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Freelancerin oder Freelancer werden:
Tipps und Tricks zum Start

Eine junge Geschäftsfrau sitzt vor einem Bürokomplex auf einer kleinen Mauer mit Laptop auf dem Schoß. Sie schaut nach rechts als blicke sie in die Zukunft als Freelancerin.Sie sind besonders gut in dem, was Sie tun – wünschen sich jedoch mehr Flexibilität und ein höheres Einkommen? In einer Zeit, in der immer mehr Fachkräfte selbständig werden, haben Sie vielleicht auch schon mit dem Gedanken gespielt, beruflich einen anderen Weg einzuschlagen. Es gibt bei einer so großen Veränderung im Leben jedoch immer viele Dinge zu bedenken. Die wichtigsten haben wir hier für Sie zusammengetragen.

Ihre Vorteile, wenn Sie Freelancerin oder Freelancer werden möchten

Ein Freelancer im Anzug sitzt mit seinem Laptop in einem Cafe, um von dort aus mobil zu arbeiten. Er lächelt.Flexible Arbeitszeiten, vielseitige Projekte, Wertschätzung Ihrer Expertise: Die selbständige Tätigkeit bringt eine Menge Vorteile mit sich. Unabhängig von Unternehmensstrukturen und Vorgaben von direkten Vorgesetzten entscheiden Sie selbst, für welche Unternehmen Sie sich in welchem Umfang und in welchen Projekten engagieren. Sie arbeiten zu Ihren eigenen Konditionen, in Ihrem eigenen Tempo.

Als externe Spezialistin oder externer Spezialist nehmen Sie eine Rolle ein, die Sie frei gestalten können – Sie selbst bestimmen die Richtung. Sie wurden für ein bestimmtes Projekt angefragt und werden mit jedem erfolgreich abgeschlossenen Einsatz gefragter. Ihre wachsende Erfahrung ist für Ihre zukünftigen Auftraggebenden von unschätzbarem Wert. Die Nachfrage nach erfahrenen Spezialistinnen oder Spezialisten ist branchenübergreifend sehr hoch und wird tendenziell weiter steigen.

Das kommt auf Sie zu, wenn Sie Freelancerin oder Freelancer werden

Möchten Sie als Freelancerin oder Freelancer arbeiten, kommen Aufgaben auf Sie zu, die Ihnen abgenommen werden, wenn Sie in einem Unternehmen fest angestellt sind. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Kundenakquise
  • Einkommen kalkulieren und Stundensatz festlegen
  • Rechnungen schreiben
  • Eine Steuererklärung für das Unternehmen machen

Sie werden feststellen: Diese Aufgaben meistern Sie mit Leichtigkeit und können sich den Großteil der Zeit voll und ganz auf Ihre Kernkompetenzen fokussieren. Zudem können Sie überlegen, ob Sie einzelne Aufgaben nach und nach an eine Partnerin oder einen Partner auslagern. Das klingt gut? Dann steht der Veränderung Ihrer beruflichen Umstände nichts mehr im Weg.

Voraussetzungen für selbständige Tätigkeiten

Eine Freelancerin geht ihre Unterlagen, Aufträge und Rechnungen von zu Hause aus durch.Die wichtigste Grundvoraussetzung, um Freelancerin oder Freelancer zu werden, ist Erfahrung. Schließlich verlassen sich Ihre Auftraggebenden auf Ihre Expertise. In Ihrer Zeit als fest angestellte Fachkraft eines Unternehmens sammeln Sie Erfahrung und Fachwissen, die Sie in Ihrer neuen Rolle als selbständige Expertin oder selbständiger Experte weiter vertiefen sollten, um sie erfolgreich einbringen zu können. Unterschätzen Sie nicht, wie wertvoll Ihre Berufserfahrung Sie als externe Spezialistin oder externer Spezialist für neue Projekte macht. Um sich entsprechend zu positionieren und Zugang zu attraktiven Auftraggebenden zu erhalten, bietet Ihnen die Projektsuche von Hays spannende Möglichkeiten.

Handelt es sich um ein Fachgebiet, in dem Sie beruflich bislang nicht tätig waren, sollten Sie anderweitig Erfahrung nachweisen können. Das kann über ehrenamtliche Arbeit geschehen oder durch autodidaktisches Lernen im Rahmen eines Hobbys. Bitten Sie selbst bei Aufträgen, die Sie unentgeltlich übernommen haben, um eine kurze schriftliche Bewertung. Diese sollte eine knappe Beschreibung der jeweiligen Leistung beinhalten. Referenzen sorgen dafür, dass zukünftige Auftraggebenden sich ein umfassendes Bild von Ihren Fähigkeiten machen können.

