären.
Angesichts weltpolitischer Spannungen und drohender Handelskonflikte ist es für Unternehmen wichtig mit Experten zusammenzuarbeiten, die sich im Dickicht der globalen Steuerregeln auskennen und Risiken für die eigene Geschäftstätigkeit bewerten und abwenden können. Dieser Fokus zeigt sich an den gestiegenen Ausschreibungen für Tax-Manager (+ 25 PP) und Compliance-Manager (+ 16 PP).
Zwar bleibt die Nachfrage nach Personalern im ersten Quartal weitgehend auf dem Niveau des Vorquartals (+ 1 PP von 121 auf 122 P). Dennoch zeigt sich beim Blick in die gesuchten Positionen, dass Unternehmen sich zunehmend auf das Wachstum von innen konzentrieren und die Personalentwicklung bzw. das Talentmanagement (+ 12 PP) stärker gewichten als bisher. Anstatt neue Positionen auszuschreiben, konzentrieren sie sich offenbar auf die interne Weiterqualifizierung ihrer Belegschaft und stocken ihre Learning & Development Units auf.
Während die Anzahl der Stellengesuche nach Ingenieuren positionsübergreifend auf dem gleichen Niveau bleibt (37 P), gab es bei einzelnen Positionen ein Nachfrageplus. Am stärksten war die Nachfrage nach Bauingenieuren mit plus 29 Prozentpunkten, gefolgt von den Versuchsingenieuren mit immerhin plus 14 Prozentpunkten. Ersteres ist klar durch den alljährlichen Frühjahrsboom in der Baubranche zu begründen.
„Die aktuell steigenden Ergebnisse des Fachkräfte-Index zeigen, dass die Wirtschaft wieder Mut fasst und nach vorne blickt. Vor dem Hintergrund der globalen Herausforderungen durch geopolitische Instabilität und technologische Transformationen stehen langfristig ausgerichtete Kompetenzen im Vordergrund. Das zeigt, dass die Unternehmen in der Krise klug agieren und sich strategisch neu aufstellen“, so Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA.
Die deutsche Wirtschaft bleibt auch im vierten Quartal 2024 angespannt. Das lässt sich branchenübergreifend an einer weiterhin sinkenden Fachkräftenachfrage ablesen. Nachdem die Unternehmen schon im dritten Quartal 2024 über alle Bereiche hinweg weniger Stellen ausgeschrieben hatten, setzt sich dieser Abwärtstrend weiter fort. Der Hays Fachkräfte-Index verzeichnet im vierten Quartal 2024 einen signifikanten Rückgang von 22 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorquartal und liegt nun bei 80 Prozent. Dieses Ergebnis ist der niedrigste Wert seit dem zweiten Quartal 2021. Der Indexwert fällt damit zum ersten Mal seit drei Jahren unter die 100-Prozent-Marke, bleibt jedoch weiterhin auf einem hohen Nachfrageniveau. Die wirtschaftliche Stagnation beeinflusst die Nachfrageentwicklung der verschiedenen Berufsgruppen unterschiedlich stark, wie der Hays Fachkräfte-Index im vierten Quartal zeigt.
Im letzten Jahresviertel 2024 verzeichnet der Index den positionsübergreifend geringsten Nachfragerückgang in den Bereichen IT und Life Science. Bei den IT-Fachkräften sinkt die Zahl der Stellenausschreibungen insgesamt um 18 Prozentpunkte auf 93 Prozent. Damit bleibt das Suchvolumen der größten Berufsgruppe der Branche weiterhin unter der Marke von 100.000 und liegt bei etwa 82.000 ausgeschriebenen Stellen. Mit Blick auf die Stellen zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild: Während die Nachfrage nach IT-Entwicklern um 17 Prozentpunkte auf 71 Prozent zurückgeht und auch bei IT-Beratern (- 21 PP) sowie Softwareentwicklern (- 12 PP) ein Rückgang erkennbar ist, gibt es eine Berufsgruppe, deren Nachfrage weiterhin steigt: Die Suche nach IT-Security-Experten setzt ihren Aufwärtstrend fort und verzeichnet einen Zuwachs von 22 Prozentpunkten. Damit erreicht die Nachfrage ein beeindruckendes Niveau von 556 Prozent. "Neue EU-Richtlinien zwingen Unternehmen zu schnellen Maßnahmen in der Cybersicherheit, doch es fehlt an Fachkräften. Untätigkeit birgt hohe Geldbußen, die mögliche Personalkosteneinsparungen deutlich übersteigen“, warnt Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays.
Die Nachfrage nach Personalern verzeichnet erneut positionsübergreifend den stärksten Rückgang. Im letzten Quartal sinkt das Suchvolumen um 38 Prozentpunkte auf 121 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahresquartal verliert der Index in dieser Berufsgruppe sogar 88 Prozentpunkte. Dieser Einbruch zeigt sich auch deutlich bei den einzelnen Positionen: Recruiter verzeichnen mit einem Minus von 55 Prozentpunkten auf 146 Prozent einen deutlichen Rückgang. Auch die Nachfrage nach Personalreferenten (- 32 PP auf 65 P) und HR Business Partnern (-21 PP auf 349 P) ist spürbar gesunken.
Das vierte Quartal 2024 markiert auch für die Berufsgruppe der Ingenieure eine erneute Zäsur. Nachdem die Nachfrage im dritten Quartal des Jahres bereits um 14 Prozentpunkte gesunken war, hat die Zahl der Stellengesuche nach Ingenieuren nun um insgesamt 28 Prozentpunkte auf das Niveau von 34 Prozent abgenommen. Besonders stark betroffen sind nach wie vor die Bauingenieure. Hier geht das Suchvolumen in Q4 um 40 Prozentpunkte zurück (auf 125 Prozent). Auch die Nachfrage nach Elektro- und Entwicklungsingenieuren sinkt im vierten Quartal deutlich. Die Elektroingenieure verlieren 29 Prozentpunkte, während der Bedarf an Entwicklungsingenieuren um nur 14 Prozentpunkte abnimmt.
Nach einer vergleichsweise stabilen Entwicklung im dritten Quartal entspannt sich der Arbeitsmarkt für Finanz-Fachkräfte zum Jahresende spürbar. Die Zahl der ausgeschriebenen Stellen sinkt um 24 Prozentpunkte auf 115 Prozent. Besonders betroffen sind die großen Berufsgruppen Buchhalter und Controller, die Rückgänge von 30 bzw. 24 Prozentpunkten verzeichnen. Den stärksten Einbruch in der Branche erleben die Finanzbuchhalter mit einem Minus von 39 Prozentpunkten auf 135 Prozent. Im Gegensatz dazu zeigt sich bei Finanzanalysten ein Anstieg der Nachfrage um 11 Prozentpunkte auf 98 Prozent.
Der Bereich Legal weist im vierten Quartal 2024 branchenübergreifend den zweithöchsten Nachfragerückgang aus: Der Index fällt um 29 Prozentpunkte auf 144 Prozent, nachdem er im dritten Quartal noch auf stabilem Niveau verblieben war. Die Stellengesuche für Juristen sinken dabei besonders stark um 27 Prozentpunkte auf 105 Prozent. Im Vergleich dazu ist der Rückgang bei Legal Assistants moderater – hier fällt die Nachfrage um 19 Prozentpunkte.
Auf dem Arbeitsmarkt für Sales- und Marketing-Experten zeigt sich zum Jahresende ebenfalls eine Entspannung in der Nachfrage. Diese sinkt insgesamt um 21 Prozentpunkte auf ein Niveau von 65 Prozent. Der Bedarf an Vertriebs- und Marketing Managern geht dabei um 27 bzw. 25 Prozentpunkte zurück. Im Bereich Life Science, zusammen mit IT, wird der positionsübergreifend geringste Nachfragerückgang mit 18 Prozentpunkten auf 98 Prozent verzeichnet. Qualitätsmanager erleben hier den größten Rückgang von 45 Prozentpunkten auf 170 Prozent, während die Nachfrage nach Mitarbeitern in der klinischen Forschung um 9 Prozentpunkte ansteigt.
Betrachtet man den Hays Fachkräfte-Index nach Branchen, zeigt sich folgendes Bild: Nachdem im dritten Quartal 2024 das Baugewerbe den größten Nachfragerückgang erfuhr, verzeichnet der Index zum Jahresende das deutlichste Minus in der öffentlichen Verwaltung. Hier sinkt das Suchvolumen um 42 Prozentpunkte auf 199 Prozent. Der Index war hier zuletzt im ersten Quartal 2021 niedriger. Auch die Nachfrage im Baugewerbe und für Personaldienstleister verringert sich jeweils um 26 Prozentpunkte auf 182 Prozent bzw. 109 Prozent. Im verarbeitenden Gewerbe, für Finanzdienstleister und im Handel sinkt die Nachfrage um jeweils 19 Prozentpunkte auf 8 Prozent, 93 Prozent bzw. 75 Prozent.
„Zwar darf der deutliche Abwärtstrend bei den Stellenausschreibungen nicht über eine generell hohe Nachfragesituation nach qualifizierten Fachkräften hinwegtäuschen. Dennoch spürt man die große Zurückhaltung bei der Rekrutierung aufgrund der wirtschaftlichen Stagnation und vor allem Unsicherheit. Wir rechnen aber spätestens im zweiten und dritten Quartal wieder mit einer deutlichen Belebung des Fachkräftemarktes“, ordnet Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA die aktuelle Entwicklung ein.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen wie etwa RPO und MSP. Als Experte für die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte ist Hays marktführend. Hays ist im privaten wie im öffentlichen Sektor tätig und vermittelt Spezialisten für Festanstellungen, Projektarbeit und in Arbeitnehmerüberlassung. Die Gruppe beschäftigt ca. 12.100 Mitarbeiter in 254 Niederlassungen weltweit. In Deutschland vermittelt Hays Spezialistinnen und Spezialisten u.a. aus den Bereichen IT, Engineering, Construction & Property, Life Sciences, Finance, Sales & Marketing, Legal, Retail, Healthcare und HR.
Die deutsche Wirtschaft bleibt auch im vierten Quartal 2024 angespannt. Das lässt sich branchenübergreifend an einer weiterhin sinkenden Fachkräftenachfrage ablesen. Nachdem die Unternehmen schon im dritten Quartal 2024 über alle Bereiche hinweg weniger Stellen ausgeschrieben hatten, setzt sich dieser Abwärtstrend weiter fort. Der Hays Fachkräfte-Index verzeichnet im vierten Quartal 2024 einen signifikanten Rückgang von 22 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorquartal und liegt nun bei 80 Prozent. Dieses Ergebnis ist der niedrigste Wert seit dem zweiten Quartal 2021. Der Indexwert fällt damit zum ersten Mal seit drei Jahren unter die 100-Prozent-Marke, bleibt jedoch weiterhin auf einem hohen Nachfrageniveau. Die wirtschaftliche Stagnation beeinflusst die Nachfrageentwicklung der verschiedenen Berufsgruppen unterschiedlich stark, wie der Hays Fachkräfte-Index im vierten Quartal zeigt.
Im letzten Jahresviertel 2024 verzeichnet der Index den positionsübergreifend geringsten Nachfragerückgang in den Bereichen IT und Life Science. Bei den IT-Fachkräften sinkt die Zahl der Stellenausschreibungen insgesamt um 18 Prozentpunkte auf 93 Prozent. Damit bleibt das Suchvolumen der größten Berufsgruppe der Branche weiterhin unter der Marke von 100.000 und liegt bei etwa 82.000 ausgeschriebenen Stellen. Mit Blick auf die Stellen zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild: Während die Nachfrage nach IT-Entwicklern um 17 Prozentpunkte auf 71 Prozent zurückgeht und auch bei IT-Beratern (- 21 PP) sowie Softwareentwicklern (- 12 PP) ein Rückgang erkennbar ist, gibt es eine Berufsgruppe, deren Nachfrage weiterhin steigt: Die Suche nach IT-Security-Experten setzt ihren Aufwärtstrend fort und verzeichnet einen Zuwachs von 22 Prozentpunkten. Damit erreicht die Nachfrage ein beeindruckendes Niveau von 556 Prozent. "Neue EU-Richtlinien zwingen Unternehmen zu schnellen Maßnahmen in der Cybersicherheit, doch es fehlt an Fachkräften. Untätigkeit birgt hohe Geldbußen, die mögliche Personalkosteneinsparungen deutlich übersteigen“, warnt Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays.
Die Nachfrage nach Personalern verzeichnet erneut positionsübergreifend den stärksten Rückgang. Im letzten Quartal sinkt das Suchvolumen um 38 Prozentpunkte auf 121 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahresquartal verliert der Index in dieser Berufsgruppe sogar 88 Prozentpunkte. Dieser Einbruch zeigt sich auch deutlich bei den einzelnen Positionen: Recruiter verzeichnen mit einem Minus von 55 Prozentpunkten auf 146 Prozent einen deutlichen Rückgang. Auch die Nachfrage nach Personalreferenten (- 32 PP auf 65 P) und HR Business Partnern (-21 PP auf 349 P) ist spürbar gesunken.
Das vierte Quartal 2024 markiert auch für die Berufsgruppe der Ingenieure eine erneute Zäsur. Nachdem die Nachfrage im dritten Quartal des Jahres bereits um 14 Prozentpunkte gesunken war, hat die Zahl der Stellengesuche nach Ingenieuren nun um insgesamt 28 Prozentpunkte auf das Niveau von 34 Prozent abgenommen. Besonders stark betroffen sind nach wie vor die Bauingenieure. Hier geht das Suchvolumen in Q4 um 40 Prozentpunkte zurück (auf 125 Prozent). Auch die Nachfrage nach Elektro- und Entwicklungsingenieuren sinkt im vierten Quartal deutlich. Die Elektroingenieure verlieren 29 Prozentpunkte, während der Bedarf an Entwicklungsingenieuren um nur 14 Prozentpunkte abnimmt.
Nach einer vergleichsweise stabilen Entwicklung im dritten Quartal entspannt sich der Arbeitsmarkt für Finanz-Fachkräfte zum Jahresende spürbar. Die Zahl der ausgeschriebenen Stellen sinkt um 24 Prozentpunkte auf 115 Prozent. Besonders betroffen sind die großen Berufsgruppen Buchhalter und Controller, die Rückgänge von 30 bzw. 24 Prozentpunkten verzeichnen. Den stärksten Einbruch in der Branche erleben die Finanzbuchhalter mit einem Minus von 39 Prozentpunkten auf 135 Prozent. Im Gegensatz dazu zeigt sich bei Finanzanalysten ein Anstieg der Nachfrage um 11 Prozentpunkte auf 98 Prozent.
Der Bereich Legal weist im vierten Quartal 2024 branchenübergreifend den zweithöchsten Nachfragerückgang aus: Der Index fällt um 29 Prozentpunkte auf 144 Prozent, nachdem er im dritten Quartal noch auf stabilem Niveau verblieben war. Die Stellengesuche für Juristen sinken dabei besonders stark um 27 Prozentpunkte auf 105 Prozent. Im Vergleich dazu ist der Rückgang bei Legal Assistants moderater – hier fällt die Nachfrage um 19 Prozentpunkte.
Auf dem Arbeitsmarkt für Sales- und Marketing-Experten zeigt sich zum Jahresende ebenfalls eine Entspannung in der Nachfrage. Diese sinkt insgesamt um 21 Prozentpunkte auf ein Niveau von 65 Prozent. Der Bedarf an Vertriebs- und Marketing Managern geht dabei um 27 bzw. 25 Prozentpunkte zurück. Im Bereich Life Science, zusammen mit IT, wird der positionsübergreifend geringste Nachfragerückgang mit 18 Prozentpunkten auf 98 Prozent verzeichnet. Qualitätsmanager erleben hier den größten Rückgang von 45 Prozentpunkten auf 170 Prozent, während die Nachfrage nach Mitarbeitern in der klinischen Forschung um 9 Prozentpunkte ansteigt.
Betrachtet man den Hays Fachkräfte-Index nach Branchen, zeigt sich folgendes Bild: Nachdem im dritten Quartal 2024 das Baugewerbe den größten Nachfragerückgang erfuhr, verzeichnet der Index zum Jahresende das deutlichste Minus in der öffentlichen Verwaltung. Hier sinkt das Suchvolumen um 42 Prozentpunkte auf 199 Prozent. Der Index war hier zuletzt im ersten Quartal 2021 niedriger. Auch die Nachfrage im Baugewerbe und für Personaldienstleister verringert sich jeweils um 26 Prozentpunkte auf 182 Prozent bzw. 109 Prozent. Im verarbeitenden Gewerbe, für Finanzdienstleister und im Handel sinkt die Nachfrage um jeweils 19 Prozentpunkte auf 8 Prozent, 93 Prozent bzw. 75 Prozent.
„Zwar darf der deutliche Abwärtstrend bei den Stellenausschreibungen nicht über eine generell hohe Nachfragesituation nach qualifizierten Fachkräften hinwegtäuschen. Dennoch spürt man die große Zurückhaltung bei der Rekrutierung aufgrund der wirtschaftlichen Stagnation und vor allem Unsicherheit. Wir rechnen aber spätestens im zweiten und dritten Quartal wieder mit einer deutlichen Belebung des Fachkräftemarktes“, ordnet Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA die aktuelle Entwicklung ein.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen wie etwa RPO und MSP. Als Experte für die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte ist Hays marktführend. Hays ist im privaten wie im öffentlichen Sektor tätig und vermittelt Spezialisten für Festanstellungen, Projektarbeit und in Arbeitnehmerüberlassung. Die Gruppe beschäftigt ca. 12.100 Mitarbeiter in 254 Niederlassungen weltweit. In Deutschland vermittelt Hays Spezialistinnen und Spezialisten u.a. aus den Bereichen IT, Engineering, Construction & Property, Life Sciences, Finance, Sales & Marketing, Legal, Retail, Healthcare und HR.