Neben Erfahrung und Referenzen zählen zwei weitere Faktoren zu den wichtigsten Voraussetzungen, um Freelancerin oder Freelancer zu werden: ein geeigneter Arbeitsplatz und ein hohes Maß an Selbständigkeit. So lange Sie nebenbei noch fest angestellt sind, gilt: Erledigen Sie Freelancing-Aufträge nicht „schnell zwischendurch“ an Ihrem Arbeitsplatz. In vielen Fällen können Sie zu Hause tätig werden. Die Arbeit im Homeoffice erfordert Selbstorganisation und Lösungskompetenz – Skills, die Sie als selbstständige Spezialistin oder selbstständiger Spezialist noch gefragter machen.

Von Angestelltendasein zum Freelancing in kleinen Schritten

Nicht allen liegt der Sprung ins kalte Wasser: Die Sicherheit der Festanstellung zu verlassen, will wohlüberlegt sein. Sie können aber problemlos ausloten, wie die Arbeit als Freelancerin oder Freelancer laufen würde, wenn Sie zunächst nebenberuflich tätig werden. In manchen Fällen ergibt sich das fast von selbst. IT-Skills und andere Spezialisierungen, die Sie für den Freelancing-Markt interessant machen könnten, können Sie entsprechend Ihrer Arbeitssituation und Ihrer bisherigen Erfahrungen auch nebenberuflich aufbauen.

In diesen Fällen gibt es allerdings einige Dinge zu beachten: Prüfen Sie Ihren Arbeitsvertrag, ob Sie bei Konkurrenzunternehmen arbeiten dürfen. Dies hängt von diversen Faktoren wie z.B. Ihrer Tätigkeit in beiden Unternehmen ab. Oftmals ist es Ihnen nicht erlaubt nebenbei für ein Konkurrenzunternehmen Ihres Arbeitgebenden tätig zu werden. Zudem müssen Sie jederzeit gewährleisten, dass Sie während der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit geistig und körperlich fit sind, um Ihren Aufgaben in vollem Umfang nachzukommen. Läuft die nebenberufliche Selbstständigkeit gut, gerät der Hauptberuf leicht aus dem Fokus. Das dürfen Sie wegen der Treuepflicht gegenüber Ihrem Arbeitgebenden nicht zulassen – das ist sogar gesetzlich geregelt.

Stellen Sie fest, dass Ihre nebenberufliche Tätigkeit immer mehr Geld einbringt, sollten Sie in Erwägung ziehen, Ihre Festanstellung zu kündigen. Andernfalls kann es passieren, dass die Krankenkasse eine Hauptberuflichkeitsprüfung anordnet. Dabei sollte nicht herauskommen, dass Sie in Ihrer Selbstständigkeit mehr verdienen als in Ihrem Hauptberuf – andernfalls ist Chaos vorprogrammiert. Besser ist es, Sie steigen gut organisiert und planvoll aus Ihrem bisherigen Hauptberuf aus. Alternativ üben Sie die selbständige Arbeit streng als Nebentätigkeit aus und wahren einen deutlichen finanziellen Unterschied zu Ihrer Anstellung.

Hauptberuflich Freelancerin oder Freelancer werden: ein großer Schritt

Ihre Festanstellung ermöglicht Ihnen nicht die gewünschte Freiheit und Flexibilität? Sie haben erste Aufträge als Selbständige oder Selbständiger erfolgreich umgesetzt und können sich vorstellen, sich in weiteren Projekten zu engagieren? Wagen Sie den Schritt und üben Sie Ihre Freelancing-Tätigkeit hauptberuflich aus! Je nach Branche und Beruf wenden Sie sich dafür an das Finanzamt oder melden ein Gewerbe an. Das Finanzamt sendet Ihnen einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, in den Sie Ihr zu erwartendes Jahreseinkommen eintragen. Anfangs haben Sie dafür leider kaum Anhaltspunkte. Kalkulieren Sie trotzdem sorgfältig, denn anhand der angegebenen Summe wird die Höhe Ihrer Steuern berechnet. Fragen Sie beispielsweise in Freelancing-Netzwerken bei anderen Freelancerinnen und Freelancern an – der Austausch kann Ihnen helfen, besser zu kalkulieren.

In welchen Branchen sind Freelancerinnen oder Freelancer gefragt?

In folgenden Fachgebieten arbeiten Unternehmen besonders gerne mit externen Expertinnen oder Experten zusammen:

  • Construction & Property
  • Engineering
  • Finance
  • Healthcare
  • IT
  • Legal
  • Life Sciences
  • Retail
  • Sales & Marketing

Dabei sticht ein Bereich besonders heraus: die IT. Ob Business Intelligence, Cloud Computing oder SAP-Beratung: IT-Spezialistinnen und -Spezialisten beziehungsweise IT-Freelancerinnen und -Freelancer werden händeringend gesucht.