Trotz der wirtschaftlich angespannten Lage bleibt die Nachfrage nach Fachkräften weiterhin hoch, verzeichnet jedoch im dritten Quartal 2024 erneut einen Rückgang. Der Hays Fachkräfte-Index ist in Q3/2024 um 6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorquartal gesunken und befindet sich aktuell bei 102 Prozent. Damit liegt der Index zwar auf dem niedrigsten Wert seit Q4/2021, der starke Nachfragerückgang des Vorquartals mit einer Reduktion von 52 Prozentpunkten von 160 auf 108 Prozent hat sich jedoch im dritten Jahresviertel 2024 mit 6 Prozent abgemildert. Die wirtschaftliche Stagnation beeinflusst die Rekrutierung nicht einheitlich, wie der Hays Fachkräfte-Index im dritten Quartal zeigt.
Die Nachfrage nach Personalern sinkt um 16 Prozentpunkte auf 159 Prozent, den niedrigsten Wert seit 2021, jedoch hat sich der starke Rückgang des Vorquartals deutlich abgeschwächt. Anfang 2022 erreichte die Nachfrage nach HR-Berufen mit 338 Punkten im Hays Fachkräfte-Index ihren Höhepunkt und normalisiert sich seither stetig. Der Rückgang setzt sich bei HR Business Partnern (-35 PP), Recruitern (-27 PP) und HR Managern (-11 PP) fort, während Personalberater (+24 PP) stärker gefragt sind und Employer Branding Manager auf konstantem Niveau bleiben (+1 PP).
„Eine stagnierende Nachfrage an neuem Personal gepaart mit insgesamt weniger Headcount in Unternehmen wirkt sich direkt auf den Bedarf in den HR-Abteilungen aus. Der Rückgang an Stellengesuchen für Recruiting-Spezialisten, HR Business Partner und HR Manager spiegelt das wider, während die Nachfrage nach Upskilling-Expertise im Rahmen von Transformationsprojekten im Bereich Talent-Management und Personalentwicklung stabil bleibt“, fasst Florian Wagner, Senior Abteilungsleiter HR bei Hays, die Situation zusammen.
Die Zahl der Stellengesuche im Sales und Marketing sticht aus der allgemein rückläufigen Entwicklung heraus, denn in diesem Berufsfeld ist die Nachfrage im Q3/2024 um fünf Prozentpunkte von 81 auf 86 Prozent gestiegen. Die Nachfrage liegt damit auch 15 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert von 71 Prozent.
Insbesondere die Position des Vertriebs-Managers wird stark ausgeschrieben, mit einem Wachstum von 23 Prozentpunkten von 77 auf 100 Prozent. „Aktuell werden priorisiert Rollen besetzt, die sich unmittelbar auf den Umsatz auswirken. Daraus begründet sich die hohe Einstellungsbereitschaft bei Spezialisten in Vertrieb und Kundenservice. Vielen Unternehmen kommt es aktuell darauf an, bestehende Kunden besser zu betreuen und neue Kunden zu gewinnen, auch um teils rückläufige Umsätze zu kompensieren“, so Fabian Bäcker, Senior Abteilungsleiter Sales & Marketing bei Hays.
Die Nachfrage nach IT-Positionen ist mit einem Minus von nur 9 Prozentpunkten auf 111 Prozent deutlich weniger gesunken als im Vorquartal (- 53 PP). Doch damit bewegt sich die Nachfrage nach IT-Spezialisten erstmals seit 2011 dauerhaft über zwei Quartale in Folge unter der Marke von 100.000 Stellengesuchen pro Quartal.
Während die Suche nach anderen IT-Spezialisierungen zurückgeht, werden Security Experten weiter stark gesucht. Ihr Wert steigt um 9 Prozentpunkte von 525 auf 534 Prozent im letzten Quartal. Ursache hierfür ist neben der weiter steigenden Gefahr von Cyber Angriffen vor allem auch die Umsetzung der europäischen Richtlinien wie NIS2 und DORA. „Die Richtlinien erfordern bei fast allen Unternehmen kurzfristig umfangreiche Maßnahmen in der Cyber Sicherheit. Die Fachleute zur Umsetzung fehlen jedoch vielfach. Wer hier untätig bleibt, riskiert hohe Geldbußen. Diese Bußgelder überwiegen etwaige Savings bei den Personalkosten deutlich“, warnt Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays.
Die Nachfrage nach SAP-Entwicklern ist zwar um 2 Prozentpunkte gesunken, bewegt sich aber mit 191 Prozent weiter auf hohem Niveau. Naheliegender Hintergrund ist die Produktstrategie der SAP AG. „Da SAP angekündigt hat, den Support von Non-Cloud-Lösungen 2027 einzustellen, sind viele Unternehmen gezwungen ihre Systeme umzustellen. Diese Projekte brauchen mehrere Jahre Vorlauf. Personalbedarfe im SAP-Bereich erwarten wir daher auch in den folgenden Quartalen über dem sonstigen Markttrend“, so Sauer.
Finanzspezialisten werden weiter stark gesucht. Die Nachfrage sinkt in diesem Bereich nur um 2 Prozentpunkte von 141 auf 139 Prozent. Während diese Entwicklung relativ ausgeglichen alle Spezialisierungen des Berufsfeldes betrifft, können Finanzbuchhalter (+ 28 PP), Wirtschaftsprüfer (+ 8 PP), Buchhalter (+ 6 PP) sowie Tax Manager (+ 6 PP) leichte Nachfragesteigerungen vorweisen.
In absoluten Zahlen sind neben den IT-Berufen und den Sales- und Marketing-Stellen die Ingenieure traditionell die meistgesuchten Berufe im Hays Fachkräfte-Index. Die Zahl der Engineering-Stellengesuche sinkt erstmals seit drei Jahren unter die Marke von 40.000 Stellengesuchen pro Quartal und liegt damit jetzt bei 65 Prozent (- 14 PP). Das ist der zweitstärkste Rückgang in einem Berufsfeld neben HR.
„Viele Unternehmen haben ihre Investitionen zurückgefahren und sind vorsichtiger bei der Einstellung neuer Ingenieure. Trotz dieser Situation gibt es jedoch auch positive Entwicklungen. In bestimmten Schlüsselbereichen wie der Energiewende bleibt die Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften hoch. Unternehmen suchen vermehrt nach Spezialisten, die über Kenntnisse in nachhaltigen Technologien und Prozessen verfügen und dazu beitragen können, die ökologischen Ziele des Unternehmens zu erreichen“, so René Gruner, Bereichsleiter Digital Technology & Engineering.
NDie Nachfrage nach Juristen ist ungebrochen und auf stabil hohem Niveau mit 173 Prozent (-1 PP). In diesem Berufsfeld werden vor allem Spezialisten für Datenschutz (+143 PP) und Compliance (+ 34 PP) stärker als bisher gesucht, während die Nachfrage nach klassischen Juristen und Legal Assistants leicht zurückgeht (- 2 und - 6 PP).
Im Life Science-Feld sinkt die Nachfrage allgemein um 14 Prozentpunkte auf 116 Prozent. Auch hier zeigt sich eine starke Differenzierung im Markt bezüglich der einzelnen Spezialisierungen. So werden Qualitätsmanager weiterhin stark gesucht, verlieren aber 42 Prozentpunkte von 257 auf 215 Prozent. Biologen und Biowissenschaftler werden stärker gesucht (+ 8 PP) und erreichen 116 Prozent im Hays Fachkräfte-Index.
Betrachtet man den Hays Fachkräfte-Index nach Branchen zeigt sich folgendes Bild: Allein im Handel wächst die Anzahl der Stellenausschreibungen für Fachkräfte leicht um 3 Prozentpunkte auf 94 Prozent. In allen anderen Branchen sinkt die der Hays Fachkräfte-Index im 3. Quartal 2024. Das Baugewerbe verzeichnet mit -19 PP den stärksten Rückgang, bleibt aber mit 208 Prozent weiterhin auf hohem Niveau. Es folgen Finanz- und Versicherungsdienstleister (-15 PP), IT (-10 PP), Personaldienstleister (-6 PP), Öffentliche Verwaltung (-6 PP) und Verarbeitendes Gewerbe (-6 PP). Unternehmensdienstleister bleiben nahezu stabil (-1 PP).
„Die starken Nachfrageschwankungen im Arbeitsmarkt spiegeln die Unsicherheit der Unternehmen in nahezu jeder Branche vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen. Trotz dieser Volatilität bewegt sich die Fachkräfte-Nachfrage weiter auf einem hohen Niveau. Unternehmen mit einer langfristigen Personalstrategie sollten diese Phasen nutzen, um die in Zukunft benötigten Spezialisten rechtzeitig zu sichern und zu binden“, ordnet Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA die aktuelle Entwicklung ein.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen wie etwa RPO und MSP. Als Experte für die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte ist Hays marktführend. Hays ist im privaten wie im öffentlichen Sektor tätig und vermittelt Spezialisten für Festanstellungen, Projektarbeit und in Arbeitnehmerüberlassung. Die Gruppe beschäftigt ca. 12.100 Mitarbeiter in 254 Niederlassungen weltweit. In Deutschland vermittelt Hays Spezialistinnen und Spezialisten u.a. aus den Bereichen IT, Engineering, Construction & Property, Life Sciences, Finance, Sales & Marketing, Legal, Retail, Healthcare und HR.
Trotz der wirtschaftlich angespannten Lage bleibt die Nachfrage nach Fachkräften weiterhin hoch, verzeichnet jedoch im dritten Quartal 2024 erneut einen Rückgang. Der Hays Fachkräfte-Index ist in Q3/2024 um 6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorquartal gesunken und befindet sich aktuell bei 102 Prozent. Damit liegt der Index zwar auf dem niedrigsten Wert seit Q4/2021, der starke Nachfragerückgang des Vorquartals mit einer Reduktion von 52 Prozentpunkten von 160 auf 108 Prozent hat sich jedoch im dritten Jahresviertel 2024 mit 6 Prozent abgemildert. Die wirtschaftliche Stagnation beeinflusst die Rekrutierung nicht einheitlich, wie der Hays Fachkräfte-Index im dritten Quartal zeigt.
Die Nachfrage nach Personalern sinkt um 16 Prozentpunkte auf 159 Prozent, den niedrigsten Wert seit 2021, jedoch hat sich der starke Rückgang des Vorquartals deutlich abgeschwächt. Anfang 2022 erreichte die Nachfrage nach HR-Berufen mit 338 Punkten im Hays Fachkräfte-Index ihren Höhepunkt und normalisiert sich seither stetig. Der Rückgang setzt sich bei HR Business Partnern (-35 PP), Recruitern (-27 PP) und HR Managern (-11 PP) fort, während Personalberater (+24 PP) stärker gefragt sind und Employer Branding Manager auf konstantem Niveau bleiben (+1 PP).
„Eine stagnierende Nachfrage an neuem Personal gepaart mit insgesamt weniger Headcount in Unternehmen wirkt sich direkt auf den Bedarf in den HR-Abteilungen aus. Der Rückgang an Stellengesuchen für Recruiting-Spezialisten, HR Business Partner und HR Manager spiegelt das wider, während die Nachfrage nach Upskilling-Expertise im Rahmen von Transformationsprojekten im Bereich Talent-Management und Personalentwicklung stabil bleibt“, fasst Florian Wagner, Senior Abteilungsleiter HR bei Hays, die Situation zusammen.
Die Zahl der Stellengesuche im Sales und Marketing sticht aus der allgemein rückläufigen Entwicklung heraus, denn in diesem Berufsfeld ist die Nachfrage im Q3/2024 um fünf Prozentpunkte von 81 auf 86 Prozent gestiegen. Die Nachfrage liegt damit auch 15 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert von 71 Prozent.
Insbesondere die Position des Vertriebs-Managers wird stark ausgeschrieben, mit einem Wachstum von 23 Prozentpunkten von 77 auf 100 Prozent. „Aktuell werden priorisiert Rollen besetzt, die sich unmittelbar auf den Umsatz auswirken. Daraus begründet sich die hohe Einstellungsbereitschaft bei Spezialisten in Vertrieb und Kundenservice. Vielen Unternehmen kommt es aktuell darauf an, bestehende Kunden besser zu betreuen und neue Kunden zu gewinnen, auch um teils rückläufige Umsätze zu kompensieren“, so Fabian Bäcker, Senior Abteilungsleiter Sales & Marketing bei Hays.
Die Nachfrage nach IT-Positionen ist mit einem Minus von nur 9 Prozentpunkten auf 111 Prozent deutlich weniger gesunken als im Vorquartal (- 53 PP). Doch damit bewegt sich die Nachfrage nach IT-Spezialisten erstmals seit 2011 dauerhaft über zwei Quartale in Folge unter der Marke von 100.000 Stellengesuchen pro Quartal.
Während die Suche nach anderen IT-Spezialisierungen zurückgeht, werden Security Experten weiter stark gesucht. Ihr Wert steigt um 9 Prozentpunkte von 525 auf 534 Prozent im letzten Quartal. Ursache hierfür ist neben der weiter steigenden Gefahr von Cyber Angriffen vor allem auch die Umsetzung der europäischen Richtlinien wie NIS2 und DORA. „Die Richtlinien erfordern bei fast allen Unternehmen kurzfristig umfangreiche Maßnahmen in der Cyber Sicherheit. Die Fachleute zur Umsetzung fehlen jedoch vielfach. Wer hier untätig bleibt, riskiert hohe Geldbußen. Diese Bußgelder überwiegen etwaige Savings bei den Personalkosten deutlich“, warnt Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays.
Die Nachfrage nach SAP-Entwicklern ist zwar um 2 Prozentpunkte gesunken, bewegt sich aber mit 191 Prozent weiter auf hohem Niveau. Naheliegender Hintergrund ist die Produktstrategie der SAP AG. „Da SAP angekündigt hat, den Support von Non-Cloud-Lösungen 2027 einzustellen, sind viele Unternehmen gezwungen ihre Systeme umzustellen. Diese Projekte brauchen mehrere Jahre Vorlauf. Personalbedarfe im SAP-Bereich erwarten wir daher auch in den folgenden Quartalen über dem sonstigen Markttrend“, so Sauer.
Finanzspezialisten werden weiter stark gesucht. Die Nachfrage sinkt in diesem Bereich nur um 2 Prozentpunkte von 141 auf 139 Prozent. Während diese Entwicklung relativ ausgeglichen alle Spezialisierungen des Berufsfeldes betrifft, können Finanzbuchhalter (+ 28 PP), Wirtschaftsprüfer (+ 8 PP), Buchhalter (+ 6 PP) sowie Tax Manager (+ 6 PP) leichte Nachfragesteigerungen vorweisen.
In absoluten Zahlen sind neben den IT-Berufen und den Sales- und Marketing-Stellen die Ingenieure traditionell die meistgesuchten Berufe im Hays Fachkräfte-Index. Die Zahl der Engineering-Stellengesuche sinkt erstmals seit drei Jahren unter die Marke von 40.000 Stellengesuchen pro Quartal und liegt damit jetzt bei 65 Prozent (- 14 PP). Das ist der zweitstärkste Rückgang in einem Berufsfeld neben HR.
„Viele Unternehmen haben ihre Investitionen zurückgefahren und sind vorsichtiger bei der Einstellung neuer Ingenieure. Trotz dieser Situation gibt es jedoch auch positive Entwicklungen. In bestimmten Schlüsselbereichen wie der Energiewende bleibt die Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften hoch. Unternehmen suchen vermehrt nach Spezialisten, die über Kenntnisse in nachhaltigen Technologien und Prozessen verfügen und dazu beitragen können, die ökologischen Ziele des Unternehmens zu erreichen“, so René Gruner, Bereichsleiter Digital Technology & Engineering.
NDie Nachfrage nach Juristen ist ungebrochen und auf stabil hohem Niveau mit 173 Prozent (-1 PP). In diesem Berufsfeld werden vor allem Spezialisten für Datenschutz (+143 PP) und Compliance (+ 34 PP) stärker als bisher gesucht, während die Nachfrage nach klassischen Juristen und Legal Assistants leicht zurückgeht (- 2 und - 6 PP).
Im Life Science-Feld sinkt die Nachfrage allgemein um 14 Prozentpunkte auf 116 Prozent. Auch hier zeigt sich eine starke Differenzierung im Markt bezüglich der einzelnen Spezialisierungen. So werden Qualitätsmanager weiterhin stark gesucht, verlieren aber 42 Prozentpunkte von 257 auf 215 Prozent. Biologen und Biowissenschaftler werden stärker gesucht (+ 8 PP) und erreichen 116 Prozent im Hays Fachkräfte-Index.
Betrachtet man den Hays Fachkräfte-Index nach Branchen zeigt sich folgendes Bild: Allein im Handel wächst die Anzahl der Stellenausschreibungen für Fachkräfte leicht um 3 Prozentpunkte auf 94 Prozent. In allen anderen Branchen sinkt die der Hays Fachkräfte-Index im 3. Quartal 2024. Das Baugewerbe verzeichnet mit -19 PP den stärksten Rückgang, bleibt aber mit 208 Prozent weiterhin auf hohem Niveau. Es folgen Finanz- und Versicherungsdienstleister (-15 PP), IT (-10 PP), Personaldienstleister (-6 PP), Öffentliche Verwaltung (-6 PP) und Verarbeitendes Gewerbe (-6 PP). Unternehmensdienstleister bleiben nahezu stabil (-1 PP).
„Die starken Nachfrageschwankungen im Arbeitsmarkt spiegeln die Unsicherheit der Unternehmen in nahezu jeder Branche vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen. Trotz dieser Volatilität bewegt sich die Fachkräfte-Nachfrage weiter auf einem hohen Niveau. Unternehmen mit einer langfristigen Personalstrategie sollten diese Phasen nutzen, um die in Zukunft benötigten Spezialisten rechtzeitig zu sichern und zu binden“, ordnet Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA die aktuelle Entwicklung ein.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen wie etwa RPO und MSP. Als Experte für die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte ist Hays marktführend. Hays ist im privaten wie im öffentlichen Sektor tätig und vermittelt Spezialisten für Festanstellungen, Projektarbeit und in Arbeitnehmerüberlassung. Die Gruppe beschäftigt ca. 12.100 Mitarbeiter in 254 Niederlassungen weltweit. In Deutschland vermittelt Hays Spezialistinnen und Spezialisten u.a. aus den Bereichen IT, Engineering, Construction & Property, Life Sciences, Finance, Sales & Marketing, Legal, Retail, Healthcare und HR.
Die Entwicklung der Fachkräftenachfrage gleicht weiterhin einer Berg- und Talfahrt. Nach dem Aufwärtstrend der letzten beiden Quartale verzeichnet der Index im zweiten Jahresviertel 2024 nun einen signifikanten Nachfragerückgang, und das über alle Berufsgruppen hinweg. Mit einer Reduktion von 52 Prozentpunkten auf 108 Prozent unterschreitet der Hays Fachkräfte-Index sogar den Tiefstwert aus dem Vorjahr (Q3/2023: 109 P) und fällt auf den niedrigsten Wert seit Q3/2021. Nachdem die Fachkräftenachfrage in den letzten beiden Quartalen unbeeinflusst von einer unsicheren Wirtschaftslage schien, wirkt sich die wirtschaftliche Stagnation nun als deutlicher Faktor auf die Rekrutierung aus.
Eine deutliche Kehrtwende legt der Fachkräfte-Index bei der Nachfrage nach HR-Fachkräften hin: Mit einem Minus von 92 Prozentpunkten (auf 175 P) sinken die Stellengesuche, verglichen mit anderen Berufsgruppen, besonders stark und fallen auf das Niveau von 2021. Besonders drastisch fällt der Rückgang bei den zahlenmäßig stark vertretenen HR Business Partnern (- 221 PP), den Recruitern (- 115 PP) und den HR Managern (- 105 PP) aus. Die allgemeine Zurückhaltung der Unternehmen bei Stellenausschreibungen wirkt sich naturgemäß wie bereits in vergangenen Quartalen direkt und besonders deutlich auf die Berufsgruppe der Personaler aus.
„Das Personalwesen legt aktuell einen klaren Fokus auf die Transformation der Organisation. Bisher vorgesehene Planstellen sowie auch angedachte Projekte wurden daher im vergangenen Quartal flächendeckend reduziert. Das zeigt sich vor allem am massiven Rückgang der HR Business Partner und HR Manager“, fasst Florian Wagner, Bereichsleiter HR Interim & Projects bei Hays zusammen."
Für die begehrten IT-Fachkräfte markiert das zweite Jahresviertel eine erneute Zäsur: Nach Q3/2023 unterschreitet die Zahl der Stellenausschreibungen wieder die Marke von 100.000 gesuchten Positionen und fällt positionsübergreifend um 53 Prozentpunkte auf 120 Prozent. Besonders erstaunlich, angesichts der anstehenden EU-Regularien, ist die Nachfrageentwicklung bei den IT-Security Experten. Während diese im Vorquartal den deutlichsten Anstieg verzeichneten, weist diese Berufsgruppe nun mit - 119 Prozentpunkten wiederum den stärksten Nachfragerückgang aus. Trotz dieser Schwankungen befindet sich das Suchvolumen mit 525 Prozent weiterhin auf einem enorm hohen Niveau. Merklich gesunken sind auch die Stellengesuche für Entwickler Embedded Services (- 84 PP), IT-Supporter (- 67 PP) und IT-Architekten (- 64 PP).
Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays zur aktuellen Entwicklung: „Viele Unternehmen haben auf die anhaltend herausfordernde wirtschaftliche Situation mit Umstrukturierungen und Sparmaßnahmen reagiert, denen auch neu geplante Stellen zum Opfer gefallen sind.“
Auch bei den Finanz-Experten zeigen sich die Unternehmen in Q2 zurückhaltender als zuletzt. Verglichen mit anderen Berufsgruppen und dem Durchschnitt fällt der Rückgang von 32 Prozentpunkten in diesem Bereich am geringsten aus. Und: Beim Suchvolumen von 141 Prozent handelt es sich immerhin um den dritthöchsten Wert seit Beginn der Erhebung. Der Blick auf die Positionen zeichnet ein gemischtes Bild. Die in Q1 verstärkt nachgefragten Tax- und Compliance-Manager weisen deutliche Rückgänge aus (- 82 PP bzw. - 71 PP, bei einer vergleichsweise geringen Anzahl an absoluten Stellengesuchen). Bei den Buchhaltern (- 6 PP), Risikomanagern (- 35 PP) und Controllern (- 37 PP) gibt das Suchvolumen nur gering bzw. moderat nach.
„Im Vergleich zu den anderen Berufsgruppen, gibt es im Finanzbereich weniger Rückgang. Das hat damit zu tun, dass das Recruitment von Finanzpositionen weitgehend konjunkturunabhängig verläuft. Was wir allerdings auch feststellen: Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz werden bereits Teile der Aufgabenstellungen im Finanz- und Rechnungswesen übernommen,“ erläutert Erich Schwinghammer, Bereichsleiter Finance und HR bei Hays.
Mit einer Reduzierung von 47 Prozentpunkten auf 79 Prozent sinkt der Bedarf an Ingenieuren positionsübergreifend auf den niedrigsten Wert seit Q3/2021. Stellenspezifisch schrumpft bei den zahlenmäßig stark vertretenen Berufsgruppen die Nachfrage nach Projektingenieuren mit - 65 Prozentpunkten überdurchschnittlich stark, bei den Elektro- und Bauingenieuren liegt sie leicht über (- 49 PP) bzw. unter dem Mittelwert (- 43 PP). Lediglich geringe Minuswerte erfahren die Chemieingenieure (- 11 PP) sowie die Maschinen-/Anlagenbauingenieure (- 16 PP).
„Der Rückgang der Nachfrage nach Ingenieuren hat verschiedene Ursachen. Ein wesentlicher Faktor ist die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit, die zu einer Verringerung der Investitionen in neue Projekte führt. Insbesondere der klassische Automotive Sektor befand sich in den letzten Monaten stark im Abbaumodus,“ sagt René Gruner, Bereichsleiter Digital Technology and Engineering bei Hays.
Auch bei der zweitgrößten Berufsgruppe, den Sales- und Marketing-Spezialisten zeigen sich die Unternehmen verhaltener als zuletzt, übergreifend sinkt die Nachfrage um 52 Prozentpunkte auf 81 Prozent. Eine deutlich reduzierte Anzahl an Stellengesuchen verzeichnen die im Vorquartal stark nachgefragten Digital Marketing-Experten. So sinkt die Nachfrage bei den Social Media-Managern um ganze 227 Prozentpunkte und den Content-Managern um 170 Prozentpunkte (bei einer vergleichsweise geringen Anzahl an absoluten Stellengesuchen). Gleichzeitig verrät der Blick auf die Prozentwerte (630 P bzw. 386 P), dass bei diesen Positionen in den letzten drei Jahren eine enorme Steigerung des Suchvolumens verzeichnet wurde. Die mit Blick auf absolute Zahlen großen Berufsgruppen wie Vertriebsmitarbeiter (- 47 PP), Vertriebs-/ und Sales Manager (- 48 PP) sowie Key Account Manager (- 36 P) weisen hingegen unterdurchschnittliche Rückgänge in der Nachfrage auf.
Nach dem Allzeithoch im ersten Jahresviertel erfährt die Nachfrage nach Juristinnen und Juristen nun einen deutlichen Dämpfer und weist mit - 71 Prozentpunkten indexweit den zweitgrößten Rückgang aus. Besonders für Juristen für Datenschutz und Senior Juristen sind deutlich weniger Stellen ausgeschrieben als zuletzt (- 330 PP bzw. - 218 PP).
Auch der Bedarf an Spezialisten im Life Science-Bereich (- 63 PP) hat merklich nachgelassen. Nach dem starken Anstieg im Vorquartal erfahren insbesondere die Data Scientists mit einem Minus von - 286 Prozentpunkten einen deutlichen Einbruch, gefolgt von der zahlenmäßig großen Gruppe der Qualitätsmanager (- 85 PP).
Betrachtet man die Entwicklung der einzelnen Branchen sind ebenfalls sinkende Nachfragewerte über alle Industrien hinweg festzustellen. Besonders deutlich fallen diese im Baugewerbe (- 64 PP) und im Bereich Dienstleistungen für Unternehmen (- 61 PP) sowie im Handel (- 56 PP) aus. Der Blick auf das Nachfrageniveau unterstreicht trotz Rückgängen das überdurchschnittlich hohe Suchvolumen im Bereich der Öffentlichen Verwaltung (+ 247 P) und des Baugewerbes (+ 227 P) verglichen mit dem Gesamtindex.
„Im Gegensatz zum vorherigen Quartal zeigt sich deutlich, wie stark Unternehmen ihre Investitionen zurückhalten. Viele fokussieren sich auf die technologische und organisatorische Transformation mit vorhandenen Ressourcen. Dabei ist es jetzt wichtig, bisher ungenutzte Beschäftigungsoptionen am Markt zu nutzen, um Potenziale zu heben und wettbewerbsfähig zu bleiben: Hochqualifizierte Bewerbende steigern die Produktivität, flexible Arbeitsmodelle fördern die Vereinbarkeit von Karriere und Familie und vermeiden soziale Ungleichheit“, ordnet Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA die aktuelle Entwicklung ein.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen wie etwa RPO und MSP. Als Experte für die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte ist Hays marktführend. Hays ist im privaten wie im öffentlichen Sektor tätig und vermittelt Spezialisten für Festanstellungen, Projektarbeit und in Arbeitnehmerüberlassung. Die Gruppe beschäftigt ca. 12.100 Mitarbeiter in 254 Niederlassungen weltweit. In Deutschland vermittelt Hays Spezialistinnen und Spezialisten u.a. aus den Bereichen IT, Engineering, Construction & Property, Life Sciences, Finance, Sales & Marketing, Legal, Retail, Healthcare und HR.
Die Entwicklung der Fachkräftenachfrage gleicht weiterhin einer Berg- und Talfahrt. Nach dem Aufwärtstrend der letzten beiden Quartale verzeichnet der Index im zweiten Jahresviertel 2024 nun einen signifikanten Nachfragerückgang, und das über alle Berufsgruppen hinweg. Mit einer Reduktion von 52 Prozentpunkten auf 108 Prozent unterschreitet der Hays Fachkräfte-Index sogar den Tiefstwert aus dem Vorjahr (Q3/2023: 109 P) und fällt auf den niedrigsten Wert seit Q3/2021. Nachdem die Fachkräftenachfrage in den letzten beiden Quartalen unbeeinflusst von einer unsicheren Wirtschaftslage schien, wirkt sich die wirtschaftliche Stagnation nun als deutlicher Faktor auf die Rekrutierung aus.
Eine deutliche Kehrtwende legt der Fachkräfte-Index bei der Nachfrage nach HR-Fachkräften hin: Mit einem Minus von 92 Prozentpunkten (auf 175 P) sinken die Stellengesuche, verglichen mit anderen Berufsgruppen, besonders stark und fallen auf das Niveau von 2021. Besonders drastisch fällt der Rückgang bei den zahlenmäßig stark vertretenen HR Business Partnern (- 221 PP), den Recruitern (- 115 PP) und den HR Managern (- 105 PP) aus. Die allgemeine Zurückhaltung der Unternehmen bei Stellenausschreibungen wirkt sich naturgemäß wie bereits in vergangenen Quartalen direkt und besonders deutlich auf die Berufsgruppe der Personaler aus.
„Das Personalwesen legt aktuell einen klaren Fokus auf die Transformation der Organisation. Bisher vorgesehene Planstellen sowie auch angedachte Projekte wurden daher im vergangenen Quartal flächendeckend reduziert. Das zeigt sich vor allem am massiven Rückgang der HR Business Partner und HR Manager“, fasst Florian Wagner, Bereichsleiter HR Interim & Projects bei Hays zusammen."
Für die begehrten IT-Fachkräfte markiert das zweite Jahresviertel eine erneute Zäsur: Nach Q3/2023 unterschreitet die Zahl der Stellenausschreibungen wieder die Marke von 100.000 gesuchten Positionen und fällt positionsübergreifend um 53 Prozentpunkte auf 120 Prozent. Besonders erstaunlich, angesichts der anstehenden EU-Regularien, ist die Nachfrageentwicklung bei den IT-Security Experten. Während diese im Vorquartal den deutlichsten Anstieg verzeichneten, weist diese Berufsgruppe nun mit - 119 Prozentpunkten wiederum den stärksten Nachfragerückgang aus. Trotz dieser Schwankungen befindet sich das Suchvolumen mit 525 Prozent weiterhin auf einem enorm hohen Niveau. Merklich gesunken sind auch die Stellengesuche für Entwickler Embedded Services (- 84 PP), IT-Supporter (- 67 PP) und IT-Architekten (- 64 PP).
Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays zur aktuellen Entwicklung: „Viele Unternehmen haben auf die anhaltend herausfordernde wirtschaftliche Situation mit Umstrukturierungen und Sparmaßnahmen reagiert, denen auch neu geplante Stellen zum Opfer gefallen sind.“
Auch bei den Finanz-Experten zeigen sich die Unternehmen in Q2 zurückhaltender als zuletzt. Verglichen mit anderen Berufsgruppen und dem Durchschnitt fällt der Rückgang von 32 Prozentpunkten in diesem Bereich am geringsten aus. Und: Beim Suchvolumen von 141 Prozent handelt es sich immerhin um den dritthöchsten Wert seit Beginn der Erhebung. Der Blick auf die Positionen zeichnet ein gemischtes Bild. Die in Q1 verstärkt nachgefragten Tax- und Compliance-Manager weisen deutliche Rückgänge aus (- 82 PP bzw. - 71 PP, bei einer vergleichsweise geringen Anzahl an absoluten Stellengesuchen). Bei den Buchhaltern (- 6 PP), Risikomanagern (- 35 PP) und Controllern (- 37 PP) gibt das Suchvolumen nur gering bzw. moderat nach.
„Im Vergleich zu den anderen Berufsgruppen, gibt es im Finanzbereich weniger Rückgang. Das hat damit zu tun, dass das Recruitment von Finanzpositionen weitgehend konjunkturunabhängig verläuft. Was wir allerdings auch feststellen: Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz werden bereits Teile der Aufgabenstellungen im Finanz- und Rechnungswesen übernommen,“ erläutert Erich Schwinghammer, Bereichsleiter Finance und HR bei Hays.
Mit einer Reduzierung von 47 Prozentpunkten auf 79 Prozent sinkt der Bedarf an Ingenieuren positionsübergreifend auf den niedrigsten Wert seit Q3/2021. Stellenspezifisch schrumpft bei den zahlenmäßig stark vertretenen Berufsgruppen die Nachfrage nach Projektingenieuren mit - 65 Prozentpunkten überdurchschnittlich stark, bei den Elektro- und Bauingenieuren liegt sie leicht über (- 49 PP) bzw. unter dem Mittelwert (- 43 PP). Lediglich geringe Minuswerte erfahren die Chemieingenieure (- 11 PP) sowie die Maschinen-/Anlagenbauingenieure (- 16 PP).
„Der Rückgang der Nachfrage nach Ingenieuren hat verschiedene Ursachen. Ein wesentlicher Faktor ist die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit, die zu einer Verringerung der Investitionen in neue Projekte führt. Insbesondere der klassische Automotive Sektor befand sich in den letzten Monaten stark im Abbaumodus,“ sagt René Gruner, Bereichsleiter Digital Technology and Engineering bei Hays.
Auch bei der zweitgrößten Berufsgruppe, den Sales- und Marketing-Spezialisten zeigen sich die Unternehmen verhaltener als zuletzt, übergreifend sinkt die Nachfrage um 52 Prozentpunkte auf 81 Prozent. Eine deutlich reduzierte Anzahl an Stellengesuchen verzeichnen die im Vorquartal stark nachgefragten Digital Marketing-Experten. So sinkt die Nachfrage bei den Social Media-Managern um ganze 227 Prozentpunkte und den Content-Managern um 170 Prozentpunkte (bei einer vergleichsweise geringen Anzahl an absoluten Stellengesuchen). Gleichzeitig verrät der Blick auf die Prozentwerte (630 P bzw. 386 P), dass bei diesen Positionen in den letzten drei Jahren eine enorme Steigerung des Suchvolumens verzeichnet wurde. Die mit Blick auf absolute Zahlen großen Berufsgruppen wie Vertriebsmitarbeiter (- 47 PP), Vertriebs-/ und Sales Manager (- 48 PP) sowie Key Account Manager (- 36 P) weisen hingegen unterdurchschnittliche Rückgänge in der Nachfrage auf.
Nach dem Allzeithoch im ersten Jahresviertel erfährt die Nachfrage nach Juristinnen und Juristen nun einen deutlichen Dämpfer und weist mit - 71 Prozentpunkten indexweit den zweitgrößten Rückgang aus. Besonders für Juristen für Datenschutz und Senior Juristen sind deutlich weniger Stellen ausgeschrieben als zuletzt (- 330 PP bzw. - 218 PP).
Auch der Bedarf an Spezialisten im Life Science-Bereich (- 63 PP) hat merklich nachgelassen. Nach dem starken Anstieg im Vorquartal erfahren insbesondere die Data Scientists mit einem Minus von - 286 Prozentpunkten einen deutlichen Einbruch, gefolgt von der zahlenmäßig großen Gruppe der Qualitätsmanager (- 85 PP).
Betrachtet man die Entwicklung der einzelnen Branchen sind ebenfalls sinkende Nachfragewerte über alle Industrien hinweg festzustellen. Besonders deutlich fallen diese im Baugewerbe (- 64 PP) und im Bereich Dienstleistungen für Unternehmen (- 61 PP) sowie im Handel (- 56 PP) aus. Der Blick auf das Nachfrageniveau unterstreicht trotz Rückgängen das überdurchschnittlich hohe Suchvolumen im Bereich der Öffentlichen Verwaltung (+ 247 P) und des Baugewerbes (+ 227 P) verglichen mit dem Gesamtindex.