So präsentieren Sie sich als Expertin oder Experte

Wenn Sie Freelancerin oder Freelancer werden möchten, sollten Sie sich Gedanken über eine eigene Website machen. Speziell in Berufen wie Webdesign ist die eigene Seite Ihre digitale Visitenkarte. Aber auch für alle anderen Selbständigen gilt: Sie müssen problemlos gefunden werden können und Ihre Selbstdarstellung sollte so informativ wie möglich sein. Das gelingt mit der eigenen Website am leichtesten, da Sie hier Ihre Tätigkeit genau beschreiben können, Beispiele sowie Referenzen geben und Interessentinnen sowie Interessenten eine Kontaktanfrage ermöglichen.

Nicht alle können eine eigene Website erstellen und haben Zeit, sich in die Materie einzuarbeiten. Sie können natürlich eine Expertin oder einen Experten mit der Erstellung beauftragen. Da das aber Kosten verursacht, die viele Gründerinnen und Gründer scheuen, sind Berufsnetzwerke wie LinkedIn und Xing eine gute Alternative zur eigenen Website. Hier stellen Sie alle Informationen ein, die Sie auch auf Ihrer Website präsentieren würden, und vernetzen sich mit Interessentinnen und Interessenten. So werden Sie von Leuten gefunden, die Ihre Fähigkeiten benötigen.

Im Idealfall pflegen Sie beides: Ihre digitale Visitenkarte in Form einer eigenen Homepage sowie Berufsnetzwerke.

Verschiedene Plattformen für eine erfolgreiche Akquise

Möchten Sie selbst Projekte finden, steht Ihnen Hays als erfahrener und gut vernetzter Partner zur Seite. Bei Interesse finden Sie zudem verschiedene Freelancer-Plattformen, die gegebenenfalls für Sie interessant sein könnten. Die meisten von ihnen ermöglichen die kostenfreie Anmeldung, erheben aber Gebühren, wenn Sie mit potenziellen Kundinnen und Kunden oder Auftraggebenden interagieren möchten. Sie können sich in vielen Fällen benachrichtigen lassen, wenn ein für Sie interessantes Projekt ausgeschrieben wird.

Kleinere Plattformen, auf denen Freelancerinnen und Freelancer ihre Dienste anbieten, können auch eine Alternative sein. Hays hat es sich zur Aufgabe gemacht, hauptberuflich selbstständige Expertinnen und Experten zu vermitteln.

Als Freelancerinnen oder Freelancer können Sie sich auf unsere Projektangebote bewerben – auf der Suche nach spannenden Projekten ist unser Service für Sie kostenfrei. Ihr Vorteil ist, dass wir zahlreiche Unternehmen vieler verschiedener Branchen betreuen, die auf der Suche nach Fachkräften auf Projektbasis sind. Wir kennen den Bedarf und wissen aus langjähriger Erfahrung, welches Unternehmen und welche Freiberuflerin bzw. welcher Freiberufler gut zusammenpassen würden. Wir arbeiten aktiv daran, Auftraggebende sowie Freelancerinnen und Freelancer zusammenzubringen, und begleiten dabei den gesamten Prozess – von der Projektvorstellung bis zum Projektabschluss. Nutzen Sie unsere praktischen Downloads für Projektübersichten, Checklisten und Vorlagen oder fordern Sie individuelle Beratung an.

Unser Fazit: viel Freiheit und viel Verantwortung

Möchten Sie Freelancerin oder Freelancer werden, erschließen Sie sich eine Freiheit, die Sie als Festangestellte oder Festangestellter vermutlich nicht kennengelernt haben. Sie ermöglichen sich selbst Flexibilität im Alltag, die sowohl dem Job als auch der Familie zugutekommen kann. Gleichzeitig erweitern Sie Ihren Horizont und wachsen mit Ihren Aufgaben und Projekten. Sie selbst bestimmen, wie Sie sich weiterentwickeln und mit wem Sie arbeiten. Dabei kann auch das Arbeiten als Interims Manager spannend sein.

Insbesondere zum Start hilft es, sich auf erfahrene Partnerinnen und Partner verlassen zu können. Unsere Spezialistinnen und Spezialisten begleiten Sie vorab mit wichtigen Informationen, damit Sie Teil des Hays Talentpools werden können. Wir vermitteln Ihnen interessante Projekte und bieten Ihnen während Ihrer Zeit bei den Auftraggebenden entscheidenden Mehrwert.

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