„Im Gegensatz zum vorherigen Quartal zeigt sich deutlich, wie stark Unternehmen ihre Investitionen zurückhalten. Viele fokussieren sich auf die technologische und organisatorische Transformation mit vorhandenen Ressourcen. Dabei ist es jetzt wichtig, bisher ungenutzte Beschäftigungsoptionen am Markt zu nutzen, um Potenziale zu heben und wettbewerbsfähig zu bleiben: Hochqualifizierte Bewerbende steigern die Produktivität, flexible Arbeitsmodelle fördern die Vereinbarkeit von Karriere und Familie und vermeiden soziale Ungleichheit“, ordnet Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA die aktuelle Entwicklung ein.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen wie etwa RPO und MSP. Als Experte für die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte ist Hays marktführend. Hays ist im privaten wie im öffentlichen Sektor tätig und vermittelt Spezialisten für Festanstellungen, Projektarbeit und in Arbeitnehmerüberlassung. Die Gruppe beschäftigt ca. 12.100 Mitarbeiter in 254 Niederlassungen weltweit. In Deutschland vermittelt Hays Spezialistinnen und Spezialisten u.a. aus den Bereichen IT, Engineering, Construction & Property, Life Sciences, Finance, Sales & Marketing, Legal, Retail, Healthcare und HR.
Trotz wirtschaftlicher Talfahrt siedelt sich die Fachkräfte-Nachfrage im ersten Quartal 2024 in der Nähe des Berggipfels an. So könnte man den aktuellen, branchenübergreifenden Boom der Nachfrage bildlich beschreiben. Nachdem die Zahl der Stellenausschreibungen bereits im letzten Quartal 2023 einen leichten Anstieg (+ 8 PP) erfahren hatte, zeigt sich zu Beginn des Jahres nun ein klarer Aufwärtstrend. Mit einem Zuwachs von 43 Prozentpunkten verzeichnet der Hays Fachkräfte-Index im ersten Quartal deutlich mehr Stellengesuche als in Q4 2023. Während diese Entwicklung in wirtschaftlichen Aufschwung-Phasen erwartbar ist, ist sie in rezessiven Zeiten eher ein Zeichen dafür, dass sich der Arbeitsmarkt immer stärker von konjunkturellen Zyklen abkoppelt. Erstaunlich auch: Der Wert von 160 Prozent liegt branchenübergreifend um acht Prozentpunkte über dem Vorjahresquartal.
Nachdem die Nachfrage nach HR-Fachkräften in den letzten drei Quartalen kontinuierlich gesunken ist, führt die Berufsgruppe den Index mit einem überdurchschnittlichen Nachfrageplus von 58 PP in Bezug auf die Steigerungsraten nun wieder deutlich an. Insbesondere die Berufsgruppe der HR-Business Partner (+ 128 PP) sowie HR- (+ 80 PP) und Employer Branding-Manager (+ 62 PP, bei einer vergleichsweise geringen Anzahl an absoluten Stellengesuchen) erfahren in Q1 einen deutlichen Anstieg in der Nachfrage. Auch an die zahlenmäßig stark vertretenen Recruiter richten sich deutlich mehr Stellengesuche als im Vorquartal (+59 PP).
„Das Ergebnis zeigt, dass viele Unternehmen ihre Geschäftsmodelle komplett neu ausrichten müssen und dafür Knowhow im Bereich strategisches Personalmanagement benötigen“, so Florian Wagner, Bereichsleiter HR Interim & Projects bei Hays.
Lag die Zahl der ausgeschriebenen Positionen für den Bereich IT in den vergangenen zwei Quartalen unter bzw. nur leicht über der Grenze von 100.000, verzeichnet der Fachkräfte-Index im ersten Jahresviertel nun ein Plus von 37 Prozentpunkten und steigt damit wieder deutlich über diese Marke auf rund 116.000 Stellenausschreibungen (auf 173 Prozent). Mit Blick auf bevorstehende EU-Regulatorien wundert es nicht, dass die Nachfrage vor allem nach IT-Security-Experten stark ansteigt. Mit einem Anstieg von 115 Prozentpunkten auf ein neues Hoch von 644 Prozent führt diese Berufsgruppe den IT-Index deutlich an. Gefolgt von weiterhin zunehmenden Stellengesuchen für Datenbankentwickler (+ 65 PP). Insgesamt verzeichnet die Berufsgruppe der IT-Entwickler ein Plus von 37 Prozentpunkten, womit sie trotz starkem Anstieg noch acht Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahresquartals liegt. Auch bei den Fachkräften für IT-Support und -Administration verzeichnet der Index in diesem Quartal einen merklichen Anstieg der Stellengesuche (+ 51 PP bzw. +48 PP).
„Bereits im Vorquartal wurde ein Nachfrageanstieg in allen relevanten IT-Rollen sichtbar. Im Q1 hat sich dieser Trend nochmals verstärkt. Die Bedarfe im Bereich IT werden trotz angespannter Wirtschaftslage klar in Richtung IT-Security sowie Data priorisiert. Nicht zuletzt auch wegen anstehender EU-Regularien“, ordnet Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays die aktuelle Entwicklung ein.
Die Finanz-Experten setzen ihren bereits im Vorquartal begonnenen Vormarsch fort und verzeichnen in diesem Quartal einen deutlicheren Anstieg von 38 Prozentpunkten. Damit befindet sich die Anzahl an ausgeschriebenen Stellen mit 173 Prozent auf dem höchsten Niveau seit Beginn der Erhebung. Stellenspezifisch stechen insbesondere spezialisierte Berufsgruppen wie die Tax- und Compliance Manager (+ 109 PP bzw. + 82 PP) sowie die Wirtschaftsprüfer (+ 59 PP) heraus. Die vom Suchvolumen her stark vertretenen Berufsgruppen der Controller (+ 34 PP) und Buchhalter (+ 30 PP) liegen hingegen leicht unter dem Branchendurchschnitt. Allein die Finanzbuchhalter liegen mit einem Plus von 56 Prozentpunkten darüber.
Auch Ingenieurinnen und Ingenieuren werden im ersten Quartal verstärkt gesucht. Die Nachfrage ist hier um weitere 30 Prozentpunkte gestiegen und erreicht damit ebenfalls einen Höchstwert von 126 Prozent seit Beginn der Erhebung. Berufsübergreifend ist dies jedoch der geringste Anstieg der Nachfrage. Während die zahlenmäßig stark vertretenen Bau- und Elektroingenieure einen deutlichen Anstieg in der Nachfrage verzeichnen (+ 42 PP bzw. + 40 PP), werden sie lediglich von den Automatisierungsingenieuren mit einem Plus von 51 Prozentpunkten noch übertroffen.
Berufsgruppenübergreifend verzeichnet der Index für die Nachfrage nach Juristinnen und Juristen nach einem zuletzt eher leichten Zuwachs nun zu Beginn des Jahres mit einem Plus von 65 Prozentpunkten das stärkste Wachstum. Damit erreicht die Branche einen neuen Höchstwert von 245 Prozent. Vor allem Berufsgruppen wie Senior Juristen mit + 205 Prozentpunkten und Juristen für Datenschutz mit + 137 Prozentpunkten verzeichnen einen enormen Anstieg. Aber auch Juristen (+ 49 PP) und juristische Assistenten (+ 74 PP) sind wesentlich stärker gesucht als zuletzt. Die zahlenmäßig drittgrößte Berufsgruppe der Contract Manager beschreibt ebenfalls einen überdurchschnittlichen Zuwachs an Stellengesuchen (+ 129 PP).
„Da Datenschutz mittlerweile zum Dauerthema für Unternehmen geworden ist, gibt es immer wieder Nachhol-Effekte in der Nachfrage, so auch im aktuellen Quartal.“, erläutert Bina Brünjes, Bereichsleiterin Legal bei Hays.
Nachdem der Index bereits im letzten Quartal positive Signale für die zweitgrößte Berufsgruppe vermeldet hat, steigt die Nachfrage nach Vertriebs- und Marketing-Spezialisten in diesem Quartal noch stärker an (+ 54 PP). Damit klettert das Nachfrageniveau auf den höchsten Wert (auf 133 Prozent) seit anderthalb Jahren, liegt jedoch weiterhin unter dem Durchschnitt der Gesamtnachfrage. Die Nachfrage nach den verschiedenen Sales- & Marketing-Positionen unterscheidet sich weiterhin deutlich. Spitzenreiter im Nachfrageanstieg bleiben die Social Media Manager mit einem Plus von 243 Prozentpunkten (bei einer vergleichsweise geringen Anzahl an absoluten Stellengesuchen). Auch Content- und SEO-Manager werden weiterhin verstärkt gesucht (+ 175 bzw. + 76 PP). Nachdem die Nachfrage nach Marketing- sowie Vertriebs-/Sales-Managern im letzten Quartal leicht rückläufig gewesen ist, verzeichnen beide Berufsgruppen dieses Quartal einen deutlichen Anstieg (+ 47 PP bzw. + 55 PP).
Im Bereich Life Science ist die Nachfrage ebenfalls überdurchschnittlich um 55 Prozentpunkte auf 193 Prozent gestiegen. Den signifikantesten Anstieg erfuhren in diesem Quartal die Data Scientists (+ 283 PP, bei einer vergleichsweise geringen Anzahl an absoluten Stellengesuchen).
„Durch die Nutzung elektronischer Gesundheitsakten nimmt die Menge der zu analysierenden Daten stetig zu. Hinzu kommt die Präzision der Analyse, die aufgrund der zunehmenden personalisierten Medizin ebenfalls ansteigt. Das sehen wir als Ursache für die gestiegene Nachfrage nach Data Scientists“, erklärt Katharina Heise, Bereichsleiterin Pharma bei Hays.
Der Blick auf die Branchen zeigt, dass die Stellengesuche bei den Personaldienstleistern mit einem Plus von 61 Prozentpunkten (auf 193 Prozent) im Vergleich zu Q4 überdurchschnittlich zugenommen haben. Deutlich gestiegen sind vor allem die Stellenausschreibungen für Personaldienstleister in den Berufsgruppen Legal (+ 112 PP), IT (+ 62 PP) und Sales & Marketing (+ 56 PP).
„Trotz einer anhaltenden Konjunkturflaute, verzeichnet die Nachfrage nach branchenübergreifenden Spezialisten einen Aufwärtstrend. Das zeigt, Unternehmen befinden sich mitten im Restrukturierungsprozess und richten ihre Workforce teils ganz neu aus“, fasst Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA, die aktuelle Nachfrageentwicklung zusammen.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen wie etwa RPO und MSP. Als Experte für die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte ist Hays marktführend. Hays ist im privaten wie im öffentlichen Sektor tätig und vermittelt Spezialisten für Festanstellungen, Projektarbeit und in Arbeitnehmerüberlassung. Die Gruppe beschäftigt ca. 12.100 Mitarbeiter in 254 Niederlassungen weltweit. In Deutschland vermittelt Hays Spezialistinnen und Spezialisten u.a. aus den Bereichen IT, Engineering, Construction & Property, Life Sciences, Finance, Sales & Marketing, Legal, Retail, Healthcare und HR.
Trotz wirtschaftlicher Talfahrt siedelt sich die Fachkräfte-Nachfrage im ersten Quartal 2024 in der Nähe des Berggipfels an. So könnte man den aktuellen, branchenübergreifenden Boom der Nachfrage bildlich beschreiben. Nachdem die Zahl der Stellenausschreibungen bereits im letzten Quartal 2023 einen leichten Anstieg (+ 8 PP) erfahren hatte, zeigt sich zu Beginn des Jahres nun ein klarer Aufwärtstrend. Mit einem Zuwachs von 43 Prozentpunkten verzeichnet der Hays Fachkräfte-Index im ersten Quartal deutlich mehr Stellengesuche als in Q4 2023. Während diese Entwicklung in wirtschaftlichen Aufschwung-Phasen erwartbar ist, ist sie in rezessiven Zeiten eher ein Zeichen dafür, dass sich der Arbeitsmarkt immer stärker von konjunkturellen Zyklen abkoppelt. Erstaunlich auch: Der Wert von 160 Prozent liegt branchenübergreifend um acht Prozentpunkte über dem Vorjahresquartal.
Nachdem die Nachfrage nach HR-Fachkräften in den letzten drei Quartalen kontinuierlich gesunken ist, führt die Berufsgruppe den Index mit einem überdurchschnittlichen Nachfrageplus von 58 PP in Bezug auf die Steigerungsraten nun wieder deutlich an. Insbesondere die Berufsgruppe der HR-Business Partner (+ 128 PP) sowie HR- (+ 80 PP) und Employer Branding-Manager (+ 62 PP, bei einer vergleichsweise geringen Anzahl an absoluten Stellengesuchen) erfahren in Q1 einen deutlichen Anstieg in der Nachfrage. Auch an die zahlenmäßig stark vertretenen Recruiter richten sich deutlich mehr Stellengesuche als im Vorquartal (+59 PP).
„Das Ergebnis zeigt, dass viele Unternehmen ihre Geschäftsmodelle komplett neu ausrichten müssen und dafür Knowhow im Bereich strategisches Personalmanagement benötigen“, so Florian Wagner, Bereichsleiter HR Interim & Projects bei Hays.
Lag die Zahl der ausgeschriebenen Positionen für den Bereich IT in den vergangenen zwei Quartalen unter bzw. nur leicht über der Grenze von 100.000, verzeichnet der Fachkräfte-Index im ersten Jahresviertel nun ein Plus von 37 Prozentpunkten und steigt damit wieder deutlich über diese Marke auf rund 116.000 Stellenausschreibungen (auf 173 Prozent). Mit Blick auf bevorstehende EU-Regulatorien wundert es nicht, dass die Nachfrage vor allem nach IT-Security-Experten stark ansteigt. Mit einem Anstieg von 115 Prozentpunkten auf ein neues Hoch von 644 Prozent führt diese Berufsgruppe den IT-Index deutlich an. Gefolgt von weiterhin zunehmenden Stellengesuchen für Datenbankentwickler (+ 65 PP). Insgesamt verzeichnet die Berufsgruppe der IT-Entwickler ein Plus von 37 Prozentpunkten, womit sie trotz starkem Anstieg noch acht Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahresquartals liegt. Auch bei den Fachkräften für IT-Support und -Administration verzeichnet der Index in diesem Quartal einen merklichen Anstieg der Stellengesuche (+ 51 PP bzw. +48 PP).
„Bereits im Vorquartal wurde ein Nachfrageanstieg in allen relevanten IT-Rollen sichtbar. Im Q1 hat sich dieser Trend nochmals verstärkt. Die Bedarfe im Bereich IT werden trotz angespannter Wirtschaftslage klar in Richtung IT-Security sowie Data priorisiert. Nicht zuletzt auch wegen anstehender EU-Regularien“, ordnet Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays die aktuelle Entwicklung ein.
Die Finanz-Experten setzen ihren bereits im Vorquartal begonnenen Vormarsch fort und verzeichnen in diesem Quartal einen deutlicheren Anstieg von 38 Prozentpunkten. Damit befindet sich die Anzahl an ausgeschriebenen Stellen mit 173 Prozent auf dem höchsten Niveau seit Beginn der Erhebung. Stellenspezifisch stechen insbesondere spezialisierte Berufsgruppen wie die Tax- und Compliance Manager (+ 109 PP bzw. + 82 PP) sowie die Wirtschaftsprüfer (+ 59 PP) heraus. Die vom Suchvolumen her stark vertretenen Berufsgruppen der Controller (+ 34 PP) und Buchhalter (+ 30 PP) liegen hingegen leicht unter dem Branchendurchschnitt. Allein die Finanzbuchhalter liegen mit einem Plus von 56 Prozentpunkten darüber.
Auch Ingenieurinnen und Ingenieuren werden im ersten Quartal verstärkt gesucht. Die Nachfrage ist hier um weitere 30 Prozentpunkte gestiegen und erreicht damit ebenfalls einen Höchstwert von 126 Prozent seit Beginn der Erhebung. Berufsübergreifend ist dies jedoch der geringste Anstieg der Nachfrage. Während die zahlenmäßig stark vertretenen Bau- und Elektroingenieure einen deutlichen Anstieg in der Nachfrage verzeichnen (+ 42 PP bzw. + 40 PP), werden sie lediglich von den Automatisierungsingenieuren mit einem Plus von 51 Prozentpunkten noch übertroffen.
Berufsgruppenübergreifend verzeichnet der Index für die Nachfrage nach Juristinnen und Juristen nach einem zuletzt eher leichten Zuwachs nun zu Beginn des Jahres mit einem Plus von 65 Prozentpunkten das stärkste Wachstum. Damit erreicht die Branche einen neuen Höchstwert von 245 Prozent. Vor allem Berufsgruppen wie Senior Juristen mit + 205 Prozentpunkten und Juristen für Datenschutz mit + 137 Prozentpunkten verzeichnen einen enormen Anstieg. Aber auch Juristen (+ 49 PP) und juristische Assistenten (+ 74 PP) sind wesentlich stärker gesucht als zuletzt. Die zahlenmäßig drittgrößte Berufsgruppe der Contract Manager beschreibt ebenfalls einen überdurchschnittlichen Zuwachs an Stellengesuchen (+ 129 PP).
„Da Datenschutz mittlerweile zum Dauerthema für Unternehmen geworden ist, gibt es immer wieder Nachhol-Effekte in der Nachfrage, so auch im aktuellen Quartal.“, erläutert Bina Brünjes, Bereichsleiterin Legal bei Hays.
Nachdem der Index bereits im letzten Quartal positive Signale für die zweitgrößte Berufsgruppe vermeldet hat, steigt die Nachfrage nach Vertriebs- und Marketing-Spezialisten in diesem Quartal noch stärker an (+ 54 PP). Damit klettert das Nachfrageniveau auf den höchsten Wert (auf 133 Prozent) seit anderthalb Jahren, liegt jedoch weiterhin unter dem Durchschnitt der Gesamtnachfrage. Die Nachfrage nach den verschiedenen Sales- & Marketing-Positionen unterscheidet sich weiterhin deutlich. Spitzenreiter im Nachfrageanstieg bleiben die Social Media Manager mit einem Plus von 243 Prozentpunkten (bei einer vergleichsweise geringen Anzahl an absoluten Stellengesuchen). Auch Content- und SEO-Manager werden weiterhin verstärkt gesucht (+ 175 bzw. + 76 PP). Nachdem die Nachfrage nach Marketing- sowie Vertriebs-/Sales-Managern im letzten Quartal leicht rückläufig gewesen ist, verzeichnen beide Berufsgruppen dieses Quartal einen deutlichen Anstieg (+ 47 PP bzw. + 55 PP).
Im Bereich Life Science ist die Nachfrage ebenfalls überdurchschnittlich um 55 Prozentpunkte auf 193 Prozent gestiegen. Den signifikantesten Anstieg erfuhren in diesem Quartal die Data Scientists (+ 283 PP, bei einer vergleichsweise geringen Anzahl an absoluten Stellengesuchen).
„Durch die Nutzung elektronischer Gesundheitsakten nimmt die Menge der zu analysierenden Daten stetig zu. Hinzu kommt die Präzision der Analyse, die aufgrund der zunehmenden personalisierten Medizin ebenfalls ansteigt. Das sehen wir als Ursache für die gestiegene Nachfrage nach Data Scientists“, erklärt Katharina Heise, Bereichsleiterin Pharma bei Hays.
Der Blick auf die Branchen zeigt, dass die Stellengesuche bei den Personaldienstleistern mit einem Plus von 61 Prozentpunkten (auf 193 Prozent) im Vergleich zu Q4 überdurchschnittlich zugenommen haben. Deutlich gestiegen sind vor allem die Stellenausschreibungen für Personaldienstleister in den Berufsgruppen Legal (+ 112 PP), IT (+ 62 PP) und Sales & Marketing (+ 56 PP).
„Trotz einer anhaltenden Konjunkturflaute, verzeichnet die Nachfrage nach branchenübergreifenden Spezialisten einen Aufwärtstrend. Das zeigt, Unternehmen befinden sich mitten im Restrukturierungsprozess und richten ihre Workforce teils ganz neu aus“, fasst Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA, die aktuelle Nachfrageentwicklung zusammen.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen wie etwa RPO und MSP. Als Experte für die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte ist Hays marktführend. Hays ist im privaten wie im öffentlichen Sektor tätig und vermittelt Spezialisten für Festanstellungen, Projektarbeit und in Arbeitnehmerüberlassung. Die Gruppe beschäftigt ca. 12.100 Mitarbeiter in 254 Niederlassungen weltweit. In Deutschland vermittelt Hays Spezialistinnen und Spezialisten u.a. aus den Bereichen IT, Engineering, Construction & Property, Life Sciences, Finance, Sales & Marketing, Legal, Retail, Healthcare und HR.
Trotz schrumpfender Wirtschaft und anhaltender Krisen zieht die Nachfrage nach Fachkräften im letzten Jahresviertel 2023 wieder leicht an. Nachdem die Zahl der Stellenausschreibungen zwei Quartale in Folge rückläufig war, scheint der Abwärtstrend nun gestoppt. Mit einem Zuwachs von acht Prozentpunkten verzeichnet der Fachkräfte-Index in Q4 wieder etwas mehr Stellengesuche. Der Wert von 117 Prozent liegt aber immer noch um elf Prozentpunkte unter dem Vorjahresquartal. Obwohl die absolute Zahl an ausgeschriebenen Stellen um knapp fünf Prozent niedriger ist als vor einem Jahr, befindet sich die Nachfrage für alle untersuchten Berufsgruppen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.
Nachdem die hohe Zahl an Stellenausschreibungen im Bereich Finance zuletzt etwas nachgelassen hatte, führt die Berufsgruppe den Index mit einem überdurchschnittlichen Nachfrageplus von 17 PP in Bezug auf die Steigerungsraten nun wieder deutlich an und liegt mit 135 Prozent auf dem dritthöchsten Wert seit Beginn der Erhebung. Insbesondere Tax Manager (+ 31 P, vergleichsweise geringere Anzahl an absoluten Stellengesuchen) sowie Finanzbuchhalter (+ 29 PP) und -berater (+ 29 PP) werden in Q4 verstärkt gesucht. Auch an die zahlenmäßig stark vertretenen und sehr begehrten Controller richten sich wieder mehr Stellengesuche als im Vorquartal (+ 18 PP).
„Viele Stellen werden aktuell ins Ausland verlagert. Das ist die Ursache dafür, dass die Wichtigkeit der zentralen Funktionen wie im Finanz-Bereich zunimmt, was sich in den Stellenausschreibungen niederschlägt. Die Suchen nach Tax-Managern oder Controllern zeigen, wie unabdingbar die zentrale Steuerung in dezentralen Strukturen werden wird“, so Erich Schwinghammer, Bereichsleiter Finance und HR bei Hays.
Während im dritten Quartal die Zahl der ausgeschriebenen Positionen für den Bereich IT erstmals seit 1,5 Jahren unter die Grenze von 100.000 Stellengesuchen gefallen waren, verzeichnet der Fachkräfte-Index im letzten Jahresviertel einen Zuwachs von zehn Prozentpunkten und steigt damit wieder über diese Marke (+ 136 P). Der Blick auf die einzelnen Berufsgruppen zeigt eine Trendwende bei den IT-Administratoren und den IT Security-Spezialisten. Nach drastischen Rückgängen (- 48 PP und - 90 PP/Q3) zieht die Nachfrage für diese beiden Berufsgruppen mit jeweils + 25 Prozentpunkte nun wieder deutlich an. Übertroffen wird der Nachfrageschub nun noch von den SAP-Entwicklern mit + 38 Prozentpunkte. Weiter rückläufig sind hingegen die Stellengesuche für Datenbankentwickler (- 22 PP) und IT-Architekten (- 8 PP).
„Wir merken, dass die Kunden wieder vermehrt bereit sind, einzustellen. Das zeigen unsere aktuellen Zahlen in Form eines leichten Anstiegs. Erfahrungsgemäß entspannt sich die Zurückhaltung aus dem letzten Jahr schon im Laufe des Januars und Kunden kommen wieder aktiver auf uns zu. Das liegt sicherlich zum großen Teil daran, dass die Unternehmen sich inzwischen mit ihren Besetzungsplänen an die veränderte Wirtschaftslage angepasst und ihre Bedarfe klarer priorisiert haben“, ordnet Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays die aktuelle Entwicklung ein.
Bei den Personalerinnen und Personalern ist zumindest eine Konsolidierung auf hohem Nachfrageniveau festzustellen. Verzeichnete diese Berufsgruppe in Q3 noch einen deutlichen Rückgang von 36 Prozentpunkten, beträgt dieser im aktuellen Betrachtungszeitraum nur noch drei Prozentpunkte, die Nachfrage liegt damit bei 209 Prozent. Stellenspezifisch ergibt sich ein gemischtes Bild: Nach einer zuletzt stark gesunkenen Nachfrage nach HR-Managern (- 57 PP/Q3) werden nun wieder vermehrt Stellen in diesem Bereich ausgeschrieben (+ 34 PP). Gleiches gilt für die Personalreferenten (+ 7 PP). Leicht gesunken sind hingegen erneut die Stellengesuche für die zahlenmäßig stark vertretenen Recruiter (- 7 PP auf + 284 P) und mit einem Rückgang von 124 PP (auf + 499 P) deutlich gesunken die freien Stellen für HR-Business Partner. Bei beiden Berufsgruppen offenbart der Blick auf die Prozentwerte aber das enorm hohe Nachfrageniveau der letzten zwei Jahre.
Berufsgruppenübergreifend verzeichnet der Index für die Nachfrage nach Ingenieuren nach drei Quartalen erstmals wieder leichte Zuwächse (+ 6 PP) und klettert auf 96 Prozent, liegt damit allerdings deutlich unterhalb der Gesamtnachfrage. Gleiches gilt für die Stellengesuche nach Bauingenieuren. Mit einem Nachfrageplus von drei Prozentpunkten lässt sich nach dem zuvor rückläufigen Suchvolumen bei dieser zahlenmäßig stark vertretenen Berufsgruppen zumindest eine vorsichtige Trendwende beobachten. Stärker steigt die Zahl der offenen Positionen für Projekt- und Konstruktionsingenieure (+ 28 PP bzw. + 24 PP). Die Nachfrage nach Verfahrens- und Prozessingenieuren schwächt sich hingegen weiter ab.
„Wir spüren, insgesamt betrachtet, nach wie vor eine hohe Zurückhaltung bei Neueinstellungen, trotz einiger Ausreißer. Das liegt im Bereich des Engineerings daran, dass hohe Energiekosten und der unsichere politische Rahmen wenig Anlass für Personalplanung gibt. Wir beobachten das beispielsweise im Automobilmobilsektor, wo kürzlich gestrichene Subventionen in Green Tech /E-Mobility durch die fehlende Finanzierung auch die Personalsituation belastet. Gleichzeitig bemerken wir einen wachsenden Bedarf nach Hochtechnologien wie der künstlichen Intelligenz integriert in Produkte und Services. Hier sind vor allem Projekt- und Betriebsingenieure gefragt“, erläutert René Gruner, Bereichsleiter Digital Technology and Engineering bei Hays.
Positive Signale mit einem Plus von acht Prozentpunkten vermeldet der Index auch bei der zweitgrößten Berufsgruppe, den Sales & Marketing-Spezialisten. Hier liegt das Nachfrageniveau mit 79 Prozent in Q4 ebenfalls weit unter dem Durchschnitt und zudem auf dem zweitniedrigsten Wert seit zwei Jahren. Dementsprechend unterschiedlich gestaltet sich die Nachfrage nach den verschiedenen Sales- & Marketing-Positionen. Deutliche Spitzenreiter im Nachfrageanstieg sind die Social Media Manager. Mit einem Plus von 52 Prozentpunkten klettert die Nachfrage auf das enorm hohe Niveau von 615 Prozent. Auch Content- und Key Account-Manager werden verstärkt gesucht (+ 22 bzw. + 17 PP). Rückläufig ist hingegen die Zahl der Stellenanzeigen für Marketing- sowie Vertriebs- und Sales-Manager (- 3 bzw. - 11 PP).
„Im Bereich Marketing sind es vor allem die Stellen für Digital Marketing Manager, die ausgeschrieben werden, das hat ebenfalls auch mit einer höheren Messbarkeit des Wertbeitrags dieser Position zu tun. Offline, also klassisches Marketing verliert im Stellenmarkt immer mehr an Bedeutung“, sagt Florian Lauber, Bereichsleiter Sales, Marketing & Digital. Im Bereich Legal ist die Nachfrage nach Juristinnen und Juristen ebenfalls leicht um vier Prozentpunkte auf 180 Prozent gestiegen.
Bei den untersuchten Branchen zeigt sich in Q4 ein differenziertes Bild. Die Nachfrage in der öffentlichen Verwaltung ist zum zweiten Mal in Folge rückläufig. Mit - 51 Prozentpunkten ist diesmal ein deutlicher Rückgang zu beobachten, das Nachfrageniveau von 240 Prozent ist aber immer noch überdurchschnittlich hoch. Gleiches gilt für die Baubranche mit 219 Prozent, hier zieht die Anzahl der offenen Positionen allerdings deutlich an (+ 50 PP). Verstärkt gesucht werden auch Fachkräfte in der IT-Branche (+ 25 PP) und im Bereich Personaldienstleistung (+ 18 PP).
„Die aktuellen Zahlen des Fachkräfte-Index unterstreichen einmal mehr die Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes. Weitgehend abgekoppelt von den anhaltenden Krisen und konjunkturellen Schwierigkeiten wurden im letzten Jahresviertel 2023 wieder deutlich mehr Stellen ausgeschrieben. Das überdurchschnittliche Nachfrageplus nach Finanz-Expertinnen und -Experten betont den erfolgskritischen Stellenwert dieser Berufsgruppe“, erläutert Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen wie etwa RPO und MSP. Als Experte für die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte ist Hays marktführend. Hays ist im privaten wie im öffentlichen Sektor tätig und vermittelt Spezialisten für Festanstellungen, Projektarbeit und in Arbeitnehmerüberlassung. Die Gruppe beschäftigt ca. 12.100 Mitarbeiter in 254 Niederlassungen weltweit. In Deutschland vermittelt Hays Spezialistinnen und Spezialisten u.a. aus den Bereichen IT, Engineering, Construction & Property, Life Sciences, Finance, Sales & Marketing, Legal, Retail, Healthcare und HR.
Trotz schrumpfender Wirtschaft und anhaltender Krisen zieht die Nachfrage nach Fachkräften im letzten Jahresviertel 2023 wieder leicht an. Nachdem die Zahl der Stellenausschreibungen zwei Quartale in Folge rückläufig war, scheint der Abwärtstrend nun gestoppt. Mit einem Zuwachs von acht Prozentpunkten verzeichnet der Fachkräfte-Index in Q4 wieder etwas mehr Stellengesuche. Der Wert von 117 Prozent liegt aber immer noch um elf Prozentpunkte unter dem Vorjahresquartal. Obwohl die absolute Zahl an ausgeschriebenen Stellen um knapp fünf Prozent niedriger ist als vor einem Jahr, befindet sich die Nachfrage für alle untersuchten Berufsgruppen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.
Nachdem die hohe Zahl an Stellenausschreibungen im Bereich Finance zuletzt etwas nachgelassen hatte, führt die Berufsgruppe den Index mit einem überdurchschnittlichen Nachfrageplus von 17 PP in Bezug auf die Steigerungsraten nun wieder deutlich an und liegt mit 135 Prozent auf dem dritthöchsten Wert seit Beginn der Erhebung. Insbesondere Tax Manager (+ 31 P, vergleichsweise geringere Anzahl an absoluten Stellengesuchen) sowie Finanzbuchhalter (+ 29 PP) und -berater (+ 29 PP) werden in Q4 verstärkt gesucht. Auch an die zahlenmäßig stark vertretenen und sehr begehrten Controller richten sich wieder mehr Stellengesuche als im Vorquartal (+ 18 PP).
„Viele Stellen werden aktuell ins Ausland verlagert. Das ist die Ursache dafür, dass die Wichtigkeit der zentralen Funktionen wie im Finanz-Bereich zunimmt, was sich in den Stellenausschreibungen niederschlägt. Die Suchen nach Tax-Managern oder Controllern zeigen, wie unabdingbar die zentrale Steuerung in dezentralen Strukturen werden wird“, so Erich Schwinghammer, Bereichsleiter Finance und HR bei Hays.
Während im dritten Quartal die Zahl der ausgeschriebenen Positionen für den Bereich IT erstmals seit 1,5 Jahren unter die Grenze von 100.000 Stellengesuchen gefallen waren, verzeichnet der Fachkräfte-Index im letzten Jahresviertel einen Zuwachs von zehn Prozentpunkten und steigt damit wieder über diese Marke (+ 136 P). Der Blick auf die einzelnen Berufsgruppen zeigt eine Trendwende bei den IT-Administratoren und den IT Security-Spezialisten. Nach drastischen Rückgängen (- 48 PP und - 90 PP/Q3) zieht die Nachfrage für diese beiden Berufsgruppen mit jeweils + 25 Prozentpunkte nun wieder deutlich an. Übertroffen wird der Nachfrageschub nun noch von den SAP-Entwicklern mit + 38 Prozentpunkte. Weiter rückläufig sind hingegen die Stellengesuche für Datenbankentwickler (- 22 PP) und IT-Architekten (- 8 PP).
„Wir merken, dass die Kunden wieder vermehrt bereit sind, einzustellen. Das zeigen unsere aktuellen Zahlen in Form eines leichten Anstiegs. Erfahrungsgemäß entspannt sich die Zurückhaltung aus dem letzten Jahr schon im Laufe des Januars und Kunden kommen wieder aktiver auf uns zu. Das liegt sicherlich zum großen Teil daran, dass die Unternehmen sich inzwischen mit ihren Besetzungsplänen an die veränderte Wirtschaftslage angepasst und ihre Bedarfe klarer priorisiert haben“, ordnet Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays die aktuelle Entwicklung ein.
Bei den Personalerinnen und Personalern ist zumindest eine Konsolidierung auf hohem Nachfrageniveau festzustellen. Verzeichnete diese Berufsgruppe in Q3 noch einen deutlichen Rückgang von 36 Prozentpunkten, beträgt dieser im aktuellen Betrachtungszeitraum nur noch drei Prozentpunkte, die Nachfrage liegt damit bei 209 Prozent. Stellenspezifisch ergibt sich ein gemischtes Bild: Nach einer zuletzt stark gesunkenen Nachfrage nach HR-Managern (- 57 PP/Q3) werden nun wieder vermehrt Stellen in diesem Bereich ausgeschrieben (+ 34 PP). Gleiches gilt für die Personalreferenten (+ 7 PP). Leicht gesunken sind hingegen erneut die Stellengesuche für die zahlenmäßig stark vertretenen Recruiter (- 7 PP auf + 284 P) und mit einem Rückgang von 124 PP (auf + 499 P) deutlich gesunken die freien Stellen für HR-Business Partner. Bei beiden Berufsgruppen offenbart der Blick auf die Prozentwerte aber das enorm hohe Nachfrageniveau der letzten zwei Jahre.
Berufsgruppenübergreifend verzeichnet der Index für die Nachfrage nach Ingenieuren nach drei Quartalen erstmals wieder leichte Zuwächse (+ 6 PP) und klettert auf 96 Prozent, liegt damit allerdings deutlich unterhalb der Gesamtnachfrage. Gleiches gilt für die Stellengesuche nach Bauingenieuren. Mit einem Nachfrageplus von drei Prozentpunkten lässt sich nach dem zuvor rückläufigen Suchvolumen bei dieser zahlenmäßig stark vertretenen Berufsgruppen zumindest eine vorsichtige Trendwende beobachten. Stärker steigt die Zahl der offenen Positionen für Projekt- und Konstruktionsingenieure (+ 28 PP bzw. + 24 PP). Die Nachfrage nach Verfahrens- und Prozessingenieuren schwächt sich hingegen weiter ab.
„Wir spüren, insgesamt betrachtet, nach wie vor eine hohe Zurückhaltung bei Neueinstellungen, trotz einiger Ausreißer. Das liegt im Bereich des Engineerings daran, dass hohe Energiekosten und der unsichere politische Rahmen wenig Anlass für Personalplanung gibt. Wir beobachten das beispielsweise im Automobilmobilsektor, wo kürzlich gestrichene Subventionen in Green Tech /E-Mobility durch die fehlende Finanzierung auch die Personalsituation belastet. Gleichzeitig bemerken wir einen wachsenden Bedarf nach Hochtechnologien wie der künstlichen Intelligenz integriert in Produkte und Services. Hier sind vor allem Projekt- und Betriebsingenieure gefragt“, erläutert René Gruner, Bereichsleiter Digital Technology and Engineering bei Hays.
Positive Signale mit einem Plus von acht Prozentpunkten vermeldet der Index auch bei der zweitgrößten Berufsgruppe, den Sales & Marketing-Spezialisten. Hier liegt das Nachfrageniveau mit 79 Prozent in Q4 ebenfalls weit unter dem Durchschnitt und zudem auf dem zweitniedrigsten Wert seit zwei Jahren. Dementsprechend unterschiedlich gestaltet sich die Nachfrage nach den verschiedenen Sales- & Marketing-Positionen. Deutliche Spitzenreiter im Nachfrageanstieg sind die Social Media Manager. Mit einem Plus von 52 Prozentpunkten klettert die Nachfrage auf das enorm hohe Niveau von 615 Prozent. Auch Content- und Key Account-Manager werden verstärkt gesucht (+ 22 bzw. + 17 PP). Rückläufig ist hingegen die Zahl der Stellenanzeigen für Marketing- sowie Vertriebs- und Sales-Manager (- 3 bzw. - 11 PP).
„Im Bereich Marketing sind es vor allem die Stellen für Digital Marketing Manager, die ausgeschrieben werden, das hat ebenfalls auch mit einer höheren Messbarkeit des Wertbeitrags dieser Position zu tun. Offline, also klassisches Marketing verliert im Stellenmarkt immer mehr an Bedeutung“, sagt Florian Lauber, Bereichsleiter Sales, Marketing & Digital. Im Bereich Legal ist die Nachfrage nach Juristinnen und Juristen ebenfalls leicht um vier Prozentpunkte auf 180 Prozent gestiegen.
Bei den untersuchten Branchen zeigt sich in Q4 ein differenziertes Bild. Die Nachfrage in der öffentlichen Verwaltung ist zum zweiten Mal in Folge rückläufig. Mit - 51 Prozentpunkten ist diesmal ein deutlicher Rückgang zu beobachten, das Nachfrageniveau von 240 Prozent ist aber immer noch überdurchschnittlich hoch. Gleiches gilt für die Baubranche mit 219 Prozent, hier zieht die Anzahl der offenen Positionen allerdings deutlich an (+ 50 PP). Verstärkt gesucht werden auch Fachkräfte in der IT-Branche (+ 25 PP) und im Bereich Personaldienstleistung (+ 18 PP).
„Die aktuellen Zahlen des Fachkräfte-Index unterstreichen einmal mehr die Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes. Weitgehend abgekoppelt von den anhaltenden Krisen und konjunkturellen Schwierigkeiten wurden im letzten Jahresviertel 2023 wieder deutlich mehr Stellen ausgeschrieben. Das überdurchschnittliche Nachfrageplus nach Finanz-Expertinnen und -Experten betont den erfolgskritischen Stellenwert dieser Berufsgruppe“, erläutert Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen wie etwa RPO und MSP. Als Experte für die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte ist Hays marktführend. Hays ist im privaten wie im öffentlichen Sektor tätig und vermittelt Spezialisten für Festanstellungen, Projektarbeit und in Arbeitnehmerüberlassung. Die Gruppe beschäftigt ca. 12.100 Mitarbeiter in 254 Niederlassungen weltweit. In Deutschland vermittelt Hays Spezialistinnen und Spezialisten u.a. aus den Bereichen IT, Engineering, Construction & Property, Life Sciences, Finance, Sales & Marketing, Legal, Retail, Healthcare und HR.
Die starke Zurückhaltung der deutschen Wirtschaft bei Investitionen schlägt sich aktuell auch auf die Nachfrage nach neuen Fachkräften nieder. Nachdem die Zahl der zu besetzenden Neupositionen im ersten Quartal 2023 noch einen deutlichen Schub erfahren hatte, gab es im zweiten Jahresviertel einen Nachfragerückgang. Dieser Negativtrend setzt sich nun auch im dritten Quartal 2023 fort. Der Hays Fachkräfte-Index rutscht um 19 Prozentpunkte nach unten und liegt nun mit 109 Prozent auf dem niedrigsten Wert bei der Fachkräftenachfrage seit Ende 2021. Die Zahl der ausgeschriebenen Stellen befindet sich aber weiterhin für alle untersuchten Berufsgruppen auf einem sehr hohen Niveau.
Den deutlichsten Einbruch verzeichnet der Fachkräfte-Index bei der Suche nach Personalerinnen und Personalern. Nach der abgeflauten Nachfrage im Vorquartal ist die Anzahl der zu besetzenden Positionen nun nochmals um ganze 36 Prozentpunkte auf 212 Prozent zurückgegangen, auch in diesem Bereich der niedrigste Wert innerhalb der vergangenen zwei Jahre. Besonders stark fällt der Rückgang bei Managern für Employer Branding (- 98 PP auf 285 P), für HR (- 57 PP auf 154 P) sowie bei den Recruitern (- 55 PP auf 291 P) aus. Gleichzeitig verrät der Blick auf die Prozentwerte, dass bei diesen Berufsgruppen in den letzten beiden Jahren eine enorme Steigerung in der Nachfrage verzeichnet wurde. Recruiter-Stellen lagen beispielsweise bei 617 Prozent. Die aktuellen Werte bewegen sich trotz des deutlichen Rückgangs also immer noch auf einem hohen Nachfrageniveau.
„Zum einen zeigt der Index, dass sich Unternehmen aufgrund der negativen Vorzeichen der Wirtschaft, mit ihren Neueinstellungen generell zurückhalten. Zum anderen fokussieren sich insbesondere kapitalmarktorientierte Unternehmen im dritten Quartal auf die Sicherung der Geschäftsergebnisse. Die Mitarbeitergewinnung ist nachgelagert, Mitarbeiterbindung steht im Fokus“, so Florian Wagner, Department Manager HR Interim & Projekte. „Auf Kandidatenseite sehen wir aktuell zwar eine konstant hohe Wechselbereitschaft, aber eine defensive Bewerbungspraxis. Sie sind aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage vorsichtig beim tatsächlichen Arbeitgeberwechsel.“
Relativ stabil verhält es sich mit der Nachfrage nach den strategisch verantwortlichen HR Business Partnern (13 PP).
Bei den äußerst begehrten IT-Experten, dem zahlenmäßigen Spitzenreiter des Fachkräfte-Index, markiert das dritte Quartal 2023 eine Zäsur. Mit 126 Prozent beziehungsweise knapp 96.000 ausgeschriebenen Stellen und einem positionsübergreifenden Rückgang von - 22 Prozentpunkten unterschreitet die Nachfrage das erste Mal seit über zwei Jahren die Grenze von 100.000 gesuchten Positionen. Niedrigere Werte wurden zuletzt in Q2/2021 verzeichnet, als die Pandemie noch starke Auswirkungen auf die Nachfrage hatte. Wie bereits im Vorquartal verzeichnen die IT-Security Spezialisten (- 89 PP), die Datenbankentwickler (- 43 PP) und die IT-Architekten (- 29 PP) deutliche Einbrüche. Die zuvor wieder verstärkt gesuchte Berufsgruppe der IT-Administratoren rangiert hingegen im aktuellen Betrachtungszeitraum mit - 48 Prozentpunkten auf Platz 2 der stärksten Verluste.
Ein kontinuierlicher Abwärtstrend in der Rekrutierung ist auch im Bereich Life Science zu beobachten. Mit einem erneuten positionsübergreifenden Rückgang um - 21 Prozentpunkte ist die Nachfrage nach Experten wie Biologen, Chemikern oder Mitarbeitern in der klinischen Forschung zum vierten Mal in Folge rückläufig. Allerdings lassen sich bei genauerer Betrachtung der Positionen auch auffällige Ausreißer nach oben erkennen. So ist die Zahl der Stellengesuche nach Data Scientists um ganze 113 Prozentpunkte (auf 918 P) gestiegen. Da sich die absoluten Zahlen an ausgeschriebenen Stellen im Bereich Life Science insgesamt auf einem niedrigeren Niveau befinden, fallen Schwankungen hier grundsätzlich stärker aus.
Nach den Höchstwerten der vergangenen Quartale vermeldet die Berufsgruppe der Finanzer in Q3 ebenfalls eine sinkende Nachfrage um - 18 Prozentpunkte. Der Vergleich mit dem Vorjahresquartal unterstreicht aber das nach wie vor hohe Suchvolumen (Q3/2023: 118 P; Q3/2022: 102 P). Eine positive Entwicklung entfällt dabei allein auf die Wirtschaftsprüfer. Nach einer deutlichen Delle (- 60 PP) im Vorquartal erfährt diese Berufsgruppe nun wieder ein leichtes Plus um 8 Prozentpunkte. Die zahlenmäßig stark vertretenen und bisher sehr begehrten Controller und Buchhalter weisen hingegen erstmals höhere Minuswerte (- 29 PP; - 14 PP) aus.
„Leistungsträger wie Controller werden aktuell weniger nachgefragt bzw. weniger neu ausgeschrieben als noch in den Vorquartalen. Zum einen werden freiwerdende Stellen nicht mehr sofort nachbesetzt und zum anderen bleiben Kandidaten in unsicheren Zeiten länger auf ihrer Position. Sie wechseln erst den Arbeitgeber, wenn sich die wirtschaftliche Stimmung aufhellt“, sagt Erich Schwinghammer, Bereichsleiter Finance und HR.
Einen überdurchschnittlich hohen Rückgang im Suchvolumen verzeichnet der Index mit - 41 Prozentpunkten außerdem bei den Tax Managern.
Eine ähnliche Entwicklung lässt sich bei der Nachfrage nach Ingenieuren beobachten. Hier schrumpft die Nachfrage um - 18 Prozentpunkte auf 90 Prozent, immerhin der niedrigste Wert seit Q4/2021, und betrifft nahezu alle Positionen. Während die zahlenmäßig stark vertretenen Verfahrens-/Prozessingenieure im Vorquartal noch Zuwächse verzeichneten, weist diese Berufsgruppe nun mit einem Minus von 39 Prozentpunkten auf 104 Prozent sogar den zweitstärksten Rückgang an Stellengesuchen aus. Übertroffen wird dieser Negativwert nur noch von der wiederholt deutlich sinkenden Nachfrage nach Chemieingenieuren (- 55 PP, Q2: - 38 PP). Bei den anteilig ebenfalls stark gesuchten Bauingenieuren lässt sich der enorme Einbruch der Baubranche nun deutlich an den Zahlen ablesen. Mit etwas über 9.500 absolut ausgeschriebenen Stellen fällt die Nachfrage für diese Positionen um - 15 Prozentpunkte auf den niedrigsten Wert seit Anfang 2021.
„Der Nachfrage-Rückgang bei Ingenieuren ist maßgeblich auf die große Zurückhaltung bei neuen Investitionen zurückzuführen. Wir haben es aktuell – unter anderem auch aufgrund der heimischen Automobilindustrie – mit einer sinkenden Industrieproduktion zu tun. Das schlägt sich temporär auf die Ausschreibungspraxis nieder”, sagt René Gruner, Bereichsleiter Digital Technology and Engineering bei Hays.
Komplett gedreht hat sich die Entwicklung im Bereich Legal. Während die Nachfrage nach Juristen im zweiten Jahresviertel innerhalb aller Berufsgruppen am stärksten nachgelassen hat, verzeichnet der Fachkräfte-Index nun mit - 8 Prozentpunkten (auf + 176 P) wiederum den geringsten Rückgang an Stellengesuchen.
Die Anzahl offener Positionen für die zweitgrößte Berufsgruppe innerhalb des Index, die Spezialisten im Bereich Sales & Marketing, hat sich mit - 17 Prozentpunkten ebenfalls abgeschwächt.
Auch der Blick auf die verschiedenen Branchen zeichnet ein deutliches Bild: Über alle untersuchten Industrien hinweg weist der Index sinkende Nachfragewerte aus. Überdurchschnittlich abgenommen haben die Stellengesuche im Baugewerbe (- 38 PP) und in der IT-Branche (- 26 PP). Die Finanz- und Versicherungsdienstleister verzeichnen hingegen den geringsten Rückgang im Suchvolumen (- 3 PP). Trotz Verlusten rangieren die Öffentliche Verwaltung mit 291 Prozent und die Baubranche mit 169 Prozent immer noch deutlich über dem durchschnittlichen Nachfrageniveau.
„Der aktuelle Nachfrageeinbruch ist zum großen Teil auf die unsichere Wirtschaftslage zurückzuführen, sowie darauf, dass generell große Zurückhaltung bei der Mitarbeitergewinnung herrscht. Viele Firmen richten ihren Blick auf die Weiterqualifizierung ihrer internen Belegschaft. Um den Fachkräftemangel zumindest abzumildern, ist allerdings beides wichtig: Neue Bewerberpotenziale heben, zum Beispiel durch Rekrutierung aus dem Ausland, sowie interne Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung“, resümiert Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen wie etwa RPO und MSP. Als Experte für die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte ist Hays marktführend. Hays ist im privaten wie im öffentlichen Sektor tätig und vermittelt Spezialisten für Festanstellungen, Projektarbeit und in Arbeitnehmerüberlassung. Die Gruppe beschäftigt ca. 12.100 Mitarbeiter in 254 Niederlassungen weltweit. In Deutschland vermittelt Hays Spezialistinnen und Spezialisten u.a. aus den Bereichen IT, Engineering, Construction & Property, Life Sciences, Finance, Sales & Marketing, Legal, Retail, Healthcare und HR.
Die starke Zurückhaltung der deutschen Wirtschaft bei Investitionen schlägt sich aktuell auch auf die Nachfrage nach neuen Fachkräften nieder. Nachdem die Zahl der zu besetzenden Neupositionen im ersten Quartal 2023 noch einen deutlichen Schub erfahren hatte, gab es im zweiten Jahresviertel einen Nachfragerückgang. Dieser Negativtrend setzt sich nun auch im dritten Quartal 2023 fort. Der Hays Fachkräfte-Index rutscht um 19 Prozentpunkte nach unten und liegt nun mit 109 Prozent auf dem niedrigsten Wert bei der Fachkräftenachfrage seit Ende 2021. Die Zahl der ausgeschriebenen Stellen befindet sich aber weiterhin für alle untersuchten Berufsgruppen auf einem sehr hohen Niveau.
Den deutlichsten Einbruch verzeichnet der Fachkräfte-Index bei der Suche nach Personalerinnen und Personalern. Nach der abgeflauten Nachfrage im Vorquartal ist die Anzahl der zu besetzenden Positionen nun nochmals um ganze 36 Prozentpunkte auf 212 Prozent zurückgegangen, auch in diesem Bereich der niedrigste Wert innerhalb der vergangenen zwei Jahre. Besonders stark fällt der Rückgang bei Managern für Employer Branding (- 98 PP auf 285 P), für HR (- 57 PP auf 154 P) sowie bei den Recruitern (- 55 PP auf 291 P) aus. Gleichzeitig verrät der Blick auf die Prozentwerte, dass bei diesen Berufsgruppen in den letzten beiden Jahren eine enorme Steigerung in der Nachfrage verzeichnet wurde. Recruiter-Stellen lagen beispielsweise bei 617 Prozent. Die aktuellen Werte bewegen sich trotz des deutlichen Rückgangs also immer noch auf einem hohen Nachfrageniveau.
„Zum einen zeigt der Index, dass sich Unternehmen aufgrund der negativen Vorzeichen der Wirtschaft, mit ihren Neueinstellungen generell zurückhalten. Zum anderen fokussieren sich insbesondere kapitalmarktorientierte Unternehmen im dritten Quartal auf die Sicherung der Geschäftsergebnisse. Die Mitarbeitergewinnung ist nachgelagert, Mitarbeiterbindung steht im Fokus“, so Florian Wagner, Department Manager HR Interim & Projekte. „Auf Kandidatenseite sehen wir aktuell zwar eine konstant hohe Wechselbereitschaft, aber eine defensive Bewerbungspraxis. Sie sind aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage vorsichtig beim tatsächlichen Arbeitgeberwechsel.“
Relativ stabil verhält es sich mit der Nachfrage nach den strategisch verantwortlichen HR Business Partnern (13 PP).
Bei den äußerst begehrten IT-Experten, dem zahlenmäßigen Spitzenreiter des Fachkräfte-Index, markiert das dritte Quartal 2023 eine Zäsur. Mit 126 Prozent beziehungsweise knapp 96.000 ausgeschriebenen Stellen und einem positionsübergreifenden Rückgang von - 22 Prozentpunkten unterschreitet die Nachfrage das erste Mal seit über zwei Jahren die Grenze von 100.000 gesuchten Positionen. Niedrigere Werte wurden zuletzt in Q2/2021 verzeichnet, als die Pandemie noch starke Auswirkungen auf die Nachfrage hatte. Wie bereits im Vorquartal verzeichnen die IT-Security Spezialisten (- 89 PP), die Datenbankentwickler (- 43 PP) und die IT-Architekten (- 29 PP) deutliche Einbrüche. Die zuvor wieder verstärkt gesuchte Berufsgruppe der IT-Administratoren rangiert hingegen im aktuellen Betrachtungszeitraum mit - 48 Prozentpunkten auf Platz 2 der stärksten Verluste.
Ein kontinuierlicher Abwärtstrend in der Rekrutierung ist auch im Bereich Life Science zu beobachten. Mit einem erneuten positionsübergreifenden Rückgang um - 21 Prozentpunkte ist die Nachfrage nach Experten wie Biologen, Chemikern oder Mitarbeitern in der klinischen Forschung zum vierten Mal in Folge rückläufig. Allerdings lassen sich bei genauerer Betrachtung der Positionen auch auffällige Ausreißer nach oben erkennen. So ist die Zahl der Stellengesuche nach Data Scientists um ganze 113 Prozentpunkte (auf 918 P) gestiegen. Da sich die absoluten Zahlen an ausgeschriebenen Stellen im Bereich Life Science insgesamt auf einem niedrigeren Niveau befinden, fallen Schwankungen hier grundsätzlich stärker aus.
Nach den Höchstwerten der vergangenen Quartale vermeldet die Berufsgruppe der Finanzer in Q3 ebenfalls eine sinkende Nachfrage um - 18 Prozentpunkte. Der Vergleich mit dem Vorjahresquartal unterstreicht aber das nach wie vor hohe Suchvolumen (Q3/2023: 118 P; Q3/2022: 102 P). Eine positive Entwicklung entfällt dabei allein auf die Wirtschaftsprüfer. Nach einer deutlichen Delle (- 60 PP) im Vorquartal erfährt diese Berufsgruppe nun wieder ein leichtes Plus um 8 Prozentpunkte. Die zahlenmäßig stark vertretenen und bisher sehr begehrten Controller und Buchhalter weisen hingegen erstmals höhere Minuswerte (- 29 PP; - 14 PP) aus.
„Leistungsträger wie Controller werden aktuell weniger nachgefragt bzw. weniger neu ausgeschrieben als noch in den Vorquartalen. Zum einen werden freiwerdende Stellen nicht mehr sofort nachbesetzt und zum anderen bleiben Kandidaten in unsicheren Zeiten länger auf ihrer Position. Sie wechseln erst den Arbeitgeber, wenn sich die wirtschaftliche Stimmung aufhellt“, sagt Erich Schwinghammer, Bereichsleiter Finance und HR.
Einen überdurchschnittlich hohen Rückgang im Suchvolumen verzeichnet der Index mit - 41 Prozentpunkten außerdem bei den Tax Managern.
Eine ähnliche Entwicklung lässt sich bei der Nachfrage nach Ingenieuren beobachten. Hier schrumpft die Nachfrage um - 18 Prozentpunkte auf 90 Prozent, immerhin der niedrigste Wert seit Q4/2021, und betrifft nahezu alle Positionen. Während die zahlenmäßig stark vertretenen Verfahrens-/Prozessingenieure im Vorquartal noch Zuwächse verzeichneten, weist diese Berufsgruppe nun mit einem Minus von 39 Prozentpunkten auf 104 Prozent sogar den zweitstärksten Rückgang an Stellengesuchen aus. Übertroffen wird dieser Negativwert nur noch von der wiederholt deutlich sinkenden Nachfrage nach Chemieingenieuren (- 55 PP, Q2: - 38 PP). Bei den anteilig ebenfalls stark gesuchten Bauingenieuren lässt sich der enorme Einbruch der Baubranche nun deutlich an den Zahlen ablesen. Mit etwas über 9.500 absolut ausgeschriebenen Stellen fällt die Nachfrage für diese Positionen um - 15 Prozentpunkte auf den niedrigsten Wert seit Anfang 2021.
„Der Nachfrage-Rückgang bei Ingenieuren ist maßgeblich auf die große Zurückhaltung bei neuen Investitionen zurückzuführen. Wir haben es aktuell – unter anderem auch aufgrund der heimischen Automobilindustrie – mit einer sinkenden Industrieproduktion zu tun. Das schlägt sich temporär auf die Ausschreibungspraxis nieder”, sagt René Gruner, Bereichsleiter Digital Technology and Engineering bei Hays.
Komplett gedreht hat sich die Entwicklung im Bereich Legal. Während die Nachfrage nach Juristen im zweiten Jahresviertel innerhalb aller Berufsgruppen am stärksten nachgelassen hat, verzeichnet der Fachkräfte-Index nun mit - 8 Prozentpunkten (auf + 176 P) wiederum den geringsten Rückgang an Stellengesuchen.
Die Anzahl offener Positionen für die zweitgrößte Berufsgruppe innerhalb des Index, die Spezialisten im Bereich Sales & Marketing, hat sich mit - 17 Prozentpunkten ebenfalls abgeschwächt.
Auch der Blick auf die verschiedenen Branchen zeichnet ein deutliches Bild: Über alle untersuchten Industrien hinweg weist der Index sinkende Nachfragewerte aus. Überdurchschnittlich abgenommen haben die Stellengesuche im Baugewerbe (- 38 PP) und in der IT-Branche (- 26 PP). Die Finanz- und Versicherungsdienstleister verzeichnen hingegen den geringsten Rückgang im Suchvolumen (- 3 PP). Trotz Verlusten rangieren die Öffentliche Verwaltung mit 291 Prozent und die Baubranche mit 169 Prozent immer noch deutlich über dem durchschnittlichen Nachfrageniveau.
„Der aktuelle Nachfrageeinbruch ist zum großen Teil auf die unsichere Wirtschaftslage zurückzuführen, sowie darauf, dass generell große Zurückhaltung bei der Mitarbeitergewinnung herrscht. Viele Firmen richten ihren Blick auf die Weiterqualifizierung ihrer internen Belegschaft. Um den Fachkräftemangel zumindest abzumildern, ist allerdings beides wichtig: Neue Bewerberpotenziale heben, zum Beispiel durch Rekrutierung aus dem Ausland, sowie interne Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung“, resümiert Alexander Heise, Hays CEO Deutschland und CEMEA.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen wie etwa RPO und MSP. Als Experte für die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte ist Hays marktführend. Hays ist im privaten wie im öffentlichen Sektor tätig und vermittelt Spezialisten für Festanstellungen, Projektarbeit und in Arbeitnehmerüberlassung. Die Gruppe beschäftigt ca. 12.100 Mitarbeiter in 254 Niederlassungen weltweit. In Deutschland vermittelt Hays Spezialistinnen und Spezialisten u.a. aus den Bereichen IT, Engineering, Construction & Property, Life Sciences, Finance, Sales & Marketing, Legal, Retail, Healthcare und HR.
Die allgemeine Volatilität der Wirtschaftslage spiegelt sich in den Nachfrageschwankungen nach Fach- und Führungskräften wider. Die Unternehmen reagieren auf die angespannte Situation auch mit reduzierten Stellenausschreibungen, gerade bei hochbezahlten Positionen. Nach einem deutlichen Zuwachs im ersten Jahresviertel 2023 wirken sich die negativen wirtschaftlichen Vorzeichen nun unmittelbar auf die Zahl der Stellenausschreibungen aus. Der Hays Fachkräfte-Index verzeichnet für das zweite Quartal 2023 einen Rückgang um 24 Prozentpunkte und befindet sich mit + 128 Prozent nun wieder auf dem Niveau von Q4/2022. Diese Nachfrageschwankungen sind maßgeblich auf eine sehr kurzfristig ausgerichtete Personalbedarfsplanung zurückzuführen. Dennoch liegt die Gesamtnachfrage nach Fachkräften für alle untersuchten Berufsgruppen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.
Einen klaren Abwärtstrend in der Nachfrage verzeichnet der Index bei den IT-Stellen. Mit einem Minus von 29 Prozentpunkten (auf 148 P) sinkt die Nachfrage auf den zweitniedrigsten Wert seit Ende 2021. Die Spitzenreiter des Vorquartals, IT-Architekten und IT-Security-Spezialisten, erfahren mit - 78 Prozentpunkten und - 32 Prozentpunkten deutliche Rückgänge. Auch die Nachfrage nach der zahlenmäßig am stärksten vertretenen Berufsgruppe der IT-Entwickler sinkt um - 32 Prozentpunkte. Ein leichtes Nachfrageplus (+ 7 PP) verzeichnen lediglich die IT-Administratoren. „Die Nachfrage nach IT-Admins ist ungebrochen. Auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten ist ein stabiler IT-Betrieb unabdingbar. Dazu kommt: Viele Unternehmen migrieren ihre IT in die Cloud. IT-Admins, die ebenfalls über Erfahrungen im SaaS-Umfeld verfügen, sind daher besonders gefragt,“ erläutert Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays. Weiterhin führt die Berufsgruppe der IT-Experten mit einer Gesamtzahl von über 100.000 Stellenausschreibungen den Fachkräfte-Index deutlich an.
Auch im Bereich Life Science ist Zurückhaltung bei der Rekrutierung zu spüren. Konkret nimmt die Nachfrage um gut ein Viertel (- 22 P) im Vergleich zum Vorquartal ab. Der Bedarf nach Data Scientists ist sogar auf den niedrigsten Wert seit zwei Jahren gesunken. Die Nachfrage nach Life-Science-Fachkräften bewegt sich insgesamt auf niedrigerem Niveau, so dass Schwankungen hier deutlicher ausfallen.
Nach dem Aufwärtstrend der vergangenen Quartale hat sich die Suche nach Spezialistinnen und Spezialisten im Bereich Finance im aktuellen Betrachtungszeitraum erstmals etwas abgekühlt (- 22 PP). Vergleicht man allerdings das aktuelle Suchvolumen (+ 136 Prozent, Q1/2023: + 158 P) mit den Werten aus dem letzten Jahr, liegt die Suche nach Finanz-Fachkräften mit 31.000 ausgeschriebenen Stellen immer noch beim zweithöchsten Indexwert seit der Ersterhebung im Jahr 2015. Die im Vorquartal besonders nachgefragten Wirtschaftsprüfer und die Compliance Manager haben im aktuellen Zeitraum mit - 60 Prozentpunkten auf 132 Prozent beziehungsweise - 67 Prozentpunkte auf 206 Prozent die stärksten Rückgänge erfahren. Vergleichsweise stabil geblieben ist hingegen die Zahl der Stellenausschreibungen für Buchhalter (- 8 PP auf 129 P), Tax Manager (- 11 PP auf 153 P) und Controller (- 17 PP auf 153 P). „Trotz eines leichten Nachfragerückgangs im letzten Quartal gibt es einen permanent hohen Bedarf an Controllern und Buchhaltern. Und das nicht zuletzt, weil Unternehmen sich dauerhaft in dynamischen Märkten befinden, deren Regulatorien und Gesetze sich schnell ändern und weiterentwickeln“, sagt Erich Schwinghammer, Bereichsleiter Finance und HR.
Auch die Stellensuche nach Ingenieuren ist im zweiten Quartal etwas geschrumpft. Der Index weist für diese Berufsgruppe ein Minus von acht Prozentpunkten aus. Das ist berufsgruppenübergreifend der geringste Nachfragerückgang. Bezogen auf die absoluten Zahlen an ausgeschriebenen Stellen ist der Bedarf an Bauingenieuren, trotz eines Rückgangs von - 13 Prozentpunkten, nach wie vor sehr hoch. Unter den Top 5 der im zweiten Quartal am meisten gesuchten Positionen erfahren lediglich die Verfahrens-/Prozessingenieure eine Wachstumsrate von 10 Prozentpunkten. Die größte positive beziehungsweise negative Veränderung weist die Auswertung bei den Chemieingenieuren (+ 48 PP) sowie den Automatisierungsingenieuren (- 47 PP) aus.
Auch im Bereich Human Resources zeigen sich die Unternehmen insgesamt zurückhaltend bei der Ausschreibung neuer Stellen. Die abnehmende Nachfrage von 31 Prozentpunkten auf + 248 Prozent markiert den niedrigsten Wert seit Ende 2021. Mit Blick auf die Positionen fällt auf, dass trotz Rückgängen (- 19 PP bzw. - 64 PP) die Stellenausschreibungen für die zahlenmäßig stark vertretenen HR Business Partner und Recruiter mit + 610 Prozent und + 346 Prozent immer noch weit über dem HR-Gesamtwert liegen und nach wie vor ein hohes Nachfrageniveau aufweisen. Zuwächse erfahren die Employer Branding Manager (+ 26 PP auf 383 P) und die HR Manager (+ 12 PP auf 211 P).
Das deutlichste Minus innerhalb der untersuchten Berufsgruppen verzeichnet der aktuelle Index im Bereich Legal. Die Nachfrage nach Juristen hat sich um 37 Prozentpunkte auf + 184 Prozent abgeschwächt. Auch die Fachkräfte im Bereich Sales & Marketing, die mit einer Gesamtanzahl von etwas über 60.000 ausgeschriebenen Stellen die zweitgrößte Berufsgruppe des Fachkräfte-Index ausmachen, sind mit - 25 Prozentpunkten weniger stark gefragt als im Vorquartal.
Betrachtet man die Entwicklung der verschiedenen Branchen sind ebenfalls sinkende Nachfragewerte festzustellen. Lediglich für die Öffentliche Verwaltung (+ 1 PP) und von Personaldienstleistern (+ 5 PP) wurden etwas mehr Stellen als zuvor ausgeschrieben. Deutlich abgenommen haben die Nachfragewerte für Unternehmen aus dem IT-Bereich mit einem Minus von 61 Prozentpunkten. Verglichen mit dem Gesamtindex liegt das Nachfrageniveau für die Öffentliche Verwaltung mit + 308 Prozent und die Baubranche mit + 207 Prozent deutlich über diesem Wert.
„Die Fachkräfte-Nachfrage bewegt sich weiter auf sehr hohem Niveau und ist eine veritable Wachstumsbremse für die gesamte Wirtschaft. Die Schwankungen der Nachfrage zeigen auch, wie unsicher die Unternehmen die wirtschaftliche Lage einschätzen und kurzfristig darauf reagieren, statt eine dauerhafte Personalstrategie zu verfolgen. Vor dem Hintergrund des permanenten Fachkräftemangels, der sich in den kommenden Jahren weiter verstärken wird, sollten die Unternehmen generell strategischere Rekrutierungsmaßnahmen planen,“ so Christoph Niewerth, Hays COO DACH und Nordeuropa.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen wie etwa RPO und MSP. Als Experte für die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte ist Hays marktführend. Hays ist im privaten wie im öffentlichen Sektor tätig und vermittelt Spezialisten für Festanstellungen, Projektarbeit und in Arbeitnehmerüberlassung. Die Gruppe beschäftigt ca. 12.100 Mitarbeiter in 254 Niederlassungen weltweit. In Deutschland vermittelt Hays Spezialistinnen und Spezialisten u.a. aus den Bereichen IT, Engineering, Construction & Property, Life Sciences, Finance, Sales & Marketing, Legal, Retail, Healthcare und HR.
Die allgemeine Volatilität der Wirtschaftslage spiegelt sich in den Nachfrageschwankungen nach Fach- und Führungskräften wider. Die Unternehmen reagieren auf die angespannte Situation auch mit reduzierten Stellenausschreibungen, gerade bei hochbezahlten Positionen. Nach einem deutlichen Zuwachs im ersten Jahresviertel 2023 wirken sich die negativen wirtschaftlichen Vorzeichen nun unmittelbar auf die Zahl der Stellenausschreibungen aus. Der Hays Fachkräfte-Index verzeichnet für das zweite Quartal 2023 einen Rückgang um 24 Prozentpunkte und befindet sich mit + 128 Prozent nun wieder auf dem Niveau von Q4/2022. Diese Nachfrageschwankungen sind maßgeblich auf eine sehr kurzfristig ausgerichtete Personalbedarfsplanung zurückzuführen. Dennoch liegt die Gesamtnachfrage nach Fachkräften für alle untersuchten Berufsgruppen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.
Einen klaren Abwärtstrend in der Nachfrage verzeichnet der Index bei den IT-Stellen. Mit einem Minus von 29 Prozentpunkten (auf 148 P) sinkt die Nachfrage auf den zweitniedrigsten Wert seit Ende 2021. Die Spitzenreiter des Vorquartals, IT-Architekten und IT-Security-Spezialisten, erfahren mit - 78 Prozentpunkten und - 32 Prozentpunkten deutliche Rückgänge. Auch die Nachfrage nach der zahlenmäßig am stärksten vertretenen Berufsgruppe der IT-Entwickler sinkt um - 32 Prozentpunkte. Ein leichtes Nachfrageplus (+ 7 PP) verzeichnen lediglich die IT-Administratoren. „Die Nachfrage nach IT-Admins ist ungebrochen. Auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten ist ein stabiler IT-Betrieb unabdingbar. Dazu kommt: Viele Unternehmen migrieren ihre IT in die Cloud. IT-Admins, die ebenfalls über Erfahrungen im SaaS-Umfeld verfügen, sind daher besonders gefragt,“ erläutert Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays. Weiterhin führt die Berufsgruppe der IT-Experten mit einer Gesamtzahl von über 100.000 Stellenausschreibungen den Fachkräfte-Index deutlich an.
Auch im Bereich Life Science ist Zurückhaltung bei der Rekrutierung zu spüren. Konkret nimmt die Nachfrage um gut ein Viertel (- 22 P) im Vergleich zum Vorquartal ab. Der Bedarf nach Data Scientists ist sogar auf den niedrigsten Wert seit zwei Jahren gesunken. Die Nachfrage nach Life-Science-Fachkräften bewegt sich insgesamt auf niedrigerem Niveau, so dass Schwankungen hier deutlicher ausfallen.
Nach dem Aufwärtstrend der vergangenen Quartale hat sich die Suche nach Spezialistinnen und Spezialisten im Bereich Finance im aktuellen Betrachtungszeitraum erstmals etwas abgekühlt (- 22 PP). Vergleicht man allerdings das aktuelle Suchvolumen (+ 136 Prozent, Q1/2023: + 158 P) mit den Werten aus dem letzten Jahr, liegt die Suche nach Finanz-Fachkräften mit 31.000 ausgeschriebenen Stellen immer noch beim zweithöchsten Indexwert seit der Ersterhebung im Jahr 2015. Die im Vorquartal besonders nachgefragten Wirtschaftsprüfer und die Compliance Manager haben im aktuellen Zeitraum mit - 60 Prozentpunkten auf 132 Prozent beziehungsweise - 67 Prozentpunkte auf 206 Prozent die stärksten Rückgänge erfahren. Vergleichsweise stabil geblieben ist hingegen die Zahl der Stellenausschreibungen für Buchhalter (- 8 PP auf 129 P), Tax Manager (- 11 PP auf 153 P) und Controller (- 17 PP auf 153 P). „Trotz eines leichten Nachfragerückgangs im letzten Quartal gibt es einen permanent hohen Bedarf an Controllern und Buchhaltern. Und das nicht zuletzt, weil Unternehmen sich dauerhaft in dynamischen Märkten befinden, deren Regulatorien und Gesetze sich schnell ändern und weiterentwickeln“, sagt Erich Schwinghammer, Bereichsleiter Finance und HR.
Auch die Stellensuche nach Ingenieuren ist im zweiten Quartal etwas geschrumpft. Der Index weist für diese Berufsgruppe ein Minus von acht Prozentpunkten aus. Das ist berufsgruppenübergreifend der geringste Nachfragerückgang. Bezogen auf die absoluten Zahlen an ausgeschriebenen Stellen ist der Bedarf an Bauingenieuren, trotz eines Rückgangs von - 13 Prozentpunkten, nach wie vor sehr hoch. Unter den Top 5 der im zweiten Quartal am meisten gesuchten Positionen erfahren lediglich die Verfahrens-/Prozessingenieure eine Wachstumsrate von 10 Prozentpunkten. Die größte positive beziehungsweise negative Veränderung weist die Auswertung bei den Chemieingenieuren (+ 48 PP) sowie den Automatisierungsingenieuren (- 47 PP) aus.
Auch im Bereich Human Resources zeigen sich die Unternehmen insgesamt zurückhaltend bei der Ausschreibung neuer Stellen. Die abnehmende Nachfrage von 31 Prozentpunkten auf + 248 Prozent markiert den niedrigsten Wert seit Ende 2021. Mit Blick auf die Positionen fällt auf, dass trotz Rückgängen (- 19 PP bzw. - 64 PP) die Stellenausschreibungen für die zahlenmäßig stark vertretenen HR Business Partner und Recruiter mit + 610 Prozent und + 346 Prozent immer noch weit über dem HR-Gesamtwert liegen und nach wie vor ein hohes Nachfrageniveau aufweisen. Zuwächse erfahren die Employer Branding Manager (+ 26 PP auf 383 P) und die HR Manager (+ 12 PP auf 211 P).
Das deutlichste Minus innerhalb der untersuchten Berufsgruppen verzeichnet der aktuelle Index im Bereich Legal. Die Nachfrage nach Juristen hat sich um 37 Prozentpunkte auf + 184 Prozent abgeschwächt. Auch die Fachkräfte im Bereich Sales & Marketing, die mit einer Gesamtanzahl von etwas über 60.000 ausgeschriebenen Stellen die zweitgrößte Berufsgruppe des Fachkräfte-Index ausmachen, sind mit - 25 Prozentpunkten weniger stark gefragt als im Vorquartal.
Betrachtet man die Entwicklung der verschiedenen Branchen sind ebenfalls sinkende Nachfragewerte festzustellen. Lediglich für die Öffentliche Verwaltung (+ 1 PP) und von Personaldienstleistern (+ 5 PP) wurden etwas mehr Stellen als zuvor ausgeschrieben. Deutlich abgenommen haben die Nachfragewerte für Unternehmen aus dem IT-Bereich mit einem Minus von 61 Prozentpunkten. Verglichen mit dem Gesamtindex liegt das Nachfrageniveau für die Öffentliche Verwaltung mit + 308 Prozent und die Baubranche mit + 207 Prozent deutlich über diesem Wert.
„Die Fachkräfte-Nachfrage bewegt sich weiter auf sehr hohem Niveau und ist eine veritable Wachstumsbremse für die gesamte Wirtschaft. Die Schwankungen der Nachfrage zeigen auch, wie unsicher die Unternehmen die wirtschaftliche Lage einschätzen und kurzfristig darauf reagieren, statt eine dauerhafte Personalstrategie zu verfolgen. Vor dem Hintergrund des permanenten Fachkräftemangels, der sich in den kommenden Jahren weiter verstärken wird, sollten die Unternehmen generell strategischere Rekrutierungsmaßnahmen planen,“ so Christoph Niewerth, Hays COO DACH und Nordeuropa.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen wie etwa RPO und MSP. Als Experte für die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte ist Hays marktführend. Hays ist im privaten wie im öffentlichen Sektor tätig und vermittelt Spezialisten für Festanstellungen, Projektarbeit und in Arbeitnehmerüberlassung. Die Gruppe beschäftigt ca. 12.100 Mitarbeiter in 254 Niederlassungen weltweit. In Deutschland vermittelt Hays Spezialistinnen und Spezialisten u.a. aus den Bereichen IT, Engineering, Construction & Property, Life Sciences, Finance, Sales & Marketing, Legal, Retail, Healthcare und HR.
In den vergangenen Monaten haben sich die konjunkturellen Aussichten aufgehellt. Das hat branchenübergreifend zu einer Trendwende bei der Suche nach Fachkräften geführt: Nachdem die Zahl der Stellenausschreibungen in den vergangenen drei Quartalen leicht rückläufig war, stehen die Zeichen nun wieder deutlich auf Personalausbau. Im ersten Jahresviertel klettert der Hays Fachkräfte-Index um ganze 24 Prozentpunkte auf + 152 Prozent (Q4: 128 Prozent) und nähert sich damit dem Vorjahresniveau (Q1/2022: 163 Prozent).
Bei der Berufsgruppe der Finanz-Fachkräfte konnten die Nachfragewerte aus Q4/2022 für den aktuellen Betrachtungszeitraum noch übertroffen werden. Mit einer Gesamtanzahl von knapp 34.000 ausgeschriebenen Stellen verzeichnet der Index nicht nur ein neues Allzeithoch im Bereich Finance. Mit einem Zuwachs von 36 Prozentpunkten erfahren die Finanz-Fachkräfte zudem den größten Nachfrageschub innerhalb aller in Q1 untersuchten Berufsgruppen. Das hohe Suchvolumen in diesem Bereich unterstreicht das verstärkte Kostenbewusstsein der Unternehmen infolge der Inflation. Besonders stark gestiegen ist die Nachfrage nach Wirtschaftsprüfern (+ 49 PP auf 192 P), Controllern (+ 43 PP auf 169 P), Finanzberatern (+ 40 PP auf 154 P) und Compliance Managern (+ 35 PP auf 273 P).
Auch die Anzahl der Stellenausschreibungen für Ingenieure erreicht im 1. Quartal 2023 neue Höchstwerte. Mit 48.500 absolut ausgeschriebenen Stellen stieg der Index um 19 Prozentpunkte zum Vorquartal (97 P) und übertrifft damit den bisherigen Höchststand freier Positionen aus dem Vorjahresquartal (Q1/2022: + 111 P, Q1/2023: + 116 P). Stellenspezifisch verzeichnen Automatisierungsingenieure (+ 42 PP) und Planungsingenieure (+ 34 PP) die höchsten Wachstumsraten. „Das verarbeitende Gewerbe macht sich aktuell daran, die aus den letzten Quartalen aufgestauten Auftragsbestände abzuarbeiten. Hier werden vor allem Fachleute für die Planung und Automatisierung gesucht,“ weiß René Gruner, Bereichsleiter Digital Technology and Engineering bei Hays.
Von der sinkenden Nachfrage des vergangenen Quartals ist bei den begehrten IT-Fachkräften im aktuellen Betrachtungszeitraum nichts mehr zu spüren. Mit einem Zuwachs von 30 Prozentpunkten auf 177 Prozent werden wieder merklich mehr Stellen ausgeschrieben. Diese Aufwärtsbewegung ist, bezogen auf alle untersuchten Berufsgruppen, der zweithöchste Wert im Index, gleichauf mit der Gruppe der Juristen. Die Gesamtanzahl von 117.500 ausgeschriebenen Stellen verfehlt den Höchstwert von 119.000 aus dem Vorjahresquartal nur knapp. Zum sechsten Mal in Folge weist der FKI hier über 100.000 Stellenausschreibungen aus. Die Nachfrage ist im aktuellen Betrachtungszeitraum über alle IT-Positionen und Branchen hinweg gestiegen. Besonders stark werden allerdings nach wie vor IT-Security-Spezialisten (+ 79 PP), SAP-Entwicklern (+ 68 PP) und IT-Architekten (+ 55 PP) gesucht. Besonders im Bereich der IT-Security-Spezialisten sind die Kompetenzanforderungen so komplex, dass es keinen Sinn machen würde, nur eine Person für eine Position zu suchen. Häufig geht es um mehrere Stellen. Einer der Gründe, warum die Nachfrage sich dauerhaft unter den Spitzenplätzen befindet“, so Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays.
Die Nachfrage nach Life Science-Spezialisten hat hingegen als einzige der verschiedenen Berufsfelder nachgegeben. Mit dem Ende der Pandemie scheint sich die Nachfrage hier auf ein Normalmaß einzupendeln (-20 Prozentpunkte auf 192 Prozent). Lediglich Data Scientists und Qualitätsmanager werden in der Branche stärker gesucht als im Vorquartal.
Nach den rückläufigen Stellengesuchen der letzten Quartale werden HR-Fachkräfte in Q1 2023 wieder verstärkt gesucht. Im Vergleich zum Vorquartal zieht die Nachfrage nach Personalern um 18 Prozentpunkte an (auf 229 P), liegt aber nach wie vor unter den Höchstwerten von 338 Prozent aus dem Vorjahresquartal. Beim Blick auf die freien Positionen fallen insbesondere die Zuwächse bei den Personalentwicklern (+ 37 PP) und den Personalreferenten (+ 29 PP) auf. Das lässt den Rückschluss zu, dass Unternehmen sich mangels extern verfügbarer Fachkräfte und angesichts hoher Personalkosten verstärkt ihrer Belegschaft zuwenden und diese weiterqualifizieren. Einzig die Berufsgruppe der Employer Branding Manager verzeichnet eine rückläufige Nachfrage.
Mit einem Plus von 31 Prozentpunkten verzeichnen auch die im Bereich Legal ausgeschriebenen Stellen deutliche Wachstumsraten, diese machen sich speziell bei der Suche nach Contract Managern (+ 76 PP) und im Bereich Compliance (+ 57 PP) bemerkbar. Ähnliches gilt für die Fachkräfte im Bereich Sales & Marketing mit Zuwächsen um 16 Prozentpunkte.
„Die vorübergehende Zurückhaltung bei den Neueinstellungen ist vorbei, das zeigt der branchenübergreifende Nachfrageschub im ersten Quartal 2023 deutlich. Insbesondere Experten im Bereich IT und Finance sowie Ingenieure werden händeringend gesucht. Der Fachkräftemangel wird damit zu einem zentralen Risikofaktor für die zuletzt positive Entwicklung der Wirtschaft. Ein guter Ansatz: Die verstärkte Nachfrage im Bereich Personalentwicklung legt nahe, dass die Unternehmen versuchen, der Fachkräftenot mit Weiterqualifizierung beizukommen“, resümiert Christoph Niewerth, Hays COO DACH und Nordeuropa.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen wie etwa RPO und MSP. Als Experte für die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte ist Hays marktführend. Hays ist im privaten wie im öffentlichen Sektor tätig und vermittelt Spezialisten für Festanstellungen, Projektarbeit und in Arbeitnehmerüberlassung. Die Gruppe beschäftigt ca. 12.100 Mitarbeiter in 254 Niederlassungen weltweit. In Deutschland vermittelt Hays Spezialistinnen und Spezialisten u.a. aus den Bereichen IT, Engineering, Construction & Property, Life Sciences, Finance, Sales & Marketing, Legal, Retail, Healthcare und HR.
In den vergangenen Monaten haben sich die konjunkturellen Aussichten aufgehellt. Das hat branchenübergreifend zu einer Trendwende bei der Suche nach Fachkräften geführt: Nachdem die Zahl der Stellenausschreibungen in den vergangenen drei Quartalen leicht rückläufig war, stehen die Zeichen nun wieder deutlich auf Personalausbau. Im ersten Jahresviertel klettert der Hays Fachkräfte-Index um ganze 24 Prozentpunkte auf + 152 Prozent (Q4: 128 Prozent) und nähert sich damit dem Vorjahresniveau (Q1/2022: 163 Prozent).
Bei der Berufsgruppe der Finanz-Fachkräfte konnten die Nachfragewerte aus Q4/2022 für den aktuellen Betrachtungszeitraum noch übertroffen werden. Mit einer Gesamtanzahl von knapp 34.000 ausgeschriebenen Stellen verzeichnet der Index nicht nur ein neues Allzeithoch im Bereich Finance. Mit einem Zuwachs von 36 Prozentpunkten erfahren die Finanz-Fachkräfte zudem den größten Nachfrageschub innerhalb aller in Q1 untersuchten Berufsgruppen. Das hohe Suchvolumen in diesem Bereich unterstreicht das verstärkte Kostenbewusstsein der Unternehmen infolge der Inflation. Besonders stark gestiegen ist die Nachfrage nach Wirtschaftsprüfern (+ 49 PP auf 192 P), Controllern (+ 43 PP auf 169 P), Finanzberatern (+ 40 PP auf 154 P) und Compliance Managern (+ 35 PP auf 273 P).
Auch die Anzahl der Stellenausschreibungen für Ingenieure erreicht im 1. Quartal 2023 neue Höchstwerte. Mit 48.500 absolut ausgeschriebenen Stellen stieg der Index um 19 Prozentpunkte zum Vorquartal (97 P) und übertrifft damit den bisherigen Höchststand freier Positionen aus dem Vorjahresquartal (Q1/2022: + 111 P, Q1/2023: + 116 P). Stellenspezifisch verzeichnen Automatisierungsingenieure (+ 42 PP) und Planungsingenieure (+ 34 PP) die höchsten Wachstumsraten. „Das verarbeitende Gewerbe macht sich aktuell daran, die aus den letzten Quartalen aufgestauten Auftragsbestände abzuarbeiten. Hier werden vor allem Fachleute für die Planung und Automatisierung gesucht,“ weiß René Gruner, Bereichsleiter Digital Technology and Engineering bei Hays.
Von der sinkenden Nachfrage des vergangenen Quartals ist bei den begehrten IT-Fachkräften im aktuellen Betrachtungszeitraum nichts mehr zu spüren. Mit einem Zuwachs von 30 Prozentpunkten auf 177 Prozent werden wieder merklich mehr Stellen ausgeschrieben. Diese Aufwärtsbewegung ist, bezogen auf alle untersuchten Berufsgruppen, der zweithöchste Wert im Index, gleichauf mit der Gruppe der Juristen. Die Gesamtanzahl von 117.500 ausgeschriebenen Stellen verfehlt den Höchstwert von 119.000 aus dem Vorjahresquartal nur knapp. Zum sechsten Mal in Folge weist der FKI hier über 100.000 Stellenausschreibungen aus. Die Nachfrage ist im aktuellen Betrachtungszeitraum über alle IT-Positionen und Branchen hinweg gestiegen. Besonders stark werden allerdings nach wie vor IT-Security-Spezialisten (+ 79 PP), SAP-Entwicklern (+ 68 PP) und IT-Architekten (+ 55 PP) gesucht. Besonders im Bereich der IT-Security-Spezialisten sind die Kompetenzanforderungen so komplex, dass es keinen Sinn machen würde, nur eine Person für eine Position zu suchen. Häufig geht es um mehrere Stellen. Einer der Gründe, warum die Nachfrage sich dauerhaft unter den Spitzenplätzen befindet“, so Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays.
Die Nachfrage nach Life Science-Spezialisten hat hingegen als einzige der verschiedenen Berufsfelder nachgegeben. Mit dem Ende der Pandemie scheint sich die Nachfrage hier auf ein Normalmaß einzupendeln (-20 Prozentpunkte auf 192 Prozent). Lediglich Data Scientists und Qualitätsmanager werden in der Branche stärker gesucht als im Vorquartal.
Nach den rückläufigen Stellengesuchen der letzten Quartale werden HR-Fachkräfte in Q1 2023 wieder verstärkt gesucht. Im Vergleich zum Vorquartal zieht die Nachfrage nach Personalern um 18 Prozentpunkte an (auf 229 P), liegt aber nach wie vor unter den Höchstwerten von 338 Prozent aus dem Vorjahresquartal. Beim Blick auf die freien Positionen fallen insbesondere die Zuwächse bei den Personalentwicklern (+ 37 PP) und den Personalreferenten (+ 29 PP) auf. Das lässt den Rückschluss zu, dass Unternehmen sich mangels extern verfügbarer Fachkräfte und angesichts hoher Personalkosten verstärkt ihrer Belegschaft zuwenden und diese weiterqualifizieren. Einzig die Berufsgruppe der Employer Branding Manager verzeichnet eine rückläufige Nachfrage.
Mit einem Plus von 31 Prozentpunkten verzeichnen auch die im Bereich Legal ausgeschriebenen Stellen deutliche Wachstumsraten, diese machen sich speziell bei der Suche nach Contract Managern (+ 76 PP) und im Bereich Compliance (+ 57 PP) bemerkbar. Ähnliches gilt für die Fachkräfte im Bereich Sales & Marketing mit Zuwächsen um 16 Prozentpunkte.
„Die vorübergehende Zurückhaltung bei den Neueinstellungen ist vorbei, das zeigt der branchenübergreifende Nachfrageschub im ersten Quartal 2023 deutlich. Insbesondere Experten im Bereich IT und Finance sowie Ingenieure werden händeringend gesucht. Der Fachkräftemangel wird damit zu einem zentralen Risikofaktor für die zuletzt positive Entwicklung der Wirtschaft. Ein guter Ansatz: Die verstärkte Nachfrage im Bereich Personalentwicklung legt nahe, dass die Unternehmen versuchen, der Fachkräftenot mit Weiterqualifizierung beizukommen“, resümiert Christoph Niewerth, Hays COO DACH und Nordeuropa.
Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing. Der Fachkräfte-Index zeigt die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Für Interviewanfragen sowie Kommentierungen zum Fachkräfte-Index stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Hays plc ist der weltweit führende Spezialist für Personallösungen wie etwa RPO und MSP. Als Experte für die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte ist Hays marktführend. Hays ist im privaten wie im öffentlichen Sektor tätig und vermittelt Spezialisten für Festanstellungen, Projektarbeit und in Arbeitnehmerüberlassung. Die Gruppe beschäftigt ca. 12.100 Mitarbeiter in 254 Niederlassungen weltweit. In Deutschland vermittelt Hays Spezialistinnen und Spezialisten u.a. aus den Bereichen IT, Engineering, Construction & Property, Life Sciences, Finance, Sales & Marketing, Legal, Retail, Healthcare und HR.